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Erfahrungen mit Windows 10 Enterpise LTSB


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11 Antworten in diesem Thema

#1 PathFinder

PathFinder

    Senior Member

  • 508 Beiträge

 

Geschrieben 05. Oktober 2017 - 11:58

Hallo zusammen,

 

wir stehen als IT-Unternehmen vor der selben Herausforderung wie alle anderen auch, bald ist Schluss mit Windows 7 (2020 also in gut 2 Jahren).

 

Wir überlegen jetzt, ob wir die neuen Netze deren Umstellungen sowohl Client- als auch Server- Seitig erfolgen muss, mit Windows 10 Enterprise LTSB durchführen.

 

Ich möchte eigentlich wissen, was haltet ihr davon? Habt Ihr schon Erfahrungen? Kennt Ihr Probleme die zwangsläufig dadurch entstehen werden?

 

Ich frage nach technischen und nicht nach kaufmännischen Argumenten.

 

 

Beispiel:

Wir haben eine Zahnarztpraxis mit 20 PCs aufgebaut die setzen Intraoralkameras ein. Der Dienstleister sagte seiner zeit klar!! Windows 10 Pro 1703 Creators Update KEIN PROBLEM!

Jetzt speichern die Kameras die Bilder nicht mehr in einer Sekunde sondern in Acht. Wir geben das an den Dienstleister, der gibt das an den Hersteller, der sagt: 1703? Schade! Da hat MS was an dem verhalten der USB Treiber? geändert, da müssen wir was programmieren, wie lange? Man weiß es nicht.

 

Also sagt der Hersteller dem Dienstleister -> Microsoft, der Dienstleister sagt uns -> Microsoft und wir sagen dem Kunden -> Microsoft -> der Hersteller muss jetzt was programmieren, wer ist der dumme? Der Kunde .... und wir

 

Hätten wir das alles von Anfang an gewusst (Dienstleister und Hersteller wussten es ja selber nicht, die haben uns das so freigegeben) wäre LTSB sicher eine gute Idee gewesen. Wer jetzt Schuld ist oder nicht ist irrelevant, der Kunde hat ein Problem das wir so nicht lösen können. Punkt.

 

Andersherum steht auf der DATEV Webseite: Kein Support für Windows 10 Enterprise LTSB! Nur ohne LTSB

 

Wir wissen der Einsatzzweck von LTSB ist gedacht für Kassensysteme, Geldautomaten etc. 

 

Unsere Kunden haben keine Adminrechte, es ändert sich nichts an den Systemen außer das was an Branchensoftware geupdatet werden muss, Standardprogramme wie Firefox und Acrobat Reader...
Das ist wie ein Kassensystem ^^

 

Niemand braucht Cortana, Edge und Store und all diesen bunten Blödsinn, ich bin froh wenn der Mist gar nicht im System ist!!

 

Aus dieser Warte betrachtet, also professioneller Einsatz von PCs in Firmen Unternehmen, wo Geld keine Rolle spielt ;P was würdet Ihr machen?

 

Danke fürs lesen, der Path


Don’t Worry, Be Happy

#2 testperson

testperson

    Board Veteran

  • 4.602 Beiträge

 

Geschrieben 05. Oktober 2017 - 12:27

Hi,

 

ich kann hier jetzt nur für DATEV sprechen, da ist uns der Client ziemlich egal. Nach Möglichkeit geht der Kunde in eine unserer Cloud-Lösungen oder es geht Richtung In-House Terminalserver. Alternativ eben DATEVasp / Smart-IT. Das findet auch überwiegend guten Anklang. Ich kann nichtmal genau sagen, wann wir zuletzt ein "klassisches" DATEV Client-Server-Netz installiert haben.

 

Zum Einen ist Office bzw. spätere Office Updates ggfs. ein Problem mit LTSB zum Anderen könnte neuere Hardware ein Problem von LTSB werden. Ich war Anfangs auch von LTSB angetan und dann überrascht, warum DATEV es nicht freigibt.

 

Gruß

Jan


Good morning, that's a nice TNETENNBA!

#3 zahni

zahni

    Expert Member

  • 16.475 Beiträge

 

Geschrieben 05. Oktober 2017 - 13:09

LTSB  ist  eher  für Kunden interessant, die  Datev nicht brauchen ;)


Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn!


#4 mwiederkehr

mwiederkehr

    Junior Member

  • 159 Beiträge

 

Geschrieben 05. Oktober 2017 - 14:43

PathFinder, Du sprichst mir aus der Seele! Die halbjährlichen grossen Updates nerven aus meiner Sicht auch wesentlich mehr als sie bringen.

 

- Der Kunde schaut dem Update zu und kann nicht arbeiten während 30-40 Minuten.

- Die Oberfläche ändert sich manchmal, plötzlich ist die Bedienung anders.

- Es gibt immer wieder Probleme: bei Deinen Infrarotkameras, bei mir weil der RDP-Client nicht mehr über ein Gateway verbinden konnte (wurde einen Monat später behoben) und weil das Windows Mobile-Gerätecenter nicht mehr funktioniert hat (musst durch einen Registry-Key behoben werden).

- Und das alles für Features, die eigentlich niemand braucht. 3D im Paint, neues Cortana etc.

 

Eine gute Lösung kenne ich leider nicht. Bei einzelnen Clients und solchen ohne WSUS stelle ich die Featureupdates um 365 Tage (Maximum) zurück. In grösseren Umgebungen verhindert ein WSUS unangenehme Überraschungen.

 

Insgeheim hoffe ich immer noch, dass Microsoft die Bedürfnisse des Mittelstandes erkennt und wieder eine Version im Einzelverkauf anbietet, die über Jahre nur Sicherheitsupdates erhält.



#5 NorbertFe

NorbertFe

    Expert Member

  • 30.838 Beiträge

 

Geschrieben 05. Oktober 2017 - 15:23

Bevor man sowas ausrollt, gibt's doch normalerweise eine Testphase. Oder übersehe ich da was? Und solange die Testphase nicht beendet ist, gibt's halt kein Rollout ohne zwingenden Grund.

Bye
Norbert

Make something i***-proof and they will build a better i***.


#6 testperson

testperson

    Board Veteran

  • 4.602 Beiträge

 

Geschrieben 06. Oktober 2017 - 06:20

Hier hatte doch wer letztens erst einen Blog Artikel eines MS PFE (?) verlinkt, wo erklärt wurde, wie mit der Situation umzugehen ist ;)


Good morning, that's a nice TNETENNBA!

#7 DocData

DocData

    Board Veteran

  • 1.295 Beiträge

 

Geschrieben 07. Oktober 2017 - 18:54

LTSB ist nicht für normale Arbeitsplätze gedacht, und daher vermeide ich LTSB.

Ein Wrack ist kein Ort, an dem ein Schatz schlummert...


#8 Sunny61

Sunny61

    Expert Member

  • 22.186 Beiträge

 

Geschrieben 07. Oktober 2017 - 19:06

Hier hatte doch wer letztens erst einen Blog Artikel eines MS PFE (?) verlinkt, wo erklärt wurde, wie mit der Situation umzugehen ist ;)


Du meinst vermutlich diesen Thread: http://www.mcseboard...s-as-a-service/
  • testperson gefällt das
Gruppenrichtlinien: http://www.gruppenrichtlinien.de/

#9 Doso

Doso

    Board Veteran

  • 2.491 Beiträge

 

Geschrieben 07. Oktober 2017 - 19:15

Wir planen den Einsatz von nicht-LTSB Windows 10 Enterprise, ca. eine Windows 10 Upgrade Version hinterher und cumulative updates ca. 2 Wochen hinterher. Neue Windows 10 Upgrades und CUs haben recht häufig irgendein Probleme gehabt in der Testphase bisher.

 

Die Ausrede "Microsoft hat Schuld" des Software Herstellers gilt nicht. Windows 1703 ist 6 Monate raus, dafür gab es eine längere Preview Phase. Wenn sie nun behaupten ihre Software kann mit Windows 10 umgehen und es gibt Probleme ist das nicht die Schuld von Microsoft.


Bearbeitet von Doso, 07. Oktober 2017 - 19:16.


#10 zahni

zahni

    Expert Member

  • 16.475 Beiträge

 

Geschrieben 09. Oktober 2017 - 07:57

Wenn Du einen richtig  fetten Applikationskatalog zu betreuen und jeweils zu testen hättest, würdest Du nicht so schreiben.

Nicht nur der Hersteller  muss liefern, Du musst den Kram auch nicht testen, freigeben lassen und  installieren.


Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn!


#11 testperson

testperson

    Board Veteran

  • 4.602 Beiträge

 

Geschrieben 09. Oktober 2017 - 08:21

Hi,

 

mit "fettem Applikationskatalog" sollte aber auch das im Link von Sunny verlinkte umzusetzen sein (https://blogs.msdn.m...s-as-a-service/).

Sowas im KMU wird meiner Meinung nach schwierig. Natürlich könnte das (KMU-) Systemhaus mit Focus auf ein zwei Branchenlösungen das so umsetzen, allerdings wird das am Ende auch wieder kaum ein Kunde zahlen wollen ;)

 

Es bleibt wie fast immer ein "You get what you pay for" für den Kunden / die IT.

 

Gruß

Jan


Good morning, that's a nice TNETENNBA!

#12 zahni

zahni

    Expert Member

  • 16.475 Beiträge

 

Geschrieben 09. Oktober 2017 - 08:53

Darum ging es jetzt wohl nicht.

Es ist eben so, dass niemand ständig neue Funktionen braucht, die sich aus Endbenutzer-Sicht unter der Haube oder in GUI-Änderungen äußern.

Änderungen unter der Haube kann MS auch als normales Update ausliefern.

Wir in der IT haben hauptsächlich ein Problem mit den kompletten Neuinstallationen, die jedes Build durchführt.

Hier werden erhebliche Testkapazitäten gebunden, für die man als Unternehmen quasi keinen Gegenwert bekommt.

Daher ist für uns LTSB die einzige sinnvolle Option. Und wenn ein Anbieter diese Versionen nicht unterstützt, muss er  sich halt einen anderen Kunden suchen.


Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn!