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Gehaltsvorstellung MCSE ?


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Sportliche Themengebiete! Ich bin eher der Freund davon, von wenigen Themen tiefes Wissen zu haben, als ein breitgefächertes Halbwissen - muss aber auch letztendlich jeder für sich selbst entscheiden ;)

"Server 2003 bis 2008R2 Administration -volles Programm, Exchange von 2003 bis 2010, SQL Server und Sharepoint."

 

Sportlich ja, aber dennoch klingt das doch noch völlig harmlos. Bedenkt man heutige Stellenanzeigen, kannst Du noch Usersupport (telefonisch und vor Ort), Pflege der Unix-Server, fortgeschrittene Kenntnisse in Programmierung in PHP, ADA, Basic, C, C++, Python, Wartung der Telefonanlage, Firewalling, Cisco-Krams, Networking, fortgeschrittene Netzwerkkentnnisse und Verkabelung, Blackberry-Support ... usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. usw. dazunehmen ;)

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Natürlich. Vom Einzelkämpfer erwartet man (stillschweigend), dass er sich in jedem Bereich gut auskennt. Das ist meiner Meinung nach der Tatsache geschuldet, dass die IT ein junger Bereich ist. Die Leute ahnen einfach nicht, was sie verlangen.

So erwarten sie eben, dass man nicht nur Autos und Zubehör jeder Bauart entwerfen und reparieren kann, sondern dass man auch eine Tankstelle betreiben, Fahrlehrer ist und General Motors managen kann.

Und ganz zuoberst setzt jeder hellseherische Fähigkeiten voraus.

 

Die Frage ist einfach, welchen Schluß kann man für kleine Unternehmen ziehen: Können sie aus Kostengründen einfach keine vernünftige IT-Welt haben? Sie benötigen ja auch Wissen verschiedenster IT-Disziplinen, können aber nicht Fachleute jeden Bereichs bezahlen. Ist da Schluderei vorprogrammiert? Ich denke schon.

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Das kann ich nur bestätigen. Als "Einzelkämpfer" muss man schon eine ungeheure Bandbreite abdecken. Ich z.B. habe zwar einen Kollegen, der macht aber nur einfache Sachen im SAP, hat aber von IT so viel Ahnung wie eine Kuh vom Eierlegen und in 1 bis 2 Jahren geht er sowieso in Rente. Der Rest bleibt an mir hängen: Serverfarm (physikalische und virtuelle), Netzwerk, PCs, Helpdesk, Telefonanlage, nebenbei noch Koodrination der betrieblichen Ersten Hilfe, nur um mein Aufgabenfeld grob zu umreissen.

 

Das Ganze hat aber auch einen Vorteil. In der Firma in der ich mein letztes Praktikum machte, konnte ich nicht übernommen werden, da die Firma zu der Zeit eine größere Anzahl Mitarbeiter entlassen hat. Im Nachhinein bin ich sogar froh darüber, dort hätte ich "nur" Server betreut, was mir auf Dauer zu eintönig wäre. Durch mein großes Aufgabengebiet habe ich auch gleichzeitig einen abwechslungsreichen, wenn auch sehr stressigen, Job.

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Man kann sicher nicht verallgemeinern. Es gibt Helpdesk-Leute, die analysieren Fehler und nennen Dir beispielsweise "User-GPO xy im AD-Container z ist kaputt" als Ursache. Andere kommen halt über "Excel-Einstellung X geht nicht" nicht hinaus.

Ebenso die Fachleute. Ich kenne einen Haufen in Firmen zu IT-Leuten umgeschulten "Rentnern". Die haben den Stempel IT-Experte, aber eigentlich sind sie IT-Fremd. Wissen aber (organisatorisch, nicht technisch) was wo in SAP ist. Und dann gibt es eben wirkliche IT-Leute (die das halt auch als Hobby haben) mit richtigen Schwerpunktgebieten.

 

Ich meine nur, als Allrounder kannst Du Dich schlecht bewerben.

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Dito!

Gerne würde ich mich bei ein paar Sachen spezialisieren, was ich in Grenzen ja inzwischen getan habe. Nur geht das aus Zeitgründen nicht, und irgendwann möchte der Kopf auch eine kleine Pause.

Das schwierige daran finde ich, zumindest in den meisten Fällen, der Geschäftsführung zu vermitteln, wie unverzichtbar und auch komplex die Arbeit ist die man verrichtet.

Ich habe hier Glück, da meine Chefs eh technisch sehr versiert und interessiert sind. Aber das ist in vielen anderen Unternehmen echt schwer zu vermitteln.

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Das kann man so pauschal nicht sagen. Gerade bei Firmen, deren IT mit 1 bis 2 Leuten auskommen muss, ist eher der Allrounder gefragt. Da bringt es wenig, wenn man sich nur in 1 oder 2 Fachgebieten auskennt.

 

Die Aussage kann ich nur unterschreiben.

Grad in den kleineren Firmen bist Du dann halt Mädchen für alles. Wichtig, find' zumindest ich, ist dabei dann vor allem das Du weißt wo Deine Grenzen sind um im Ernstfall einen Externen einzusetzen (also einen der Spezialisierten) um dabei dann als Mittler und Koordinator im Sinne Deiner Firma zu wirken.

 

ciao, 'nen angenehmen Tag und ein schönes Wochenende

M.

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Hallo,

Mal meine bescheidene Meinung zu den letzten Posts bzgl. KnowHow, Stress, Verantwortung:

 

Ich arbeitete im IT-Haus, das einen Konzern verwaltet. Unser IT-Budget liegt bei ca. 600 Mio. € im Jahr, also wahrscheinlich eher am anderen Ende der Leiter :)

Bei uns hat man tatsächlich mit einem Schwerpunktthema zu tun, wie ActiveDirectory in einem ca. 7-Mann Team. Zum einen bringts einen unheimlich weiter, wenn man jede Idee und jedes Problem mit mindestens 2-3 Kollegen durchdiskutieren und weiterentwickeln kann.

Zum anderen holt man sich das "Allrounder-Wissen" in Projekten, wo man immer mit anderen Spezialisten zusammensitzt, deren Sichtweisen hört oder Projektpapiere Review liest. Bei den richtig knackigen Fragen sitzen dann auch die Hersteller mit ihrem exclusiven KnowHow mit am Tisch, so dass man sich nicht mit Consultants aus irgendwelchen schwindligen Systemhäusern auseinandersetzen muss.

 

Es geht mir bitte nicht darum zu argumentieren, wo Mitarbeiter das grössere KnowHow haben. Es gibt überall TopLeute und Vollpfosten.

Wollte eben nur mal die andere Welt, als die jetzt paarmal beschriebene 1-2 Mann IT-Abteilung, kurz darstellen

 

Gruss

carnivore

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@carnivore:

 

Wieviel verdient man denn da so (welche Region)?

 

ohne leitende Funktion: ca. 35.000€ bis 75.000€ / Jahr . Das Gros schätze ich um die 50.000€ ein.

 

- sehr stark abhängig von der Primärqualifikation (Studium Uni -> Studium FH -> Ausbildung). Daran entscheidet sich zu 95% in welche Gehaltsstufe man eingruppiert wird.

- stark abhängig, in welchem Jahr man eingestellt wurde

- abhängig von der vorher gemachten Tätigkeit und dem vorherigen Gehalt

- abhängig vom Verhandlungsgeschick bei der Bewerbung. Auch welchem Menschen von der Perso man gegenübersitzt. Es gibt knausrige und grosszügigere.

- abhängig, in welcher Region man eingestellt wurde. Wir haben deutschlandweit Standorte.

 

Die Neueinstellungen pro Jahr kann man leider momentan an einer Hand abzählen.

 

Hoffe, das hilft euch ein bischen weiter, zumindest euch zu orientieren

Gruss

carnivore

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  • 1 month later...
Kann ich bestätigen. Je kleiner das Unternehmen, desto mehr MUSS der Admin abdecken. Weil halt einfach nicht mehrere Admins da sind, die sich spezialisieren.

Ich persönlich denke, das der "Einzelkämpferadmin" ein etwas härteres Leben hat, als jemand der nur einzelne Themengebiete als Aufgabe hat...

 

Dem stimme ich grundsätzlich zu.

 

Was ich dazu aber noch zu ergänzen hätte: Mein persönlicher und erlebter Eindruck ist, je mehr man macht, desto schlechter wir man bezahlt. Wenn man sich um alles kümmern muss ist man nirgends ein wirklicher Spezialist. Ich denke wer alles kann erfährt nicht die nötige Wertschätzung seiner Arbeit. Wenn man zu allem sagt "Klar, kann/mach ich" dann muss das Gegenüber doch zwangsläufig denken, dass das alles nur einfaches Zeugs ist, kann also nichts kompliziertes sein, also keine wertvolle Arbeit. Vor allem ist man auch ständig der Schuldige. Da man sich um alles kümmert kann ja kein anderer schuld sein, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn man Spezialist ist könnte man es ja immer noch auf andere Beteiligte schieben, aber ein Einzelkämpfer kann das nicht.

 

Ist das nur meine persönliche Erfahrung oder sehen das andere hier auch so?

  • Like 1
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Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Recht muss ich Dir geben.

Ich kann zwar nicht hundertprozentig sagen, was in den Gehirnwindungen meines Chefs vorgeht, aber ich denke, das was Du da ansprichts, ist gar nicht so weit hergeholt.

 

Ich habe oft den Eindruck, als ob mein Chef nicht die Komplexität meiner Aufgaben sieht. Das mag zum Teil aber auch davon kommen, dass er davon schlichtweg keine Ahnung hat. Nur wie soll er das bewerten, wenn ich mir immer mehr aufhalsen (muss)?

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