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egnurg

verwirrende Systemvoraussetzungen

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Hallo Leute,

 

was haltet Ihr von diesen Vorgaben (Branchensoftware):

 

 

Windows Server 2008 Standard 32bit: 2GB RAM

dachte die 32bit wäre nur zum Testen, nicht für Produktiv

 

Windows Server 2008 R2 Foundation oder Standard 64bit: 2GB RAM

 

 

Die RAM-Werte stehen unter "Empfohlen", es liegt ein Angebot mit Server2008 und "mächtigen" 4GB RAM vor.

 

Festplatte: 50GB empfohlen, angeboten 3x300GB 15.000U/min(ohne weitere Angaben).

 

Das ganze 2x, 1x als Fileserver, 1x als Terminalserver (2-3 User)

 

Virtualisierung wird nicht unterstüzt, bei Einsatz von Terminalserver (für Heimarbeitsplätze) werden 2 physikalische Server gefordert.

 

Für Mail wird als Beispiel web.de aufgeführt, eMailkonten lokal mit Tobit oder Outlook, kein Hinweis auf was richtiges (eigene Domain, Exchange)

 

Für die Arbeitsplätze:

Win7 nur 32bit, dabei werden die meisten "Business-Kisten" z.B. von HP, IBM oder Fujitsu mittlerweile mit 64bit ausgeliefert.

 

Virenscanner: nur Eset Nod 32 oder F-Secure freigegeben.

 

Bei Terminalserver steht: Pro User wird mit 10MB zusätzlichem Arbeitsspeicherbedarf gerechnet!?! Bisserl knapp mit 2GB+3x10MB, da soll MS Office 2010 + die Branchensoftware darauf laufen)!?!

 

Vorgaben:

Deaktivieren: Qos, Automatische Updates, Sicherheitscenter, Firewall, Zeitserver.

Für die Netzwerkkarte spezielle Vorgaben: Interrupt Drosselung deaktivieren, Large Send Offload deaktivieren, Empfangspuffer=512, Übertragungspuffer = 1024

 

Soweit ich sehe ist das eigentlich keine "Besondere" Software, wozu brauche ich da solche Einstellungen? Da geht es um Office und ein paar zusätzliche Makros, das sollte auf jeder aktuellen Hardware laufen

 

Und dann noch:

lokale Administratorrechte am Client und Server!?!

Deaktivierte Benutzerkontensteuerung

 

Datensicherung: grundsätzlich empfohlen nur mit Bandlaufwerken.

 

Installationsprogramm muss im kompatibilitätsmodus (Windows XP) als Administrator ausgeführt werden.

 

Sidebar, Aero, Benutzerkontensteuerung und Dateiausführungsverhinderung müssen ausgeschalten sein.

Verzeichnisse der Software von Virenscan ausnehmen.

 

Internetexplorer 6 oder höher (letzteres kann ich ja noch akzeptieren, ersteres ist NoGo)

 

Windows Firewall ist nicht freigegeben und muss deaktiviert sein.

 

Dafür wird für das Netzwerk eine spezielle gemanagte Hardware-Firewall des

Softwareherstellers vorausgesetzt. (2500 Euronen + monatlichem Salär für Updates). Dazu liest man: es wird zusätzliche Hardware benötigt, die nur über den Softwarehersteller zu beziehen ist und gewartet wird. D.h. ausschliesslich diese Firewall darf verwendet werden.

 

 

Das ganze gibts natürlich im Komplettpaket, dem Preis nach hartvergoldet.

 

 

Äh ja der Haken dabei: andere Hardware/Software wird nicht unterstützt bzw. benötigt eine Genehmigung. Würde man also was eigenes hinstellen hat man im Falle eines Problems verloren.

 

Irgendwie bekomme ich bei sowas Magenschmerzen.

 

Meinungen?

Edited by egnurg

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Was willst du jetzt genau hören?

Das sich das geschilderte Konstrukt Punkt für Punkt irgendwo zwischen "traurig" und "echt gefährlich" bewegt, hast du ja schon erkannt, sonst würdest du hier nicht fragen.

 

Neugierdehalber: Was genau ist das für ein schmuckes Stück Branchensoftware, das diese absurden Vorraussetzungen hat?

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Hallo,

ich möchte die Branche nicht unbedingt hier nennen, denn die schicken mir sonst vielleicht sofort ihre "Rechtsanwälte" ;)

 

Natürlich muss ich das erst alles noch genauer analysieren, aber wenn die Vorgaben so sind und andere nicht unterstützt werden, dann sehe ich da einige Probleme.

 

Die Punkte habe ich von der Webseite des Softwareherstellers und da sehe ich diverse Widersprüche mit dem was ich gelernt habe.

Aber vielleicht ist das auch einfach nicht aktuell, werde nächste Woche mal nachfragen.

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Warum sollte eine simple "Branchensoftware", die nicht mit aktuellen Windows-Versionen zurecht kommt gleichzeitig den Einsatz einer Hardwarefirewall fordern ? So unlogischen Konstrukt habe ich nicht nie gehört oder gesehen.

 

Mal so eine Frage ohne das Produkt zu nennen: Was soll die Software denn machen ?

 

PS: 2 GB unter 32-Bit Windows bietet mehr verfügbaren RAM als eine 64-Bit Version mit 2 GB. Das solltest Du bedenken. Also je nach Einsatzzweck mehr RAM in die Kisten stecken. 4GB ist nicht mehr viel...

 

-Zahni

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Hallo Zani,

Aussage des Kunden: PCs sind bessere Schreibmaschinen.

 

ich werde die Software nächste Woche mal genau anschauen.

 

Ich sollte mir einfach vorab schon mal Gedanken machen und bin beim Lesen der Voraussetzungen etwas ins Grübeln gekommen.

Irgendwie ist das nicht mit meiner Vorstellung von aktueller IT kompatibel.

 

Rein von den Angaben des Kunden hätte ich da einen kleinen Primergy-Server mit z.B. 24GB RAM, kleines RAID und SBS hingestellt.

Da hätte er Exchange für seine Mails, einen Fileserver und alles wäre gut.

Aber das passt nicht zu den Vorgaben.

 

So als Anfang hätte ich für die Arbeitsplätze z.B. Fujitsu Esprimo mit i5, 4GB RAM, Win7/64bit eingeplant oder was vergleichbares von HP.

Oder gleich 8GB, Speicher kostet ja nicht die Welt.

64bit mit 2GB RAM würde ich sicher nicht machen.

 

Auf dem vorhandenen Angebot steht Windows XP - das wird von MS nicht mehr verkauft, meiner Meinung nach gehört das nicht auf neu ausgelieferte

Maschinen, altes Zeug...

 

Dafür werden die Arbeitsplatz-PCs mit Platten mit 7200U/min angepriesen, sowas braucht man in einer Office-Umgebung sicher nicht, ist nur laut und heizt. Ausser dieser "Spezialsoftware" läuft da nur noch Office 2010.

 

Für die Sicherung wird ein Bandlaufwerk mit Arcserve angeboten, da steht gleich dabei daß das kleiner ist als die Festplatte und daß daher evtl. mehrere Bänder pro Sicherung benötigt werden. Seltsam...

 

 

Es geht hier um eine kleine Installation, kein Rechenzentrum.

 

Fürs Internet würde da meiner Meinung nach auch eine Fritz!-Box vollkommen ausreichen.

 

Zumal in der Anleitung zur Firewall steht daß es da privilegierte User gibt die ohne Beschränkung surfen können - toll, da wird eine KiloEuro-Teure Firewall installiert und der Chef surft privilegiert gleich ganz ohne Schutz (die Windows-Firewall muss ja deaktiviert werden und die User arbeiten mit Admin-Rechten)

 

Ich verstehs einfach nicht ganz....

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Es ist einfach, mit einer Google-Suche nach dem Satz "Pro User wird mit 10MB zusätzlichem Arbeitsspeicherbedarf gerechnet" herauszufinden, um welche Software es sich handelt. Da die Systemvorausetzungen öffentlich publiziert sind, spricht nichts dagegen, sie in freier Rede zu disutieren.

 

Ich darf nicht davon abraten, sie zu verwenden, weil ich weder die Qualität der Software kenne und beurteilen kann noch weiss, zu welchem Zweck sie in diesem Fall verwendet werden soll. Für meine eigenen Kunden kann ich sie auf Basis der Anforderungen und Bedingungen hingegen nicht empfehlen. Man könnte sie je nach Stuimmungslage sogar als anmassend empfinden, indem die Sicherheitsarchitektur des Netzwerks diktiert wird - zu verwendende Firewall, zu verwendende AV-Software, IP-Konfiguration der Clients (wahrscheinlich zur Lizenzkontrolle), Verzicht auf Sicherheitsaktualisierungen, Verzicht auf VoiP (QoS ausschalten), lokale Administratorenrechte, Ausschalten der UAC etc. etc. Das ist schlicht nicht hinnehmbar, und in meinem Fall würde ich für meine Kunden nach einer anderen Lösung suchen.

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Hallo,

 

also ich habe mir auch mal die Empfehlung der Firma angesehen.

 

Vorraussetzungen:

 

 Deaktivierter Dienst „Automatische Updates“

 Deaktivierter Dienst „Sicherheitscenter“

 Deaktivierter Dienst „Firewall“

 

Empfehlung:

Bei Windows 2003 und Windows 2008 kann durch eine Änderung der Rechtestruktur von Microsoft der Terminalserver gleichzeitig auch der PDC sein. Es ist weiterhin davon abzuraten, den Fileserver mit auf den Terminalserver zu installieren.

 

** Kopfschüttel und Unverständnis **

 

Ich würde von dieser Anwendung absehen und mir geeignete Software suchen bei welcher Schutzmechanismen nicht abgeschaltet werden müssen.

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Ich denke mal eher, dieser Anbieter will den Kunden mit seltsamen Dienstleistungen an sich binden (Firewall). Wobei er von Windows eher keine Ahnung hat. Eventuell benutzt er die Fireall auch als eine Art Dongle.

 

Ich hatte vor Jahren mal mit einer Netzwerksoftware zu tun, die mit der Netzwerkkarte "verdongelt" war. Als bei dem Kunden der Blitz einschlug, mussten bei dieser Fa. neue Karten bestellt werden...

 

PS: Der Kunde hatte den Kram schon ;) War nicht von uns.

 

-Zahni

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Jetzt habe ich das Produkt auch gefunden ;)

 

Die Software greift wohl ständig auf das Internet zu. Schon da würde ich zunächst wissen wollen, was die Software da will. Nicht das die Daten des RA's bei der Firma liegen.

 

Alternativen (aus der Erinnerung):

 

 

RA-MICRO Software GmbH

 

Hier habe ich eine Übersicht gefunden:

 

AnwaltsSoftware - JuraWiki.de

 

Da sollte was bei sein ;)

 

-Zahni

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Hallo,

diese Systemvoraussetzungen decken sich leider mit täglichen Erfahrungen mit dem Support-Team´s vieler Hersteller (gerade bei Branchenlösungen für ein kleines Budget). Die machen es sich halt gerne einfach und verbieten alles was ihrer Meinung nach ärger machen könnte (geprüft oderhalt auch nicht).

- Virenscanner sind immer vom falschen Hersteller oder in der falschen Version

- Wenn der Virenscanner schon an ist dann aber bitte nicht für die Systempartition oder nur ohne ProAktiven-Schutz

- Lokale Firewalls sollten immer alles erlauben oder am beseten deaktiviert sein

- Sicherheitsupdates sind eigentlich auch nie wrklich gut

- usw.

 

Deshalb egal welche Software immer nach Möglichkeit zuerste den PreSale-Support auf Qualität prüfen und die Entscheidung von diesen Ergebnissen abhängig machen.

 

Auch wenn es nicht wirklich zur Lösung beiträgt aber diese lieblosen und willkürlichen Anforderungen gehen mir fast jeden Tag tierisch auf den Keks.

 

Wenn Ausnahmen für einen reibungslosen Betrieb notwendig sind sollten diese auch genau genannt werden können und nicht mit der Gießkanne verteilt werden.

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Hallo Leute,

danke für die Antworten, vor allem an Zahni für den Link zu JuraWiki :)

 

Ich will mir nicht herausnehmen irgendwas über die Software zu sagen, es ging mir nur um die Systemvoraussetzungen.

 

Ausserdem habe ich jetzt auch bemerkt, warum die 2 Server wollen wenn man einen TS einsetzt: Die Software ist nur für 32bit freigegeben, d.h. auf der Liste zugelassener Software steht für den Terminalserver der Server 2008/32bit, den R2 gibt es nur noch mit 64bit.

 

Gibt es die 32bit-Version überhaupt noch zu kaufen?

 

Fileserver + Terminalserver in 32bit wird dann vielleicht doch etwas eng.

 

Aber wer bietet heute noch einen Server2008 ohne R2 an?

 

Meiner Meinung nach sollte die Unterstützung von Server2008R2/64bit und Win7/64bit heutzutage drin sein.

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