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holzapfel

Oracle in einer Windows Server VM - Wie ist es möglich? Wirklich aktuell so einfach möglich?

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Hallo zusammen,

 

 

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier kurz eine kleine Frage zur Oracle Lizenzierung stelle. Das soll natürlich keine Beratung sein - sondern ich würde mich einfach über jede Info freuen.

Hintergrund ist, dass eine Windows Server VM in Betrieb gehen soll - ich aber Zweifel hege, ob der Anbieter der Softwarelösung das ganze wirklich korrekt darstellt.

Mir war mal so, dass es fast ein Ding der Unmöglichkeit war Oracle wirklich konform als VM zu betreiben.

 

Laut dem Hersteller ist es jetzt so:

Nach dem Bereitstellen der Windows VM installieren Sie innerhalb dieser VM eine Oracle VM.

Dadurch wird dann echtes hard-partitioning betrieben, welches von Oracle anerkannt ist.

Oracle CALS sind angeblich nicht nötig, da nur eine einzige Maschine auf die Software/VM zugreift.

 

Ist das aktuell wirklich so? Evtl. hat ja jemand einen Tipp für mich.

 

 

Besten Dank

 

viele Grüße

 

 

 

 

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Bei Oracle lizenziert man entweder User oder Cores. Lizenziert man pro Core, dürfen beliebig viele Benutzer zugreifen. Das Problem ist, dass man alle Cores lizenzieren muss, auf dem Oracle laufen könnte. Also alle Cores im Host, auch wenn man der Oracle-VM nur zwei Cores zuweist, und auch alle Cores im Cluster (denn es könnte ja einen Failover geben). VMware und Hyper-V gelten für Oracle als "soft-partitioning". Als "hard-partitioning" anerkannt sind nur einige Technologien aus der UNIX-Welt (Solaris Zones etc.). Siehe http://www.oracle.com/us/corporate/pricing/partitioning-070609.pdf.

 

Gesehen habe ich das in der Praxis bis jetzt wie folgt: entweder läuft Oracle direkt auf einem physischen Server oder man hat einen separaten Cluster mit weniger Hosts.

 

Lizenzierung pro User habe ich bis jetzt noch nie gesehen, aber ich gehe stark davon aus, dass da wie beim SQL Server die physischen User zählen. Also nicht "unsere Software greift über einen User auf die Datenbank zu, also brauchen wir nur eine Lizenz".

 

(Was ich in der Praxis übrigens auch sehe, ist, dass man -unter anderem wegen der Lizenzierung- von Oracle wegkommt. :-))

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vor 2 Stunden schrieb holzapfel:

Laut dem Hersteller ist es jetzt so:

Nach dem Bereitstellen der Windows VM installieren Sie innerhalb dieser VM eine Oracle VM.

Aha und mit welcher Performance würde man sich dann in dieser Umgebung bewegen, unabhängig davon, dass ich mir das nicht als korrekt vorstellen kann.

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vielen Dank für die Infos und eure Meinungen/Erfahrungen. Mir kommt das ganze auch etwas "komisch" vor.

 

Zumal nicht mal vor dem Kauf der Lösung über die entsprechende Lizenzierung gesprochen wurde.

Der Anbieter braucht "nur" eine VM - alles andere macht er schon.... :)

 

Hohe Anforderungen an die Performance hätte das ganze vermutlich im Moment nicht.

 

Irgendwie ergeben auch die Aussagen rein technisch keinen Sinn. Wenn in der virtuellen Windows VM - nochmals eine Oracle VM laufen würde, welche

die Zugriffe auf eine bestimmte CPU oder z.b. zwei physikalische Kerne beschränkt - wären dies in dem Fall ja nur die vCPUS der Vm.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies überhaupt funktionieren würde. Rein von der Logik her könnte dies nur gehen wenn die Vmware Utilities der Windows VM

in irgend einer Weise die Zuteilung der echten CPU beeinflussen könnten/würden. Aber das kann ich mir auch nicht vorstellen.

 

 

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Das würde schon funktionieren, sowohl ESXi als auch Hyper-V unterstützen "Nested Virtualization". Man kann also auf einem Hyper-V einen Hyper-V als VM laufen lassen und auf dem dann eine VM für Oracle. Der "Trick" wird sein, dass das dann als "hard partitioning" gilt. Kann ich mir aber nicht vorstellen. Denn auch der virtualisierte Hyper-V kann ja auf anderen Cores laufen...

 

Würde mir das vom Lieferanten auf jeden Fall schriftlich geben lassen, nicht dass ihr bei einem Audit ganz tief in die Tasche greifen müsst.

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Genau das denke ich mir auch. Und laut meinem Verständnis, und dem was ich jetzt so gelesen habe geht es immer nur um die wirkichen/echten CPU Kerne.

 

Wenn mir der Lieferant das auch schriftlich gibt - das wird vermutlich bei einem Audit ja nicht recht viel helfen.

Da die Software nicht beim Lieferanten läuft.

Man könnte ihn höchstens später in Regress nehmen...

 

Ich gehe auch wirklich davon aus, dass der Hersteller dies immer so macht. Man hat auch relativ wenig Verständnis, dass eben nicht gesagt wird

"hier die vm - los gehts"

bearbeitet von holzapfel

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Moin,

 

um mal zu orakeln (hihi): Der Lieferant wird euch das nicht schriftlich geben (oder nur unter Haftungsausschluss). Warum sollte er das Risiko übernehmen? Am Ende ist der Kunde dafür verantwortlich, seine Umgebung korrekt zu lizenzieren. Mit "Regress" im Sinne einer Beraterhaftung wird man vor Gericht wohl keinen Erfolg haben.

 

In solchen komplexen Situationen immer den Lizenzgeber fragen, und zwar als Endkunde, der die Lizenz dann hinterher kauft.

 

Gruß, Nils

 

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Ich bin mir sicher, dass man lizenztechnische Vorgaben nicht durch Tricks umgehen kann.

Oracle erlaubt die "kostenfreie" Virtualisierung nur mit einem obskurem Produkt aus dem eigenen Haus, das vermutlich nur Oracle selber benutzt. Wir habe hier ähnliche Probleme, da wir ein Produkt für externe Kunden entwicklen. Und die wollen unbedingt Oracle benutzen, obwohl die Lösung auch locker auf einem MS-SQL läuft. Entwickler-Lizenzen scheiden auch aus, da man da keine Datenbanken mit produktiven Daten nutzen darf.

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Wir nutzen oracle mit named User plus Lizenzen. Dabei ist zu beachten da s an pro core eine mindestanzahl an Usern lizenzieren muss. Wo der break even zur corelizensierung ist muss man halt ausrechnen. 

 

Die meisten Aussagen die man zur Oracle Lizenzierung bekommt sind schlicht falsch. Das gilt vor allem für die Aussagen von Oracle selber. Es gibt Mitlerweile spezialisierte Anwaltskanzleien die man beauftragen kann. Man muss genau die Verträge lesen. Die stehen oft im krassen Widerspruch zu allen infomaterialien die man von oracle bekommen kann. 

 

Wir hatten exakt den gleichen Fall von unseren Oracle Partner bei oracle anfragen lassen. Die Antwort von oracle war: "möglicherweise ist sie Lizenzierung so ok". 

 

Oracle ist supported unter vmware. Allerdings laufen supportanfragen dann über vmware und nicht direkt über Oracle. Zumindest war das vor ein paar Jahren so. 

 

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vor 2 Stunden schrieb NilsK:

um mal zu orakeln (hihi):

Der war gut :lol3:

 

Jetzt wird es übrigens noch besser...

 

Ich habe gestern Abend noch die Info erhalten, dass die Verwendete Version eine:

 "Oracle Personal Edition vermutlich in der Version 12.2"  ist.

Vorbehaltlich der Info noch von uns, welche CPU Hersteller / Hardware wir verwenden.

 

Bisher hatte ich relativ wenige Berührungspunkte mit Oracle - aber nach wenigen Minuten habe ich gefunden, dass dies ja eine

Entwickler Version ist :shock2:

Sprich Enterprise Features - aber nur zum erstellen - und nicht für den Produktiven Einsatz. 

 

Die Software selbst würde nur von einem PC aus genutzt. Ich kann mir aber nicht mal vorstellen, dass es konform wäre diese

Datenbank auf einem lokalen PC zu nutzen - also ohne irgend eine Serverinstallation / Vm.

 

*grübel*

Einzige Überlegung - wenn die Software mit der kostenlosen Express Edition klar kommen würde. Die sollte ja

ähnlich sql Express ohne größere Einschränkungen verwendbar sein.

bearbeitet von holzapfel

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Entscheidend ist dieses Dokument:

 

Oracle-Gedöns

P.S. Die Personal Eidtion hatten wir auch mal in Prüfung. Ist auch nicht brauchbar. Da darf nur ein mamed User zugreifen. Also Remotezugriffe jedweder Art sind nicht erlaubt. Auch nicht, wenn man einen "technischen User" verwendet. Oracle soll, Gerüchten folgend, die Einhaltung ihrer Lzenzen aktiv prüfen. Das steht auch in den Verträgen.

 

Und nicht vergessen: Jeder User, der direkt oder indirekt auf die DB zugreift, zählt als User. Also auch ein User, der eine Webanwendung nutzt, die mit einem technischen User auf die DB zugreift. Das ist auch bei MS so.

 

Ich finde diese Seiten recht informativ: https://www.software-express.de/hersteller/oracle/

bearbeitet von zahni

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vor 1 Stunde schrieb zahni:

Und nicht vergessen: Jeder User, der direkt oder indirekt auf die DB zugreift, zählt als User. Also auch ein User, der eine Webanwendung nutzt, die mit einem technischen User auf die DB zugreift. Das ist auch bei MS so.

 

Ich finde diese Seiten recht informativ: https://www.software-express.de/hersteller/oracle/

 

Genau da hatte ich auch nachgelesen. Ich deute dies aber definitiv als:

- Nur Entwickler 

- Und auch keine weiteren User. User ist wie bei MS in dem Fall jede "Nase" und nicht der verwendete Benutzer.

 

Deshalb wäre ich auch geneigt zu sagen - selbst wenn die Datenbank+Anwendung auf keinem Server läuft, sondern 

auf einem einzelnen PC wäre auch das nicht konform.

Es handelt sich ja um keine Entwicklungsumgebung - sondern eine dem Kunden verkaufte Lösung die produktiv läuft.

Ebenfalls würden an dem einen PC sicher etwa 30-50 "Nasen" gehen um die Software dort zu bedienen...

 

Langsam wird es aber doch irgendwie heftig - Wir sind ja nicht der erste Kunde dieser Firma - das muss doch auch anderen

auffallen. ....

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