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Gehälter in der IT-Branche - was sagt ihr dazu?


MiLLHouSe
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Hi,

 

hab gerade das hier bei heise.de gelesen:

 

http://www.heise.de/newsticker/meldung/53775

 

Weiß nicht so recht, was ich davon halten soll, aber ich kenne keinen Netzwerk-Admin von meinen Bekannten, der als Einsteiger 44.000 € bekommt! Ich erhalte für meine Tätigkeiten ebenfalls bei weitem nicht so viel...

 

Bin mal auf eure Meinungen gespannt...

 

MiLLHouSe

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moin moin,

 

dann wurde entweder mein unternehmen nicht befragt (PwC)

ich arbeite nicht in der it

oder ich mache etwas falsch beim gehaltszettellesen.

 

...

40 std woche

gehaltserhöhungen die letzten 2 jahre 0 euro = 0%

erweiterung der servicezeiten 08:00 bis 20:00 also serverwartung ab 20:00

abbau von 30 it stellen entspricht 12 %

abbau vom bonus ca. ein drittel

abbau einiges sozialleistungen

eine geiz ist geil und wir können nur billig mentalität im unternehmen

 

gruss

d.k.

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Hallo,

 

also nach meiner persönlichen Ansicht ist das kein repräsentativer Schnitt für die IT in Deutschland.

 

laut heise:

"...beteiligten sich insgesamt 132 Unternehmen, die 2264 Positionen in der DV-Branche meldeten."

 

Das im Schnitt über 17 Stellen pro Unternehmen gemeldet wurden, lässt schon darauf schliessen, dass es sich wohl mehrheitlich um grössere Firmen und nicht so sehr um den Mittelstand gehandelt hat.

Die Gehaltszahlen würde ich für den Raum München schon halbwegs glauben für den Norden/Osten ist das z.T. sicher schon jenseits der Wunschvorstellungen.

 

Ich glaube, dass 132 Unternehmen für einen repräsentativen Schnitt in D auch zu wenig sind.

 

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Mal eine generelle Frage zum Tätigkeitsbereich:

 

Ich habe gerade woanders gelesen, dass solche Tätigkeiten, die in einer Firma alles umfassen, was mit der IT zu tun hat, wohl nicht so angesehen sind, wie die eines Fachmannes auf einem Gebiet. Es wurde von "Mädchen für alles" geschrieben und irgendwie diese Leute als halbwissend hingestellt.

 

Jetzt betrifft mich das ebenfalls und würde gerne wissen, ob es wirklich so ist?! Ich kenne viele Leute, die in kleinen bis mittelgroßen Firmen arbeiten, bei denen das nicht anders ist. Sicherlich mag es sein, dass man nicht von allem Ahnung hat und es immer Leute gibt, die in einem speziellen Fachgebiet besser sind. Ich denke aber, dass solche Firmen nicht das Geld haben, sich für jedes Fachgebiet einen eigenen IT'ler zu beschäftigen.

 

Ich finde es halt nicht fair, dass Systemadministratoren von solchen Firmen hier derart mit Füßen getreten werden und offenbar bei einigen (vielen?) als schlechter IT'ler dastehen.

 

Wie seht ihr das? Ist das bei euch auch so?

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moin moin MiLLHouSe,

 

wenn mir ein it mensch erzählt er kann: ad, exchange, cisco, iis, sql, notes, oracle, unix, c, c+, etc. dann frage ich mich was ich hier können?

 

ein unternehmen mit 150 leutchen kann sich nun * keine soundsoviel administratoren leisten und riskiert damit meiner meinung nach lücken und ausfälle, weil der admin eben nicht alles kann. dann geht die db eben nicht und das fummeln und friemeln geht los.

 

damit will ich solche admins auf keinen fall abwerten. man kann das als einen schritt im berufsleben sehen, du arbeitest die ersten jahre in einer solchen struktur und spezialisierst dich dann.

(so ist es mir ergangen)

 

gruss

d.k.

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Hi MiLLHouSe,

 

als "Mädchen für alles" musst Du auf jeden Fall einen generellen Überblick über das Ganze haben. Du musst wissen wie ERP, Netzwerk, Clients usw. zusammenspielen. Und Du musst wissen, wen Du Dir holst, wenn es irgendwo zu speziell wird. Jeder Admin solcher Umgebungen wird dann mit der Zeit Spezialist für seine eigene Umgebung. Ich bin auch so ein "Allrounder" mache aber nicht die Erfahrung, als schlechter IT'ler dagestellt zu werden, sondern ernte oft Anerkennung dafür, so viele Dinge unter einen Hut zu kriegen.

 

Es ist wahrscheinlich auch das Ergebniss was zählt. Ab einer kritischen Masse musst Du für die Erhaltung und Weiterentwicklung Deiner IT einfach Geld in die Hand nehmen. Du kannst es in Personal stecken und ein heterogenes und veraltetes System mit mehreren Leuten am Laufen halten (was ich hier nicht universell als schlechtere Option darstellen möchte) oder Du investiert in ein einfach zu wartendes homogenes Netzwerk und leistest Dir die entsprechenden Tools, die die Arbeit erleichtern.

 

Als Gesamtverantwortlicher für die IT ist das technische Wissen zwar immer noch unverzichtbar, jedoch ist die Fähigkeit sich und seine Konzepte zu präsentieren und sein Budget ggf. auch zu erstreiten eine ebenso wichtige Fähigkeit um das Ziel einer gut funktionierenden IT Landschaft zu erreichen.

 

Ich denke ein guter IT Verantwortlicher ist der jenige, der sein System wirtschaftlich und störungsfrei am Laufen hält.

 

Ich habe viele Admins getroffen, die vom technischen know how her fit waren, es jedoch nicht verstanden Ihre Entwicklungspläne manchmal sogar die dringensten Notwendigkeiten der Geschäftsleitung klar zu machen. Man gibt kein Geld für etwas aus, deren Sinn und Zweck man nicht versteht. Erst recht nicht wenn allgemeines Sparen angesagt ist.

 

Es gibt aber sicher auch diejenigen, die das entsprechende Verhandlungsgeschick mitbringen, aber trotzdem auf Granit beißen. Sei es, das die Geschäftsleitung selbst wenn sie es wollte aufgrund mangelndem Spielraums gar nichts bewilligen kann oder einfach ein alter Querkopf und Besserwisser oben sitzt (...damals als ich meine erste Million gemacht habe, da haben wir die Zahlen mit dem Rechenschieber konsolidiert und sie wollen mir was von Notwendigkeit eines Data Warehouse erzählen ... :D ).

 

Als betroffener Admin steht man ohne die entsprechenden Mittel oder personellen Ressourcen dann weitestgehend machtlos da und führt einen Stück weit einen täglichen Kampf gegen Windmühlen. :(

 

Und das sind die, die in dem ganzen Spiel als Verlierer rausgehen!

 

 

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Tach zusamm,

 

wenn mir ein it mensch erzählt er kann: ad, exchange, cisco, iis, sql, notes, oracle, unix, c, c+, etc. dann frage ich mich was ich hier können?

Ihr sprecht von mir ?? ;)

 

Mal im ernst. Wir haben doch alle das gleiche Problem.

 

Die Frage: Was machst Du ?

Die Antwort: Bin in der IT beschäftigt.

Antwort des Fragenden: Ah, so was mit Computer nicht ? Reparieren und so ??

 

Hallo !! Das Leben eines Admins besteht nicht nur aus Computer zusammenschrauben und des Users Outlook- und Wordprobleme lösen. Klar bauen wir Server auf, aber es gibt Aspekte in unserer Tätigkeit die man so oder so keinem anderen erzählen braucht, da dieser Jemand gar nicht versteht welche Arbeit dahinter steckt. Oder habt Ihr schon mal Anerkennung geerntet wenn Ihr erzählt: Ich migriere gerade 4000 Postfächer auf eine neue Exchangeversion, oder wir führen AD in Deutschland ein, betrifft ca. 60 Niederlassungen.

 

:suspect: und :confused: das ist die Reaktion.

 

Es ist immer das Gleiche. Ein Admin ist erst einmal ein besserer Hotliner (Respekt für die Leute die das jeden Tag machen - Nur das wir uns richtig verstehen)

 

Funktioniert alles in der IT, ist alles super. Man wird aber kaum mitbekommen, dass das gewürdigt wird.

 

Läuft etwas nicht, dann rennen alle gleich Sturm und vergessen total, dass es die letzten 2 Jahre keine Probleme gab. Komisch, oder ?!

 

Ich heile meine Leute immer auf eine einfache Art und Weise. Wir sind ziemlich dezentral aufgestellt. Die Mitarbeiter draußen bekommen von unserer IT-Arbeit nichts mit. Wenn uns dann mal einer besuchen kommt, führe ich Ihn in den Serverraum. Das solltet Ihr mal sehen :D . Da blinkt mittlerweile soviel und keiner (Bis auf uns) kann das zuordnen. Die sind ersteinmal ruhig gestellt und meckern nicht mehr so schnell.

 

Gruß Data

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Bei der Entlohnung dürft ihr nicht vergessen, dass man die Unternehmensgröße berücksichtigen muss.

Ein Bekannter von mir (Admin bei der DaimlerChryslerAG) hat einen ganz anderen Verdienst als der im Öffentlichen Dienst oder gar der bei einem mittleren Unternehmen. Und selbst wenn man sich an der Unternehmensgröße und Branche orientiert gibt es noch himmelweite Unterschiede.

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Hallo,

 

@sunny81:

 

Unbestritten, aber es ist hier die Rede von Durschnittsgehältern und wenn da 44k der Durschnitt für Einsteiger ist, dann muss es genausoviel Volumen geben, das drüber wie drunter liegt.

 

Ausreisser in beide Richtungen gibt es immer und ich wundere mich auch nicht wenn mir jemand erzählt er hätte das dreifache davon oder mehr. In dem richtigen Unternehmen, in der richtigen Position und in der richtigen Gegend wird auch das bezahlt.

 

try_to_find

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@Try2find

Hast du eigentlich in deinem vorherigem posting sehr gut wiedergegeben - thumbs up.

Einsteiger und =>44K - nö, selten und nur bei mittleren ab 500usern.

nach etlichen Jahren werdens dann mal 60K und mehr.

Allerdings sitzt man dann zwischen den Stühlen {oben wie unten}

Stress, Feinde etc ist an der Tagesordnung.

Wenn dann aus deiner Position noch unpopuläre Maßnahmen nach "unten" hin vertreten werden müßen, du MA's entlassen must, ist die Grenze erreicht [ ich habe gesagt:nein, nicht mit mir]

Quintessenz=gentlemanagreement - nennt man so.

Final, seit > 1 Jahr leb ich ohne morgentliche Bauchschmerzen und kann Filtern.

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44K als Anfänger kamen mir auch seltsam vor.

 

Auch wenn die Gehälter nicht ganz so rosig sind wie in der CT dargestellt, der Stress hoch und die Würdigung gering - wir haben uns den Job ausgesucht und uns gehts damit sehr viel besser als vielen anderen. Wenn ich nur an meine (BWL und Archi studierten) Schwestern denke, hab ichs richtig gut.

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Original geschrieben von dark knight

[bnach etlichen Jahren werdens dann mal 60K und mehr.

Allerdings sitzt man dann zwischen den Stühlen {oben wie unten}

Stress, Feinde etc ist an der Tagesordnung.

Wenn dann aus deiner Position noch unpopuläre Maßnahmen nach "unten" hin vertreten werden müßen, du MA's entlassen must, ist die Grenze erreicht [ ich habe gesagt:nein, nicht mit mir]

Quintessenz=gentlemanagreement - nennt man so.

Final, seit > 1 Jahr leb ich ohne morgentliche Bauchschmerzen und kann Filtern. [/b]

 

...näherer Erklärung bedürftig

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Original geschrieben von try_to_find

Hallo,

 

@sunny81:

 

Unbestritten, aber es ist hier die Rede von Durschnittsgehältern und wenn da 44k der Durschnitt für Einsteiger ist, dann muss es genausoviel Volumen geben, das drüber wie drunter liegt.

 

Ausreisser in beide Richtungen gibt es immer und ich wundere mich auch nicht wenn mir jemand erzählt er hätte das dreifache davon oder mehr. In dem richtigen Unternehmen, in der richtigen Position und in der richtigen Gegend wird auch das bezahlt.

 

try_to_find

 

du weist doch nicht, welche Firmen mit welcher Größe und dementsprechender Entlohnung zur Statistik herangezogen wurden. Wenn man viele DAX-notierte Unternehmen mit einbezog, kann das schon so hinkommen, denn du glaubst net, was da ein Admin bekommt.

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Original geschrieben von Sunny81

du weist doch nicht, welche Firmen mit welcher Größe und dementsprechender Entlohnung zur Statistik herangezogen wurden. Wenn man viele DAX-notierte Unternehmen mit einbezog, kann das schon so hinkommen, denn du glaubst net, was da ein Admin bekommt.

 

Hi Sunny81,

 

mein reden! Ich hab in meinem ersten Post ja auch bemängelt, dass nur 132 Firmen daran teilgenommen haben. Das die Leute in der Lage sind einen Durchschnitt aufgrund der Firmenangaben korrekt zu berechnen, glaube ich schon. Jedoch scheint mir die Auswahl von z.B nur DAX notierten Unternehmen (was bei 132 aber auch gar nicht geht ;) ) bei dem ausgeprägten Mittelstand in Deutschland keine repräsentatives Ergebnis. Insofern ist das Ergebnis meiner Ansicht nach nur sehr beschränkt Aussage fähig!

 

try_to_find

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