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Virtualisierung mit MS Windows Server 2016 Standard


graf
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Hallo zusammen,

 

ich schaue gerade nach der Lizenzierung für einen kleinen Virtualisierungshost unter Windows Server 2016.

 

In den Lizenzbestimmungen zu 2016 steht 

 

 

Serverlizenzen (pro Core)

[...]

4.       Standard Edition:

·          Die Standard Edition berechtigt zur Nutzung der Serversoftware in zwei OSEs auf dem Lizenzierten Server

Nach meinem Verständnis bedeutet das, dass man einem Server nicht mehr zusätzliche Standardlizenzen zuweisen kann, um auf diesem mehr als zwei VMs zu betreiben.

 

Würde bedeuten, bei mehr als 2 VMs pro Host ist immer eine Datacenterlizenz nötig.

 

Sollte ich mich irren, wäre ich euch dankbar, wenn mich jemand auf den entsprechenden Passus der LicenseTerms leiten könnte, in dem beschrieben steht, dass man weiterhin mehrere Standardlizenzen zuweisen kann.

 

Danke schonmal.

 

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Moin,

 

die License Terms habe ich nicht da, aber im Licensing Datasheet heißt es:

 

 

Standard Edition provides rights for up to two OSEs or Hyper-V containers
when all physical cores in the server are licensed. For every two additional
VMs, all the cores in the server have to be licensed again.

 

Die umständliche Formulierung ist dem Umstieg auf Core-Lizenzierung geschuldet. Für den Kern deiner Frage bedeutet das, dass du wie unter 2012/R2 auch mit 2016 demselben Host mehrere Standard-Lizenzen zuweisen kannst, wenn du mehrere "Zweierpakete" von VMs lizenzieren willst.

 

http://download.microsoft.com/download/7/2/9/7290EA05-DC56-4BED-9400-138C5701F174/WS2016LicensingDatasheet.pdf

 

Gruß, Nils

PS. Die Aussage spiegelt ein Laienverständnis und ist keine juristische Auskunft. Für juristisch verlässliche Aussagen musst du den Lizenzgeber ansprechen.

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vielen Dank für die Antworten. Habe mittlerweile den Passus gefunden. Scheine ich in der deutschen Version der LicenseTerms überlesen zu haben.

 

 

 

Customer may assign additional Standard edition Licenses to the Licensed Server equal to the number specified in 2 above and use the server software in two additional OSEs on the Licensed Server.
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In diesem Blogbeitrag ist das auch nochmal übersichtlich erklärt und es wird auch auf die Besonderheiten beim Einsatz von Infrastrukturservices eingegangen:

http://www.loginventory.de/lizenzmanagement-windows-server/

 

Wenn alle Cores im Server lizenziert sind, dürfen 2 VMs betrieben werden. Wenn alle Cores doppelt mit Lizenzen versorgt sind, dürfen 2 zusätzlich VMs betrieben werden

Ich hoffe, dass hilft dir weiter!

 

VG, Hans

Edited by Hans888
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Hi,

 

mal ne Hilfestellung :
Microsft schreibt in den Produktbestimmungen...
pro physische CPU 8x COREs bitte lizenzieren, aber dennoch pro phys. "Blech" mindestens 16x COREs.

Wenn es dann mehr sind ... mehr lizenzieren ....

Sagen wir mal, dass es genau 16x COREs sind, dann erlaubt Microsoft 2x VMs auf dem Blech.

Für die 3. und 4. VM muss man dann wiederum die 16x COREs lizenzieren!

 

Hat man z.B. 20x COREs für die Grund-Lizenzierung ausgerechnet, dann benötigt wiederum 20x COREs für die 3. und 4. VM.

das geht so weiter ...

 

Zu beachten: 1x SKU (Bestell-Nr.) liefert immer 2x COREs aus, ist also wie ein Schuhkarton, da sind ja auch 2x Schuhe drin ( normalerweise ) :)

 

Diese Regeln gelten sowohl für die STD- als auch DC-Edition.

 

VG, Franz

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  • 2 weeks later...

Hi,

hat jemand schon den "NANO-SERVER" ausprobiert?

 

Lizenzrechtlicher Hintergrund:

Der NANO-SVR ist  "ausschließlich!" ein SA-Benefitz. Dieses Nutzungsrecht ist nur bei aktiver SA erlaubt.

 

Lizenzrechtlicher Problemfall:
Kauft man via Volumen-Vertrag nur die nackte Lizenz, ist ein nachträglicher Kauf nicht mehr möglich, da nicht erlaubt,

außer man storniert diese Bestellung und kauft dann erneut die Lizenz aber nun inkl. SA.

Aber Vorsicht, seit dem 1.10. ist Microsoft bei Stornos absolut restriktiv geworden und
lehnt Gutschriften speziell bei WIN-SVR-2016 ab und der Partner/Kunde bleibt auf den Ausgaben sitzen und

zahlt somit sehr viel Geld ...weil der WIN-SVR also doppelt bezahlt wurde.

 

Lösung:
Man kauft clevererweise WIN-SVR-2016 via OEM, SystemBuilder oder ROK.

Laut Produktbestimmungen hat man dann das Recht innerhalb von 90 Tagen ab Kaufdatum der o.g. SVR-Lizenzen
"SA-only" aus den Volumen-Verträgen hinzu zukaufen! Somit unterliegt man durch die SA dem Volumenrecht
und darf damit "neuzuweisen" und bis runter zur 1. Version downgraden.

Somit kann man die Situation von "unentschlossenen Nerds" wegen der NANO-SERVER-Nutzung (ja/nein/vielleicht) parieren ...

 

Sonderfall:
Seit dem 8.11.2016 haben wir eine "offizielle E-Mail" seitens MS-USA, dass diese 90-Tage-SA-Regel" auch
für alle 2012er WIN-SVR gilt die via OEM, SystemBuilder oder ROK Kanal gekauft wurden/werden.
Laut dieser E-mail wird es den 2012er wohl bis Ende 2017 noch zu kaufen geben.

Aber Achtung:
Der 2012 wird zwar immer noch "pro Prozessor" lizenziert, aber die dann hinzugekaufte "SA-only" muss

nach der 2016er CORE-Lizenzierung berechnet und gekauft werden !

 

Kosten:

Die "NANO-Funktionen" des 2016er sind, wie gesagt, ausschließlich via aktiver SA erlaubt.
Wie Microsoft diese überwachen wird und will ist z.Zt. nicht bekannt, aber spätestens beim Audit kommt dies raus ...
(also muss hier eine akriebische schriftliche Dokumentation existieren > kontinuierliche Lizenzverwaltung) !

Somit hat man hier dauerhafte Folgekosten durch die SA ...

 

Dazu wünsche ich jedem Partner/Kunden, dass er "wissende Berater" hat oder sich sucht :)
 

weiterer Hinweis:
Bei den meisten OEM, SystemBuilder oder ROK gibt es 2 Varianten bei den "Add-Lizencens" ...
die "mit Neuzuweisungsrechten" sind teurer, aber dieses "Verbot" gilt in Deutschland nicht,

dazu gibt es "deutsche Gerichtsurteile" laut Microsoft !
Also, wenn, dann "ohne Neuzuweisungsrechten" kaufen.

 

Falls es "Veränderungen" dazu gibt, bemühe ich mich, dies hier zu aktualisieren :)

 

VG, Franz

Edited by lizenzdoc
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Moin,

 

vielen Dank, Franz, für die Hinweise!

 

Der Nano-Server ist aus verschiedenen Gründen nur für sehr spezielle Szenarien geeignet. Zwar positioniert ihn Microsoft auch für diverse "herkömmliche" Einsatzzwecke (z.B. könnte man ihn auch als Hyper-V-Host einsetzen), aber faktisch dürfte er nur als Basis-OS für Container in Frage kommen (also die neue Technik für Web-Applikationen, Stichwort "Docker"). Zu den (absichtlichen) technischen Beschränkungen (es ist eben ein Minimal-OS) und den Lizenzthemen kommt ja auch noch, dass der Nano-Server dem CBB-Aktualisierungsmodell unterliegt: Man muss ihn alle paar Monate upgraden, wenn ein neuer Build herauskommt. Damit eignet sich Nano nur für kurzlebige Systeme - eben hauptsächlich Container.

 

Gruß, Nils

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