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Bandit

2012R2DC - Reicht ein OEM Lizenzaufkleber als Nachweis für den Lizenzbesitz

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

ich bin im Internet auf Ebay über eine sehr günstige w2k12 R2 DC 2 CPU Lizenz gestolpert und hab sie kurzerhand einfach gekauft. Dann habe ich den MS-Lizenz Aufkleber zugesandt bekommen. Ein wenig erstaunt war ich schon.

 

Gerne würde ich diese jetzt in unserem Unternehmen einsetzten, möchte aber natürlich, daß alles im legalen Rahmen bleibt. Deshalb habe ich 3 Fragen bei denen ich hier und im Internet nicht 100%-ig fündig geworden bin.

 

1) Reicht der OEM Lizenzaufkleber alleine als Nachweis für den Lizenzbesitz?

2) Kann ich irgendwie feststellen, ob es sich um eine Fälschung handelt?

3) Kann ich mit zwei 2cpu Lizenzen einen Server mit 4 cpu betreiben?

 

Wäre echt super, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.

 

Schönes Wochenende :))

Bandit

bearbeitet von Bandit

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Ich denke schon, dass der Aufkleber reicht. Auf dem beiliegenden Zettel steht ja, dass man den Aufkleber am System anbringen und aufbewahren soll. Und ausser etwas Karton und der DVD ist ja nichts mehr dabei, also kein Zertifikat oder so.

 

Ob es eine Fälschung ist, wird Dir aber wohl nur Microsoft sagen können. Wenn sich der Key aktivieren lässt, stehen die Chancen aber sehr gut, eine gültige Lizenz erworben zu haben. Die Keys lassen sich nicht von Drittpersonen illegal erzeugen (deshalb ja auch die Aktivierung).

 

Soweit ich weiss kann man zwei 2 CPU-Lizenzen kombinieren für einen 4 CPU Server. Bzw. man muss, denn es gibt keine Lizenzen für 4 CPU.

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3) Kann ich mit zwei 2cpu Lizenzen einen Server mit 4 cpu betreiben?

Nein. Sonst wärs ja wohl merkwürdig, dass die 2CPU Lizenz heißt, oder?

 

2) Kann ich irgendwie feststellen, ob es sich um eine Fälschung handelt?

https://www.microsoft.com/de-de/rechtliche-hinweise/pidservice.aspx

 

1) Reicht der OEM Lizenzaufkleber alleine als Nachweis für den Lizenzbesitz?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

 

Bye

Norbert

Wenn sich der Key aktivieren lässt, stehen die Chancen aber sehr gut, eine gültige Lizenz erworben zu haben. Die Keys lassen sich nicht von Drittpersonen illegal erzeugen (deshalb ja auch die Aktivierung).

Soso

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-Faelschungen-Sechs-Jahre-Haft-fuer-PC-Fritz-Chef-2669737.html

 

Bye

Norbert

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WOW Vielen Dank, das war ja echt fix,

 

so ganz klar, weshalb man mit 2 2CPU Lizenzen keinen 4 CPU Server betreiben kann ist mir das noch nicht. Gibt es 4 CPU Lizenzen - Bei Dell Z.B. habe ich keine gefunden. Mit zwei 2008 Standard Lizenzen durfte ich ja auch 4 Virtuelle Instanzen (je Lizenz 2 Virtuelle Instanzen) auf der selben Hardware fahren.

 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

 

Hmmmm ... wie Wahrscheinlich und was würde denn genügen?

 

Dass es die MS Möglichkeit gibt ist ja schon lobenswert. Ich finde das könnten sie aber auch etwas unbürokratischer als mit Eidesstattlicher Erklärung und alles muss physisch vorliegen machen.

 

Ein Handshake Kauf kommt also für MS bei gebrauchter Ware nicht in Frage - Eine Rechnung muss vorliegen?

Befindet sich die Lizenz auf einem Server muss man den Server einschicken?

 

Alles etwas umständlich - Würde ich an MS Stelle allerdings auch so umständlich wie möglich gestalten. Sie sind ja nicht an Weiterverwendung Ihrer Produkte interessiert sondern Neukauf. Also interessiert mich nicht was MS möchte (vgl. OEM), sondern was MS als Lizenznachweis akzeptieren muss.

 

Bald können wir die Lizenzen sowieso nur noch Mieten.

 

vielleicht erübrigt sich das ja alles - ich habe mal ein Bildchen gemacht:

post-23967-0-58330000-1498838810_thumb.jpg

bearbeitet von Bandit

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Hi,
kurze Erklärung zu der Situation bei "mehr Prozessoren" was auch bei dem 2016er SVR bei " mehr COREs" gilt:
 

Für 2012er > aus den PURs 10-2012,Seite-27:

  1. Sie müssen jede Lizenz einem einzelnen Server zuweisen.
  2. Für zwei Physische Prozessoren auf dem Server ist jeweils eine Lizenz erforderlich.
  3. Bei Standardlizenzen sind Sie berechtigt, eine Ausgeführte Instanz der Serversoftware in der Physischen OSE und
    für jede zugewiesene Lizenz eine Ausgeführte Instanz in bis zu zwei Virtuellen OSEs auf dem Lizenzierten Server auszuführen

    und für 2016er > aus den Produktbestimmungen 06-2017, Seite-10:

    1.Der Kunde darf die Serversoftware auf einem Lizenzierten Server nutzen, sofern er eine ausreichende Anzahl von Serverlizenzen erwirbt (siehe unten).
    2.Benötigt werden so viele Lizenzen, wie Physische Cores auf dem Lizenzierten Server vorhanden sind, mindestens aber 8 Lizenzen pro Physischem Prozessor und mindestens 16 Lizenzen pro Server.
    3.Die Datacenter Edition berechtigt zur Nutzung der Serversoftware in einer beliebigen Anzahl von OSEs auf dem Lizenzierten Server.
    4.Standard Edition:
    •Die Standard Edition berechtigt zur Nutzung der Serversoftware in zwei OSEs auf dem Lizenzierten Server.
    •Die Standard Edition berechtigt zur Nutzung einer Ausgeführten Instanz der Serversoftware in der Physischen OSE auf dem Lizenzierten Server (zusätzlich zu zwei Virtuellen OSEs), sofern die Physische OSE nur zum Hosten und Verwalten der Virtuellen OSEs genutzt wird.
    •Der Kunde ist berechtigt, zusätzliche Standard Edition-Lizenzen an den Lizenzierten Server zuzuweisen, deren Anzahl der in Abschnitt 2 oben genannten entspricht, und die Serversoftware in zwei zusätzlichen OSEs auf dem Lizenzierten Server zu nutzen.

Der letzte Punkt beschreibt es ja dann eindeutig,,,, bei Standard "schichtet" man also ....

 

VG, Franz

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@Franz

 

 

Reicht ein OEM Lizenzaufkleber als Nachweis für den Lizenzbesitz?

 

Für mich erscheint die Frage in der Überschrift unbeantwortet. Ist da eine klare Antwort möglich?

 

Gruß Edgar :)

bearbeitet von lefg

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Hi,

ups, sorry! Da hast Du recht, Edgar.

 

Im Normalfall ist die original OEM-Lieferung damals gewesen > Medium, COA-Aufkleber mit KEY und dann natürlich die Rechnung dazu.
Dementsprechen muss man das bei einer Überprüfung auch so komplett vorweise,.

 

Ab WS 2008R2 hat Microsoft auch geduldet, dass der COA-Aufkleber in einem Lizenz-Ordner aufgehoben wurde und nicht am Gerät aufgeklebt war,

da es auch Räumlichkeiten gab/gibt, die langfristig den Kleber durch Umgebungsbedingungen "an-/auflöste" und somit ev. Verlust drohte.

Aber dieser COA-Key musste eindeutig/schriftlich (Lizenz-Ordner) dem Gerät zugewiesen/somit lizenziert sein.
 

VG, Franz

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Aber dieser COA-Key musste eindeutig/schriftlich (Lizenz-Ordner) dem Gerät zugewiesen/somit lizenziert sein.

 

VG, Franz

 

Danke Franz,

 

ja, die eindeutige Zuweisung/Zuoerdnung einer Lizenz zum konkreten Gerät ist klar.

 

Ich habe die Frage des TO verstanden als: Reicht der COA (allein) als Lizenznachweis aus? Für eine günstig bei Ebay erworbene Lizenz? Ich frage mich, ob da mit dem COA tatsächlich eine Lizenz erworben wurde oder nur der COA?

 

Oder muss zum einwandfreien Nachweis die Erwerbskette im Originalen der Kaufbelege vorhanden sein?

bearbeitet von lefg

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Hi,

sagen wir mal so.
Wenn man z.B. Volumen-Lizenz via "Transfer of License" Formular vom Microosft überträgt/kauft,

Muss man ja nicht auch noch die Rechnung des "Erst-Käufers" als Nachweis haben ....

 

Oder wie meinst Du das?

 

VG, Franz

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Moin Franz

 

uch glaube, mit dem Begriff Formular Transfer of License vom Microosft komme ich der Sache näher.

 

Ich kann da mal googeln.

 

Danke für den Rat.

 

Einen schönen Sonntag wünsche ich dir.

bearbeitet von lefg

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Vielen Dank,

 

so nun bin auch ich meinem Ziel näher gekommen. zu "Formular Transfer of License vom Microosft" habe ich nur Informationen gefunden, die sich auf VL beziehen. Klar, denn diese müssen ja im VL Portal übertragen werden.

 

Zu OEM schreibt MS immer noch: OEM licences cannot be transferred, unless the PC and the licences are transferred together. (The Principles of Transferring Licences, ) Was ja in D (Deutschland) und A (Austria) per Gerichturteil gekippt wurde (siehe Heise, Wiki, bzw. Gerichtsurteil vom 6. Juli 2000 ) - die CH (Schweiz) lehnt sich an diesen Urteilen an. So darf die Software auch alleine - nicht gebunden an irgendeine Hardware - veräußert werden.

 

Auch bei Dell finde ich die Lizenz als: Windows Server 2012R2 DataCTR w/reassign,Factory Inst,No Med,2Skt,UnLTD VMs. Sprich Hier ist kein Installationsmedium enthalten.

 

4 CPU:

Bei MS finde ich zur 2012 Datacenter Lizensierung:

"Ausschlaggebend ist die Anzahl der physischen Prozessoren im Server. Jede Lizenz deckt bis zu zwei physische
Prozessoren ab. Hat ein Server mehr als zwei physische Prozessoren, muss dem Server die entsprechende Anzahl
von Lizenzen zugewiesen werden."

 

@ Norbert: Man kann also klar einem Rechner zwei 2012 R2 DC (2CPU) Lizenzen zuweisen und so einen 4 CPU Server betreiben !!!

"Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht" - warum schreibst du sowas? arbeitest du bei MS?

 

Also alles Gut. Um auf meine Ursprüngliche Frage zurückzukommen: In meinen Augen Ja ein OEM Lizenz Aufkleber - sofern er echt ist ;) - reicht als Nachweis für den Lizenzbesitz aus.

 

Ich kann die Lizenz also in D und A einsetzten und brauche eine MS Lizenz Prüfung nicht zu fürchten   :jau:  

 

VG Bandit

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@ Norbert: Man kann also klar einem Rechner zwei 2012 R2 DC (2CPU) Lizenzen zuweisen und so einen 4 CPU Server betreiben !!![

Ja klar, wenn man dem Server zwei 2CPU Lizenz zuweist. Hab ich nie anders behauptet. Mit nur einer 2CPU Lizenz darfst du keinen 4 CPU Server betreiben.

 

"Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht" - warum schreibst du sowas? arbeitest du bei MS?

Nein, aber ich kaufe auch keine nicht identifizierbare Software und freue mich, dass ich besonders billig drangekommen bin. Nenn es also Erfahrungswert meinerseits.

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Und um es mal deutlich zu sagen, das genannte Urteil aus 2000 sagt mitnichten aus, dass man in Deutschland OEM Versionen von der Hardware trennen darf. Da wurde lediglich festgstellt, dass Microsoft den Verkauf und Vertrieb von OEM Versionen auch ohne Hardware erlauben muss und das hat Microsoft mit den SB Versionen auch erfüllt. Daraus abzuleiten, dass man eine Dell, HP oder was weiss ich OEM Lizenz von der Hardware trennen darf, ergibt sich auch in Deutschland pauschal so nicht zwingend. Da muss man schon genauer hinschauen.

 

Will heissen, Du kannst in Deutschland eine OEM Version ohne Hardware kaufen und musst diese einer Hardware zuweisen, danach ist die Lizenz an diese Hardware gebunden, das ist in Deutschland auch so, genauso wie das bei DELL, HP oder anderen großen Marken der Fall ist. Entscheidend ist dann aber der Erschöpfungsgrundsatz, der es dann dem Käufer erlaubt die Lizenz weiter zu verkaufen und dann eben auch einzeln, sie muss nur vollständig sein. Die Vollständigkeit ist dann aber der Knackpunkt, fehlt ein Teil, beispielsweise ein Handbuch oder der Datenträger oder was auch immer zu der Lizenz gehört hat, ist die Lizenz illegal. Wenn Dir dann der ehemalige Käufer und jetzige Verkäufer schon nicht sagen kann was alles zu dieser einen Lizenz gehört hat, wäre ich persönlich schon skeptisch. Ein Datenträger und sei es als Recovery Image oder als WIM auf der Fesplatte ist in der Regel immer Teil der OEM Lizenz.

 

Grüsse

 

Gulp

bearbeitet von Gulp

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