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Erfahrungen mit Gold-DVDs und Gold-CDs


rutrox
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Hallo liebe MCSEboard-Gemeinde,

 

hat jemand unter Euch Erfahrungswerte mit Gold-DVDs und/oder Gold-CDs, beispielsweise zu diesen hier:

  • MFSL 24 Karat Gold Ultradisc CD-R (5er-Pack zum Amazon-Preis von 22 EUR)
  • MFSL 24 Karat Gold Ultradisc DVD-R (5er-Pack zum Amazon-Preis von 35 EUR)

Über den Preis brauchen wir gar nicht erst zu diskutieren - er liegt jenseits von Gut und Böse. :(

Aber wie heißt es doch so schön: "Man gönnt sich ja sonst nichts...."

 

Was meint Ihr, für die längerfristige Speicherung privater Datenbestände:

Rausgeworfenes Geld oder doch sinnvoll?

 

Vorab schon mal Danke für Eure Antworten.

 

Gruß

rutrox

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Gegenfrage:

 

Warum soll Gold (ausser dass der Begriff "Gold" positiv in deinem Koopf besetzt ist) besser sein als die üblichen Beschichtungen?

 

Mal angesehen davon sind beschreibbare DVD oder CD Medien (egal ob mit Gold oder ohne) für eine Langzeitarchivierunh absolut ungeeignet, was an dem technischen Prinzip der Dinger liegt.

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Mal angesehen davon sind beschreibbare DVD oder CD Medien (egal ob mit Gold oder ohne) für eine Langzeitarchivierunh absolut ungeeignet, was an dem technischen Prinzip der Dinger liegt.

 

mmh das technische Problem an normalen CDs ist ja dass die Reflexionsschicht aus Aluminium mit der Zeit oxidiert und ein Lesen bzw Schreiben unmöglich macht. Gold als Reflexionsschicht reduziert diese Oxidationsproblematik schon nicht unwesentlich. Ich weiss nur das diese Gold-Cds nicht mit allen Brennern beschrieben werden können, ob sie als Langzeitarchivierungsform für den privaten Einsatz taugen, kann ich kaum beurteilen da ich auf die schnelle keine Tests gefunden hab.

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Hallo,

also für die Archivierung in der Firma waren Gold-CDs Pflicht. Muß aber wohl nur 10 Jahre halten. Was ich noch im Hinterkof habe, daß es nicht sehr viele Hersteller mehr gibt, die diese Medien mit Gold machen und verkaufen.

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Hy!

 

Es war glaube ich auch mal Bestandteil einer Versicherungspolice, die besagte: "Daten von Firmenserver sollten auf diese gold CD/DVD´s gespeichert werden. A) anderen Aufbewahrungsort, B) Daten müssen mindestenes 10 Jahre aufbewahrt werden etc.

Hatte wohl was mit dem Versicherungsschutz zutun. Ist allerdings im Zuge der besser gewordenen Speichermöglichkeiten geändert worden.

 

Also,wenn du deine privaten Datenbestände sichern möchtest, rate ich dir eine 2,5 externe USB Festplatte dir zu kaufen. (ohne externe Stromversorgung)

klein, leicht, gut aussehend :-)

 

Reicht in der Regel für den privaten Gebrauch und du kannst deine Daten mit der Platte synchronisieren, wenn du sie anschließt. Hast also dann immer ein Update von deinen Daten. Mit allem drum und dran.

Ich weiß ausserdem grad nicht, wieviel GB auf eine gold CD/DVD gehen, aber wenn du schon mehr als 20 GB sichern möchtest und sie up to date halten willst dann dem Link folgen.

 

Ich mache dieses schon seit 4,5 Jahren und das ein mal die Woche. Keine Problem mit Datenrücksicherung oder ähnliches.

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Servus,

 

ich hab für einen Kunden vor 2 Jahren Mixtapes auf solche Rohlinge gebrannt. Das waren (wie die beschriebenen) speziell für Audio entwickelte Rohlinge. Die Kratzfestigkeit ist schon besser als die der normalen CDs. Klang ist natürlich auch absolute spitze. Für Daten ist es aber rausgeschmissenes Geld.

 

Wenn du ernsthaft Daten sichern willst, greif lieber auf die bewährten Systeme zurück!

 

Gruß saracs

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das technische Problem an normalen CDs ist ja dass die Reflexionsschicht aus Aluminium mit der Zeit oxidiert und ein Lesen bzw Schreiben unmöglich macht.

 

Das ist maximal ein theoretisches Problem und tritt, wenn überhaupt, bei industriel gefertigten CD´s und nicht bei selbstgebrannten auf.

 

Das grundlegende Problem der selbstgebrannten CD´s oder DVD´s ist die Art wie die Informationen auf dem Datenträger gespeichert werden.

 

Bei Industriell gefertigten CD/DVD´s werden auf in einen Polykarbonatträger, Vertiefungen (die "Pits") eingebracht, welche die Informationen enthalten. Anschließend wird der Träger mit Aluminium (der Reflektionsschicht) bedampft und dann bedruckt.

 

Diese Datenträger haben eine sehr hohe Lebenserwartung, da die Aluminiumschicht und der Polykarbonatträger flächig und lückenlos verbunden sind.

 

Deswegen ist das Risiko der Oxydation überschaubar, denn wie soll denn da bitte Sauerstoff (der zum Oxydieren notwendig ist) rankommen?

 

Hier gibt es eine Zeichnung dazu: http://i31www.ira.uka.de/docs/mm%2Bep/10_CDROM/node2.html

 

Bei Rohlingen ist der Aufbau etwas anders:

 

Der Polykarbonatträger ist glatt, denn er darf ja noch keine Informationen enthalten. Auf ihn wird das so genannte "dye" aufgebracht. das ist die Schicht welche später die Informationen aufnimmt und auch die Farbe des Rohlings bestimmt (Cyanin/Gold=grün; Cyanin/Silber=hellgrünblau; Phthalocyanin/Gold oder Silber=gelbgold; Azo/Silberblau). Darauf die Reflektionsschicht aus üblicherweise Aluminium (und bei den ganz teuren Silber oder Gold).

 

Wenn der Rohling beschrieben wurde, erzeugt der Schreiblaser die "Pits" indem er das Dye punktuell so stark erhitzt dass es eine Blase wirft und genau darin liegt (zusätzlich zu einem anderen Problem des Aufbaus) das grundlegende Problem!

 

Durch die Blasen wird nämlich die Reflextionsschicht von Träger abgelöst.

Das kannst du dir wie einen Aufkleber auf deinem Fenster vorstellen. Ist er blasenfrei geklebt wird er gut halten, sind Blasen mit drinnen wird er schlechter halten.

 

Je voller ein Rohling beschrieben ist um so schlechter haftet die Reflektionsschicht und um so schneller wird er nicht mehr lesbar sein!

 

Das ist vollkommen unabhängig davon ob die Reflektionsschicht aus Aluminium, Silber, Gold, oder Käsekuchen besteht! Das Dye zwischen Polykarbonatträger und Reflektiosnsschicht ist nämlich das eigentliche Problem...

 

Dazu kommt das Problem dass jedes Dye empfindlich auf Wärme und UV Strahlung (Sonnenlicht) reagiert.

 

DVD- oder CD-Rohlinge sind somit für eine mittel- bis langfristige Datenarchivierung gänzlich ungeeignet. Hier machen nur Magnetbänder wirklich Sinn...

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DVD- oder CD-Rohlinge sind somit für eine mittel- bis langfristige Datenarchivierung gänzlich ungeeignet. Hier machen nur Magnetbänder wirklich Sinn...

 

Aber sehr gut für die Goldreserve:D

 

 

MOD´s wären noch was - sehr haltbar, auch ohne - mit - oder wenig Gold;)

(Worms sogar fürs Archiv)

 

Gruß

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  • 2 weeks later...

Ich stamme aus einer Bank und dort werden ausschließlich Gold-Rohline genutzt. Früher gab es die von KODAK als "Kodak Gold Ultima CD-R 74". Dann hat Kodak die Produktion eingestellt und es gab sie nur noch von einem einzigen asiatischen Hersteller für Gold-Rohlinge. Mittlerweile werden sie unter dem Kodak-Label wieder angeboten:

 

KODAK CDs

 

Der 10er Pack kostet als CD-R unter 10 Euro:

 

gold kodak rohlinge - Google-Suche

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Hallo zusammen,

 

na, das mit den CD/DVD-Rohlingen ist im Rahmen der Archivierung so eine Sache ...

 

Grundsätzlich lässt sich sicherlich festhalten, dass für die Qualität der Langzeitarchivierung Bänder am besten geeignet sind. Bin letztens bei einem LTO-Streamer auf die explizite Produktbeschreibung des Herstellers gestolpert: "für Langzeitarchivierung 30 Jahre".

 

Als nächstes würde ich Festplatten (USB und co.) bevorzugen. Die sind einfach flexibler einzusetzen.

 

CD/DVD scheint mir insgesammt die letzte Wahl zu sein. Für "kurze" Aufbewahrungszeiten (wenige Jahre) ggfs. OK. Bei > 10 Jahren .... Vorsicht.

 

Die Nichteignung von CDs/DVDs hat aus meiner Sicht folgende Gründe:

 

1. Es liegen noch keine Langzeiterfahrungen vor. Die Medientechnologie ist einfach noch zu "neu". OK, CDs gibt es zwar bereits seit gut 20 Jahren, aber die ersten industriell gefertigten original Audio-CDs sind teilweise heute nicht mehr lesbar. In der Anfangsphase musste man halt noch experimentieren und die richtigen Materialien finden.

 

2. Rohlinge sind (wie der DOC beschrieben hat) aus mehreren Lagen gefertigt: relativ kratzfeste Unterseite, dazwischen eine Schicht, welche die Informationen aufnimmt und oben drauf die Reflektionsschicht mit Schutzlack. Je besser die Reflektionsschicht, desto besser kann ein Lesegerät die Daten auslesen. ABER: Die Informationsschicht hat organische Bestandteile. Der Tod der Information ist somit vorprogrammiert - die organischen Bestandteile vergammeln halt mit der Zeit. Daher sollte man die Rohlinge auch entsprechend lagern und z.B. vor UV-Licht usw. schützen. Kunststoffe (aus denen ja ein Rohling auch besteht) werden unter UV-Licht (=Sonne) spröde, verblassen, verändern sich chemisch. Damit geht die Information ebenfalls flöten.

 

3. Die Kapazität ist einfach zu gering. Mein PDA hat mehr Speicherkapazität als eine DVD.

 

Bei ordnungsgemäßer Lagerung, kann man sicherlich die Verfügbarkeit der Daten verlängern, aber eine Garantie gibt es nur auf einen Toaster.

 

Das bringt mich auf ein philosophisches Thema:

 

Das Gesamtwissen der Menschheit vergrößert sich immer schneller. Wir sind auch in der technischen Entwicklung in einem D-Zug unterwegs - nein ICE - ne Transrapid - oder doch mit Raketenantrieb? Wir schaffen es aber nicht, das Wissen dauerhaft zu speichern. Dazu fehlt uns die Technologie.

 

Dabei haben uns die alten Ägypter, Perser, Griechen, Römer etc. doch gezeigt wie es geht. Deren Wissen/Informationen ist für uns auch noch nach 2000 - 4000 Jahren lesbar.

 

Mir ist zwar klar, dass man heutiges Wissen nicht in Stein meißeln kann. Vermutlich gibt es nicht mal genug Steine, wo man es drauf schreiben könnte. Aber ist es nicht irgendwie traurig, dass es die Aufbewahrung von Wissen mit zunehmender Entwicklung der Menschheit immer schlechter gelöst wird? Informationen in Stein gemeißelt halten tausende von Jahren, Bücher einige hundert Jahre, CDs/DVD nur max ein paar Jahrzehnte.

 

Fassen wir zusammen:

- Stein geht nicht

- Buch wäre viel Aufwand

- CD/DVD zu kurz haltbar

 

Bleibt aus meiner Sicht (weil technisch sinnvoll und gleichzeitig praktikabel) nur noch die Festplatte. Das Medium ist skalierbar, Erfahrungen mit dem Medium gibt es schon sehr lange und selbst heutige "Lesegeräte" (also PCs etc.) kommen noch mit 20 Jahre alten IDE-Platten klar. Umkopieren auf SATA und schon können die nächsten 20 Jahre kommen :)

 

grüße

 

dippas

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Bin letztens bei einem LTO-Streamer auf die explizite Produktbeschreibung des Herstellers gestolpert: "für Langzeitarchivierung 30 Jahre".

 

...

 

CD/DVD scheint mir insgesammt die letzte Wahl zu sein. Für "kurze" Aufbewahrungszeiten (wenige Jahre) ggfs. OK. Bei > 10 Jahren .... Vorsicht.

 

Na toll. Wenn der Bandlaufwerk-Hersteller 30 Jahre garantiert dann glaubst du das zweifelsohne, wenn dagegen der Hersteller von Gold-Edel-Rohlingen 10 Jahre garantiert ist das zweifelhaft? Manche wollen eben nur das glauben von dem sie voreingenommen sind!

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Na toll. Wenn der Bandlaufwerk-Hersteller 30 Jahre garantiert dann glaubst du das zweifelsohne, wenn dagegen der Hersteller von Gold-Edel-Rohlingen 10 Jahre garantiert ist das zweifelhaft? Manche wollen eben nur das glauben von dem sie voreingenommen sind!

 

Na toll. Wenn Du das, was ich geschrieben habe auch richtig gelesen hättest, dann müsstest Du von selbst drauf kommen, dass ich nicht voreingenommen bin. Ich bin ein Ungläubiger und glaube schon mal gar nicht, was Hersteller/Vertriebler/Marketingleute so alles versprechen. Deshalb habe ich die einzelnen Möglichkeiten auch nach bestem Wissen und Gewissen technisch voneinander abgegrenzt. Naja, das muss man aber auch lesen ...

 

Im Übrigen habe ich mit keiner Silbe die garantierte Haltbarkeit von Daten auf einer CD von 10 Jahre in Zweifel gezogen, sondern (technisch begründet) zur Vorsicht (> 10 Jahre) gemahnt. Du hast mich diesbezüglich bereits zitiert und ich zitiere mich selbst :

 

Bei ordnungsgemäßer Lagerung, kann man sicherlich die Verfügbarkeit der Daten verlängern, ..

 

Back to Topic:

 

Letztlich muss jeder für sich auch individuell definieren, wie lange "Langzeitarchivierung" tatsächlich ist. Auch gesetzliche und/oder versicherungstechnische Anforderungen sind dabei zu berücksichtigen.

 

Beispiel: ärztliche oder notarielle Unterlagen müssen mehr als deutlich länger archiviert werden als 10 Jahre. Das klappt (selbst mit Herstellergarantie von 10 Jahren) mit keinem heute verfügbaren CD/DVD-Rohling. Es mag unter idealen Laborbedingungen in der Theorie funktionieren, nicht aber im alltäglich Leben. Nur zum Verständnis: Wir reden bei den genannten Unterlagen auch nicht von 15 Jahren Aufbewahrungsfrist, sondern von 30 Jahren und mehr!

 

Aber wie gesagt, "Langzeitarchivierung" (also den Zeitraum) muss jeder unter Berücksichtigung seiner eigenen Randbedingungen individuell definieren ...

 

grüße

 

dippas

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  • 1 month later...

In der ct 16 / 08 wurden diverse Gold Rohlinge getestet.

 

Die Verbatim Archival Grade waren die besten, Kodak und TDK die schlechtesten.

Taiyo Yuden war das Beste im Testfeld, jedoch nicht für Privatpersonen beziehbar.

 

Verbatim Archival Grade:

Vorläufige Abschätzung der Haltbarkeit bei 25 °C, 50 Prozent relative Luftfeuchte

minimale Lebensdauer Faktor 500 bis 2000 18,4 bis 73,5 Jahre

Empfohlener Prüfungsintervall alle 18 Jahre

 

Wenn man sich die Pi Sum 8 und DC Jitter Werte so anschaut sollte man die im zusammenspiel mit dem LiteOn LH-20A1L (BL05) verwenden

 

Cheerio

 

Halford

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