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Lizenzfragen Windows 10 Desktop+Office Virtualisierung mit und ohne VDI


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Hallo,

 

zum Thema Desktopvirtualisierung und dessen Lizenzierung habe ich schon etliche Beiträge in diesem und anderen Foren gelesen, aber es bleibt noch Klärungsbedarf :-)

 

Es soll Windows 10 virtualisiert werden und über VPN mit RDP auf die VMs zugegriffen werden können. Eine Mehrfachnutzung wie bei WVD ist nicht nötig, also 1 User pro VM zur Zeit.

 

1.) VDI-Szenario

 

Soweit  ich es richtig verstanden habe, ist es so dass wenn VDI eingesetzt wird, zu den VDA-Lizenzen (und den Server-CALs, die ohnehin benötigt werden)  noch RDS-Lizenzen benötigt werden, da VDI wie RDSH eine Remotedesktopserver-Rolle ist was wiederum Microsoft-lizenzrechtlich den Bedarf an RDS-Lizenzen begründet. Wenn zugreifende Geräte bereits Windows Enterprise mit SA-lizenziert sind, benötigten sie keine zusätzliche VDA-Lizenz.

Um die VDA-Lizenzen zu sparen, wird wohl auch öfter mal statt Windows Desktop hier Server Datacenter als Host genommen und dann in den VMs installiert. Ich möchte aber in diesem Szenario gern mal bei Windows Desktop bleiben :-)

 

In Bezug auf Office wäre dies dann als Volumen (Office Standard) bzw. Microsoft 365 Apps For Enterprise (als Nachfolger von Office 365 ProPlus), Enterprise E3 oder E5 zu lizenzieren.

 

Aber welche Windows Desktop OS-Version wird dann in den VMs installiert? Einerseits heißt es, das OS in den VMs ist lizenzfrei bzw. über die VDA-Lizenz abgedeckt. Es gibt wohl auch eine Version "Windows 10 Enterprise VDA".

Muss dann die "Windows 10 Enterprise VDA" zur Installation in den VMs genommen  werden (bekommt man also mit der VDA-Lizenz einen Lizenzkey?) oder kann alternativ auch z.B. ein Windows 8.1 PRO, 10 PRO Systembuilder in den VMs installiert und aktiviert werden? Dann wiederum wäre ja das OS in der VM nicht lizenzfrei...

 

2.) Hyper-V Host ohne VDI-Rolle als mögliche Alternative

 

Wird die VDI-Rolle nicht installiert, wäre der Erwerb von RDS-CALs eingespart. Die VDA-Lizenzen (bzw. Windows Enterprise+SA) an den auf die virtuellen Desktops zugreifenden Clients würden aber auch in diesem Szenario benötigt. Hier wäre für mich die gleiche Frage nach der zu installierenden Windows Desktop-Version in den VMs wie in dem VDI-Szenario.

 

Außerdem die Frage in Bezug auf Office, ob auch hier wie in dem VDI-Szenario unbedingt die Office Volumenversion (Office Standard) oder alternativ die Office 365-Abos mit RDS-Server Support nötig sind oder ob auch z.B. ein Office Home & Business oder Professional lizenzrechtlich in den VMs eingesetzt werden darf. Denn da hier ja keine RDS-Rolle beim Zugriff auf die VMs beansprucht wird, habe ich es so verstanden, dass z.B. wenn Office Professional in einer VM installiert und aktiviert ist, der zugreifende PC ebenfalls eine Lizenz von Office Professional erwerben muss, aber dass es nicht zwingend nötig ist Office Volumen bzw. Office 365 mit RDS-Support (shared activation) zu erwerben und zu installieren. Daher müßte doch auch der Einsatz der Office 365 business-Abos ohne shared activation lizenzrechtlich zulässig sein.

 

Ergänzung: Dies ist alles aus Sicht eines kleinen Domainnetzwerkes mit Windows 10 PRO-clients und Office 2019 Professional, d.h. mit Windows Enterprise, KMS, MAK habe ich noch keine praktische Erfahrung.

 

Vielen Dank für Input!

 

:-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Edited by scnugg
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Das machen wir ganz einfach und fragen @lizenzdoc - der kann dir das bestimmt beantworten.

 

Ich persönlich würde kein Windows 10 virtualisieren, wird habe komplett auf RDS umgestellt und sind sehr zufrieden, vor allem muss man immer nur eine Maschine aktualisieren, nicht x mal

Wird haben in den Farmen immer einen RDS Host aktiv, einen auf Stand-by

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Posted (edited)

@Nobbyaushb

 

Das ist nett, danke :-)

 

Ich habe eigentlich auch ganz gute Erfahrungen mit RDS-Server. Virtualisierte Desktops haben dann ja aber auch gewisse Vorteile in Bezug auf Kompatibilität von Desktopsoftware-Installationen und Lizenzierung von Anwendersoftware (z.B. Acrobat Pro), die auf virtuelle Desktops verteilt werden kann. Aber scheint wohl eine ziemlich teure Angelegenheit zu sein :frown:

Edited by scnugg
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Moin,

 

  1. Windows: Wenn die zugreifenden Endgeräte alle der Firma gehören und mit SA lizenziert sind, brauchst Du keine VDA. Andernfalls ja, VDA für jede VDI-VM. Wenn Du kein Connection Brokering benötigst (jeder User kriegt eine vollständige VM, auf die er per FQDN oder IP zugreift) und keinen RDS Gateway davor (weil alle über LAN oder VPN kommen), werden RDS CALs nicht benötigt. Viel eleganter ist aber die von Dir und @NorbertFe bereits zitierte Lösung mit Einzel-VMs, die jedoch auf Server-OS basieren. Dafür brauchst Du zwar Datacenter-Lizenzierung und RDS-CALs, aber das sind alles einmalige Anschaffungen und keine Abo-Modelle. Und dann virtualisierst Du innerhalb einer Session Collection ganz viele kleine Terminalserver und setzt die maximale Session-Anzahl für sie auf 1, schon hast Du quasi eine VDI gebaut.
  2. Office. Hier muss der Blick wieder auf die zugreifenden Endgeräte gerichtet werden. Wenn Du die Endgeräte unter Kontrolle hast (z.B. dadurch, dass der Zugriff nur aus dem Firmen-LAN möglich ist und dort eine Netzzugangskontrolle implementiert ist) kannst Du für jedes Endgerät eine Lizenz aus VL widmen und bist in Bezug auf RDSH oder VDI sauber. Retail-Lizenzen sind dafür nach dem, was ich weiß, ungeeignet, aber da kann es sein, dass ich da etwas missverstanden habe. Sind die Endgeräte hingegen nicht unter Deiner Kontrolle, musst Du Office per User lizenzieren, und das ist nur mit x365 möglich.

Nebenthema "Terminalserver vs. VDI". Wenn Du keine konkreten Anhaltspunkte für Applikationen hast, die auf einem Terminalserver nicht gut spielen, wirst Du mit Terminalservern immer eine deutlich höhere Packungsdichte erreichen als mit VDI. Und wenn sich für Dich die Frage "Citrix, Microsoft oder VMware" stellt, sondern Du im Microsoft-Universum verankert bist, würde ich immer versuchen, das Gewünschte mit Terminalservern zu realisieren.

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@NorbertFe und

@cj_berlin

 

Vielen Dank für Eure Einschätzungen :-)

 

Evgenij, Du hast mit Nr. 2 eine Problematik genannt, die mir bisher nicht klar war, nämlich die zwingende Office-Lizenzierung per User wenn der Zugriff von außerhalb erfolgt. Hast Du dazu zufällig einen Link? Wenn die Zahl der RDS-CALs derjenigen der Office Standard-Lizenzen entspricht, sollte die Problematik damit doch behoben sein, oder? :-)

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Es geht nicht um den Zugriff von inner- oder außerhalb, sondern darum, ob es technisch möglich ist, dass ein User beliebige Geräte für den Zugriff auf einen virtuellen Desktop mit installiertem Office verwendet. Wenn es bei euch im LAN ohne weiteres möglich ist, habt ihr dasselbe Problem (und viele weitere, die aber hier nicht zum Thema gehören).

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Posted (edited)
vor 36 Minuten schrieb cj_berlin:

 

 

  1. Wenn Du kein Connection Brokering benötigst (jeder User kriegt eine vollständige VM, auf die er per FQDN oder IP zugreift) und keinen RDS Gateway davor (weil alle über LAN oder VPN kommen), werden RDS CALs nicht benötigt.

 

Du bist doch aber auch hier im VDI-Szenario, oder? Davon gehe ich einmal aus, da Du ja von FQDN/IP-Zugriff sprichst. Ich hatte die Lizenzbedingungen jetzt so verstanden, dass bereits dann wenn VDI als Rolle implementiert ist, RDS-CALs benötigt werden. Ich lasse mich gern eines besseren belehren.

Edited by scnugg
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Wenn Du keinen Broker hast, kannst Du dem Hyper-V-Host auch keine RDVH-Rolle geben ;-) Dann ist es einfach nur ein Hyper-V-Host, auf dem Windows-VMs virtualisiert sind.

 

Und ja, das ist so bekloppt, wie es sich anhört: VDI mit Citrix oder VMware >> keine RDS-Lizenz nötig, VDI mit Microsoft >> RDS-Lizenz nötig.

Edited by cj_berlin
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Hi,

 

theoretisch sollte das alles im Userkontext lizenzierbar sein, wenn du komplett auf M365 E3/E5 gehst bzw. Windows 10 Enterprise E3 und einen entsprechenden Apps for Enterprise Plan nutzt.

 

Gruß

Jan

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Das stimmt, auch praktisch ;-) 

 

Nichtsdestotrotz müssen die User darauf hingewiesen werden, dass das Szenario "ich mache eine Weltreise und arbeite jeden Tag von einem anderen Internet-Café aus" damit nicht abgedeckt ist.

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vor 1 Minute schrieb cj_berlin:

Nichtsdestotrotz müssen die User darauf hingewiesen werden, dass das Szenario "ich mache eine Weltreise und arbeite jeden Tag von einem anderen Internet-Café aus" damit nicht abgedeckt ist.

Bzw. muss der User dann halt entscheiden, ob er lieber ein Notebook / Device zum Arbeiten oder ne Ersatzunterhose einpackt. ;-)

 

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vor 44 Minuten schrieb cj_berlin:

Das stimmt, auch praktisch ;-) 

 

Nichtsdestotrotz müssen die User darauf hingewiesen werden, dass das Szenario "ich mache eine Weltreise und arbeite jeden Tag von einem anderen Internet-Café aus" damit nicht abgedeckt ist.

 

Da fehlt mir wohl Basiswissen denn ich verstehe nicht was Du meinst. Könntest Du bitte kurz erklären wie Du das meinst? Danke. ;-)

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