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Hyper-Visor auf Windows Server 2016 upgraden? Frage zu Production Checkpoints


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15 Antworten in diesem Thema

#1 Horstenberg

Horstenberg

    Newbie

  • 85 Beiträge

 

Geschrieben 04. Dezember 2016 - 13:21

Hallo ans Forum,

 

Derzeit betreiben wir unsere Server stabil mit Windows Server 2012 R2 als Hyper-Visor. Ich bin unsicher, ob wir auf Windows Server 2016 umsteigen sollten (mit dem ganzen Kladderadatsch, der damit zusammenhängt). Eine Funktion im Hyper-V  von Windows Server 2016 hat es mir allerdings besonders angetan und ich möchte fragen, ob es hierzu schon Erfahrungen im Forum gibt: Production Checkpoints.

 

Wenn ich es recht verstehe, kann man mit Production Checkpoints jetzt auch Datenbanken vollständig produktiv einfrieren und auf andere Server replizieren. Für mich wäre dies dann ein riesiger Fortschritt, wenn ich damit den Exchange 2013 (der auf einen 2012 R2 läuft) sicher auf unseren "Zweitserver" replizieren könnte. Ich finde allerdings nirgendwo im Netz eine definitive Aussage von MS dazu, ob dies auch supported wird. Weiß hier jemand mehr?

 

Danke für Eure Hilfe.


Bearbeitet von Horstenberg, 04. Dezember 2016 - 13:22.

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#2 Doso

Doso

    Board Veteran

  • 2.459 Beiträge

 

Geschrieben 04. Dezember 2016 - 13:32

Hyper-V 2016 hat zwar ein paar nette neue Features und Verbesserungen, aber ich empfinde nichts als absolutes Must Have. Wenn deine aktuelle Umgebung gut läuft würde ich ganz entspannt abwarten und vielleicht nochmal in einem Jahr gucken was sich getan hat. Dann gibt es sicherlich auch mehr Doku, Blogs etc. zum Thema Production Checkpoints.


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#3 DocData

DocData

    Board Veteran

  • 1.273 Beiträge

 

Geschrieben 04. Dezember 2016 - 14:12

Praxiserfahrung wird es eher noch nicht geben.

Wenn es um Exchange geht: DAG. Alles andere ist Flickwerk.
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Ein Wrack ist kein Ort, an dem ein Schatz schlummert...


#4 NorbertFe

NorbertFe

    Expert Member

  • 30.608 Beiträge

 

Geschrieben 04. Dezember 2016 - 14:37

Und derzeit wohl auch weiterhin unsupported. Ich hab jedenfalls bisher auch keine gegenteilige Aussage bei ms gefunden/gehört.
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#5 NilsK

NilsK

    Expert Member

  • 12.338 Beiträge

 

Geschrieben 04. Dezember 2016 - 14:43   Lösung

Moin,

 

Production Checkpoints haben mit Replikation nichts zu tun. Sie sind für Backup-Zwecke gedacht, für nichts sonst.

 

Eine VM-Replikation wird Exchange nach meiner Vermutung nie unterstützen. Warum auch? Die bestehenden Methoden sind ausgereift, viel sparen würde man bei VM-Replikation auch nicht. SQL Server ist bereits jetzt für Replica supported, wenn man es richtig macht. Ob man es will, steht auf einem anderen Blatt.

 

Production Checkpoints integrieren VHDX-Snapshots mit VSS im Gast-OS. In Wirklichkeit gibt es solche Funktionen bei anderen Hypervisoren schon lange, Microsoft tut trotzdem so, als hätten sie damit den Stein der Weisen entwickelt. Ist ne prima Sache, aber wie immer, sollte man sich die Details genau ansehen. Eigentlich sind andere Neuigkeiten im Hyper-V-Backup viel wichtiger (Changed Block Tracking etwa).

 

Gruß, Nils


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Nils Kaczenski

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#6 Horstenberg

Horstenberg

    Newbie

  • 85 Beiträge

 

Geschrieben 04. Dezember 2016 - 22:00

Vielen Dank für Eure Antworten! Da gehe ich doch deutlich schlauer aus dem Rathaus heraus als ich hereingegangen bin!

 

Für mich sind Lösungen wie DAG bei einem Min-Exchange mit 7 Postfächern übertrieben. Ich bleibe dann bei meinem Sicherungskonzept mit Backups auf 2012r2. 



#7 NorbertFe

NorbertFe

    Expert Member

  • 30.608 Beiträge

 

Geschrieben 05. Dezember 2016 - 06:34

Da is aber auch ein Single Exchange vs. o365 ne Überlegung wert. ;)

Make something i***-proof and they will build a better i***.


#8 Horstenberg

Horstenberg

    Newbie

  • 85 Beiträge

 

Geschrieben 05. Dezember 2016 - 10:52

Da is aber auch ein Single Exchange vs. o365 ne Überlegung wert. ;)

 

Leider geht das nicht, wenn man sensible, rechtlich besonders geschützte Daten auf dem Exchange hat...



#9 NilsK

NilsK

    Expert Member

  • 12.338 Beiträge

 

Geschrieben 05. Dezember 2016 - 14:04

Moin,

 

Leider geht das nicht, wenn man sensible, rechtlich besonders geschützte Daten auf dem Exchange hat...

 

das ist grundsätzlich zu prüfen, aber je nach konkreter Umgebung durchaus möglich. Künftig könnte hier auch das "deutsche" Office 365 interessant werden.

 

Gruß, Nils


Nils Kaczenski

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#10 Horstenberg

Horstenberg

    Newbie

  • 85 Beiträge

 

Geschrieben 05. Dezember 2016 - 16:35

Es gibt einige Berufsgruppen, da ist rechtlich ungeklärt, ob eine Auslagerung von Dateien in die Cloud zulässig ist, egal wohin.

 

Steuerberater etwa lagern meines Wissens vielleicht zur DATEV aus, aber nicht an einen anderen Ort. Für Notare gibt es Cloud-Lösungen der Bundesnotarkammer, alles andere dürfte unzulässig sein. Anwälte und Ärzte dürften vor ähnlichen Problemen stehen.

 

Wer im Hinblick auf Klientendaten unter strafbewehrten Verschwiegenheitspflichten steht, der wird sich kaum trauen, in eine Cloud zu gehen, die nicht von seiner Berufsorganisation ausdrücklich abgesegnet ist. 



#11 NilsK

NilsK

    Expert Member

  • 12.338 Beiträge

 

Geschrieben 05. Dezember 2016 - 21:50

Moin,

 

ich zweifle nicht an, dass es Fälle gibt, in denen "Cloud" oder eine "nicht-deutsche" Cloud rechtlich nicht machbar ist. Solche Fälle sind aber tatsächlich wohl eher in der Minderzahl. Die Nutzung einer "europäischen" Cloud ist vielen Unternehmen durchaus möglich, und sei es auch nur für einen Teil der Daten.

 

Ich verstehe auch, dass es viel Unsicherheit in der Hinsicht gibt und man geneigt ist, den "eindeutigen" Weg zu gehen, die Daten selbst zu hosten. Das heißt aber nicht, dass es die einzige Möglichkeit für alle ist.

 

Gruß, Nils


Nils Kaczenski

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#12 testperson

testperson

    Board Veteran

  • 4.512 Beiträge

 

Geschrieben 06. Dezember 2016 - 01:15

Steuerberater etwa lagern meines Wissens vielleicht zur DATEV aus, aber nicht an einen anderen Ort.

Ich kenne eine ganze Reihe die auch außerhalb der DATEV hosten lassen. Bei vielen der von dir genannten Gruppen macht leider auch der Preis die IT-Strategie aus.. Das geht solange gut, bis es zu spät ist. Allerdings ist dann auch immer wer anders Schuld ;)

 

Und bei "DATEV ausgelagert" heißt auch erstmal nur, dass die Daten dort im RZ liegen. Auch da sehe ich häufig Dinge, die gäbe es bei uns im DATEV Hosting (im DATEV RZ) niemals.


Good morning, that's a nice TNETENNBA!

#13 DocData

DocData

    Board Veteran

  • 1.273 Beiträge

 

Geschrieben 06. Dezember 2016 - 20:10

Ich kenne einen großen Laden (WP, StB, RA), die auch Azure nutzen. Rechtlich kein Problem.

Ein Wrack ist kein Ort, an dem ein Schatz schlummert...


#14 Horstenberg

Horstenberg

    Newbie

  • 85 Beiträge

 

Geschrieben 10. Dezember 2016 - 13:25

Fernab von rechtlichen Erwägungen: Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare speichern sensibelste Daten auf ihren Servern. Bei mir entsteht ein erhebliches Störgefühl, wenn solche Daten ausgelagert werden, auch innerhalb Deutschlands.

 

Auf der anderen Seite ist es für Kleinbüros heute eigentlich praktisch unmöglich, eine Infrastruktur zu schaffen, die externe Angriffe auf die Daten in angemessenem Umfang abwehrt. Dennoch finde ich, dass die genannten Berufsgruppen die Daten möglichst nicht auslagern sollten.

 

Oder wie fände das wohl ein Patient, wenn alle Daten über seine geheimgehaltene, schwere Erkrankung auf externen Servern rumliegen, wo ungeklärte Zugriffsmöglichkeiten von Behörden usw. bestehen könnten?



#15 Sunny61

Sunny61

    Expert Member

  • 22.103 Beiträge

 

Geschrieben 10. Dezember 2016 - 14:03

Bei so manchen Firmen liegen die Daten extern sicherer, als im Unternehmen selbst. Und insbesonders kleine Firmen/'Buden' sind da IMO mehr betroffen als größere. Jeder ist Admin und kann auf alles zugreifen. Das ist nur bequem und hat mit Sicherheit nichts zu tun. Dort ein Sicherheitskonzept umzusetzen ist IMO schwieriger als 5 neue Rechner zu verkaufen. Denn Sicherheit ist unbequem, und alles was unbequem ist, wird abgelehnt.
Gruppenrichtlinien: http://www.gruppenrichtlinien.de/