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Hallo Zusammen,

 

ich habe unter 2012R2 einen DFS Namespace mit 2 Ordner aus Server1 und Server2 eingerichtet. Die Daten werden Full mesh repliziert.

Ich möchte gerne wissen wie ist das genau mit der Replizierung?

Wenn ich Datei X auf Server 1 bearbeite/öffne, kann ich sie auf Server 2 problemlos löschen. HInterher ist sie dann auch von Server 2 weg und das ganze ohne Fehlermeldung! Ich hätte erwartet das eine entsprechende Fehlermeldung kommt " Datei von Benutzer xyz geöffnet" dem war aber nicht so.

 

Wie kann das sein?

Was kann ich tun um mehr Datensicherheit hin zu bekommen?

 

Gruß und Danke fpr den Tipp Goat

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Moin,

 

das Phänomen nennt sich "Last Writer Wins" und ist der Grund, warum man DFS-R nur für sehr wenige Szenarien wirklich einsetzen kann. Alle Vorhaben, die mit gemeinsamer Arbeit an Dateien - auch zeitlich oder räumlich versetzt - zu tun haben, scheiden i.d.R. für DFS-R aus.

 

Gruß, Nils

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Moin,

 

das Phänomen nennt sich "Last Writer Wins" und ist der Grund, warum man DFS-R nur für sehr wenige Szenarien wirklich einsetzen kann. Alle Vorhaben, die mit gemeinsamer Arbeit an Dateien - auch zeitlich oder räumlich versetzt - zu tun haben, scheiden i.d.R. für DFS-R aus.

 

Gruß, Nils

 

was wäre denn ein geeignetes Szenario für DFS-R ? Gibt es eine andere MS Alternative um mehrere Freigaben von Servern zusammen zufassen welche auch fehlerfrei repliziert werden können? Bzw. mit entsprechender Konflicktmeldung ohne automatischen Datenverlust? DFS-N ansich ist ja gut weil es ja nur auf Dateiebene arbeitet aber eben nichts repliziert. Wenn ich DFS-N nutzte bekommt dann user X eine Meldung "Datei zwischenzeitlich geändert von User Y"? Müsste doch so sein oder DFS-N ist ja eigendlich nichts als eine LInkübersicht oder?

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Moin,

 

DFS-N ist ein virtueller Namensraum. DFS-R ist eine dateiweise Replikation.

 

Geeignet ist DFS-R für Dateien, die nicht gemeinsam bearbeitet werden bzw. bei denen man ausschließen kann, dass mehrere Replikate gleichzeitig bearbeitet werden. Das ist schon eine gravierende Einschränkung, aber Szenarien gibt es durchaus - nur eben nicht so viele, wie manche Admins annehmen. Manche setzen es auch zur Konsolidierung von Standortdaten fürs Backup ein, d.h. nur eines der Replikate ist beschreibbar.

 

Was DFS-R eben nicht hat, ist ein Distributed Locking. Sowas gibt es auch, aber prinzipbedingt ist das nicht ohne. Und meines Wissens gibt es sowas nur mit Enterprise-Tools zu Enterprise-Preisen.

 

Gruß, Nils

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DFS-Namespace: Toll! Will man haben

DFS-Replication: Will man meist nicht haben, außer man weiß genau was man tut.

 

Wir haben DFS-R mal als Hochverfügbarkeitslösung versucht... war jetzt eher nicht so erfolgreich.

bearbeitet von Doso

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Moin,

 

DFS-N ist ein virtueller Namensraum. DFS-R ist eine dateiweise Replikation.

 

Geeignet ist DFS-R für Dateien, die nicht gemeinsam bearbeitet werden bzw. bei denen man ausschließen kann, dass mehrere Replikate gleichzeitig bearbeitet werden. Das ist schon eine gravierende Einschränkung, aber Szenarien gibt es durchaus - nur eben nicht so viele, wie manche Admins annehmen. Manche setzen es auch zur Konsolidierung von Standortdaten fürs Backup ein, d.h. nur eines der Replikate ist beschreibbar.

 

Was DFS-R eben nicht hat, ist ein Distributed Locking. Sowas gibt es auch, aber prinzipbedingt ist das nicht ohne. Und meines Wissens gibt es sowas nur mit Enterprise-Tools zu Enterprise-Preisen.

 

Gruß, Nils

Taugt es dann wenigstens um Server zu migrieren (Berechtigungen) oder sollte ich das besser mit Robocopy oder den MIgrationstools machen?

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Moin,

 

für sowas würde ich DFS-R nicht einspannen, weil es dafür gar nicht gedacht ist. Gerade so eine Migration lässt sich erfahrungsgemäß mit robocopy hervorragend machen. Da kann man im Hintergrund die Daten bandbreitenschonend vorsynchronisieren, bis man irgendwann umstellt.

 

Gruß, Nils

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Hallo zusammen,

 

sorry, aber noch mal zu den Dateien die sich eignen...

Programme die nur ausgeführt werden sind dort richtig angesiedelt, Dateien (UserHomes, Profile, Word, Excel, etc.) die gleichzeitig bearbeitet werden könnten sind ungeeignet, richtig?

 

Da bleiben nicht mehr viele Anwendungsgebiete übrig😔.

 

Die gehören dann auf einen Fileserver der evtl. in den DFS-N eingebunden werden kann, oder?

 

Danke.

 

Grüße

bearbeitet von RolfW

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Moin,

 

DFS-R repliziert Daten ohne Rücksicht auf die Nutzung nach dem simplen Prinzip "Last Writer Wins". Damit eignet es sich nicht für Dateien, auf die an mehreren Speicherorten schreibend zugegriffen wird, denn die jeweils letzte gespeicherte Fassung überschreibt alle anderen.

 

Manche Kunden setzen DFS-R als Vorbereitung zur Datensicherung ein. In solchen Szenarien gibt es immer nur einen Speicherort, auf den Anwender zugreifen. Die Replikate dienen dazu, die Daten an anderer Stelle zu sammeln, um sie dort zu sichern.

 

DFS-R hat durchaus seine Berechtigung, aber eben für weit weniger Szenarien, als oft vermutet wird. DFS-N ist davon völlig unabhängig, es bietet "nur" einen virtuellen Ordnerbaum, dessen tatsächliche Speicherorte auf verschiedenen Systemen liegen können. Man kann DFS-N zwar mit DFS-R kombinieren, aber eigentlich sind sie unabhängig voneinander.

 

Gruß, Nils

PS. ja, das ist ziemlich dasselbe, wie ich oben schon schrob.

bearbeitet von NilsK

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Es gibt schon noch Anwendungsgebiete, aber die sind nicht mehr so zahlreich, wie man am Anfang vielleicht gemeint hat.

 

Beispiel aus der Praxis: eine Firma, mehrere Standorte. Einige Mitarbeiter arbeiten an verschiedenen Standorten (aber immer nur an einem gleichzeitig). Profile replizieren und der Mitarbeiter kann sich schneller anmelden.

 

Oder Luftbilder: riesige Bilddateien, die man nur einmal jährlich bekommt und die dann read-only sind und auf Plänen als Hintergrundbild eingebunden werden. So können alle Standorte mit den Dateien arbeiten, ohne sie über WAN übertragen zu müssen und ohne händische Kopieraktionen.

 

Für diese Fälle war DFS-R in Zeiten teurer Bandbreite ein grosser Vorteil. Mittlerweile läuft aber alles zentral und die Leitung wurde auf Gbit-Glasfaser umgestellt.

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Vielen Dank für ausführliche Doppelantwort.

Wir wollen auf DFS-N&R umstellen, weil wir mehrere Standorte haben und einige Shares auch an mehreren Standorten erreichbar sein sollten.

Wenn ich aber jetzt an Projekte oder Abteilungen denke, die sich ein Share teilen, wäre das nach der Erkenntnis ein großer Fehler.

 

Danke!

 

Grüße

 

P.S. Profile sind nicht supported, oder?

In unserem Fall wird die Replikation über das WAN (MPLS) gemacht... haben aber bisher nur bestimmte Ordner ausgewählt die repliziert werden.

bearbeitet von RolfW

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DFS Namespaces sind toll. DFS Replikation ist leider für viele Anwendungen Mist. Sobald mehrere Leute auf irgendwas parallel schreiben könnten wird es schief gehen. Wir sind hier auch mal ordentlich auf die Nase gefallen. Vor allem Office Dokumente funktionieren quasi gar nicht mit DFS-R, Datenverlust quasi garantiert.

 

Wir nutzen DFS-Namespaces immer noch da ein einheitlicher Namensraum einigen Sachen sehr viel einfacher macht. Wir haben dann halt die Fileserver hoch verfügbar gemacht.

bearbeitet von Doso

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