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dormi98

RDS Serverdimensionierung mit RemoteFX

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Hallo zusammen!

 

Für eine kleine Schule (2 EDV Räume mit je 20 PCs und 5 Lehrer PCs) evaluiere ich gerade verschiedene Möglichkeiten. Wenn möglich würden wir gern auf eine Terminal Server RDS Lösung umstellen. Das habe ich mir bei einer anderen, viel größeren Schule angesehen. Die Vorteile haben mich überwiegen. Das Netzwerk ist durchgehend Gbit. Ein neuer Server soll angeschafft werden. Auf dem dann unter Hyper-V der RDS Server sowie ein DC laufen soll.
Ich habe bereits abgeklärt ob alle benötigen Programme (div. Schulsoftware) RDS-fähig sind.

Folgende Anforderungen sollten dabei erfüllt werden

  • Wenn möglich würden wir gern mit einem einzigen RDS Server (Server 2016) auskommen. Da es maximal 45 User Sessions sein können, sollte das möglich sein. Die Speicheranforderungen einer User Session sind dabei gering, da hier abgesehen von einem Webbrowser nur 1-2 weitere kleinere Programme geöffnet sind. Außerdem kommt es nur ganz selten vor, dass beide EDV Räume gleichzeitig besetzt sind. Aber von der Dimensionierung soll es natürlich schon so sein, dass 45-50 Sessions möglich sind.
  • Eine Schulsoftware beinhaltet kleine Videos. (Auflösung 320 x 240, 30 Framses/s). Es muss möglich sein, dass in 20 Sessions gleichzeitig ein derartiges Video abgespielt wird. Ich habe schon testweise das ein oder andere Video über RDS auf Server 2016 laufen zu lassen. Das funktioniert gut. Die Frage ist wie gut, dass mit 20 parallelen Streams aussieht.
  • Im ersten Schritt werden wir die bestehenden PCs als Clients verwenden. Später sollen diese durch Thin Clients ersetzt werden.

 

Fragen:

  • Ist die Sache generell realistisch?
  • Schaffe ich mit entsprechender Hardware die 20 gleichzeitgen Video Streams?
  • Meine erdachte Serverdimensionierung: 2 CPUs, 128 GB RAM, RAID 5 aus SSDs, 1 oder 2 Grafikkarten fürs RemoteFX (kann man da überhaupt 2 bündeln?). Genügt das oder was denkt ihr?
  • Funktioniert RemoteFX mit allen Thin Clients oder ist hier zwingend Windows embedded notwendig? Muss der Thin Client hier auch etwas an Leistung haben? USB Sticks sollten außerdem in die RDS Sitzung mitgenommen werden können.
  • Gibt es sonst etwas was ich vielleicht vergessen habe und was zum Problem werden kann?

 

Das wäre es mal denke ich. Schon mal vielen Dank für eure Inputs.

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Hallo,

wofür RemoteFX?

Das zieht eine Menge an Anforderungen nach sich. Ich bin hier nicht sicher, ob Videos zwingend durch RemoteFX beschleunigt werden.

Soweit ich das bisher verstanden habe (bin bei 30% des Aufbaus einer ähnlichen Umgebung) läuft RemoteFX nur in einer virtuellen Maschine (ClientOS, z.B. WIndows 8, zwingend Enterprise) mit erst mal einer Sitzung. 20 SItzungen, 20 ClientOS VMs (?). WIeviele dieser Sitzungen 1 GPU-Kern dann versorgen kann ist erst mal offen. Grundsätzlich weist du dabei einer VM eine Grafikkarte zu, ob eine GraKa mehrere VMs bedienen kann? ist offen.

Ich lass mich hier aber auch gern korrigieren, ich bau das seit vielen Monaten nebenbei auf. Bis jetzt habe ich einen RemoteFX fähigen und ausgebauten Cluster, als ich dann las wie es weitergeht hab ich erst mal Luft geholt und edit: mich weiter mit meinem 2ten Zeitfresser Private Cloud Automatisierung mit System Center befasst. (WIe es weiter geht: VMs mit Client OS, Virtualisierungshost und dessen Folgeanforderungen)

In der bisherigen Remoteumgebung kann ich relativ flüssig in einem virtuellen RDS-Server youtube UHD (3800*2100) guggen. Ohne RemoteFX.

 

bearbeitet von Jim di Griz
Kosmetik :-)

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Hi! Ich würde sagen, dass der vorgeschlagene Aufbau gut funktionieren sollte, wobei ich aber ebenfalls auf RemoteFX verzichten würde. So kleine Videos sollten eigentlich kaum stören, aber das findest du konkret leider nur durchs Testen heraus. Der Käufer muss damit ja zufrieden sein. 

 

Pro 5 User (gerechnet für Office Taskworker, Schüler ggf. geringer) solltest Du einen physischen Kern vorsehen (mit den schlechten Microcode Updates der CPU bzgl. Spectre/Meltdown sind nur 3,5-4,0 realistisch, aber das legt sich hoffentlich wieder). Bei 50 User also 10 Cores (ohne HT und Intelbugs gerechnet), plus ca. 2 Cores für den DC. 

 

Wenn die Anzahl User nicht groß steigt, nimm 2 CPU mit je 6-8 Cores. Je weniger Cores pro CPU desto höher kannst du die garantierte Taktrate beim Kauf wählen, und die ist bei RDS ein limitierender Faktor. Bei meinen Intel 14 Core CPU bspw. liegt diese nur noch bei 2,6GHz je Core. 4 Kern CPU bekommt man aber auch bis 3,5 GHz oder höher. 

 

Die ins. 50 User in einer VM gehen zwar, aus Wartungs- und Ausfallgründen würde ich die an deiner Stelle aber auf min. 2 VM verteilen. Auch eine RDS VM kann mal streiken und man behält wenigstens die halbe Kapazität. Ist aber auch eine Lizenzfrage. 

 

Wenn die Grafikleistung über RDS nicht reicht würde ich persönlich zu Citrix XenApp greifen. Macht die Sache auch insgesamt schöner, aber nochmal teurer und etwas Skill in dem Bereich benötigt man dann ja auch noch, plus DB/Controller etc. 

 

Hoffe aber das hilft Dir erst mal. 

 

Gruss

Andre

 

 

 

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Hi,

 

bei virtuellen RDSHs ist erstmal nur Software RemoteFX möglich. Damit die Hardware GPU genutzt wird muss diese zwingend per Discrete Device Assignment (DDA) in die VM gereicht werden.

 

- Der eine Hyper-V Host fällt aus -> Die EDV Räume können nicht genutzt werden

- Der eine DC fällt aus -> Die EDV Räume können nicht genutzt werden

- Der eine RDS fällt aus -> Die EDV Räume können nicht genutzt werden

 

Wenn ich mir unsere Kunden im Bildungssektor ansehe, dürften die Lizenzkosten das geringste Problem darstellen.

 

Gruß

Jan

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Vielen Dank mal für eure Inputs, da war eine Menge wertvolles für mich dabei.

Ich fange mal chronologisch an.

 

@Jim di Griz – Ich will ja mit einer Grafikkarte nicht mehrere VMs bedienen sondern nur eine und zwar den RDSH. Dank testperson, weiß ich nun aber mittlerweile, dass RemoteFX tatsächlich hier nicht das richtige ist sondern Discrete Device Assignment. Glücklicherweise ist in der Kombination HyperV Host 2016 und RDSH 2016 jetzt auch möglich mehrere Sessions gleichzeitig (unter 2012 war es nur eine) mit der GPU zu beglücken.

Hier ein Artikel der das schön erklärt:

https://www.windowspro.de/wolfgang-sommergut/remotefx-dda-vgpu-grafikoptionen-rds-server-2016

 

@Operator – Danke für die Parameter hinsichtlich CPU. Das mit dem Testen ist so eine Sache. Würde da liebend gern ausprobieren, aber so ein Teil hab ich leider nicht zur Verfügung.
An Citrix habe ich auch schon gedacht, wenn es aber mit RDS allein geht wäre es halt einfacher und kostengünstiger.

 

@testperson – Danke, das war der entscheidende Hinweis, der mich auf den obigen Artikel gebracht hat.

Das die Sache nicht ausfallssicher ist, ist klar. Ist für die Schule aber kein Problem. Eine Downtime der EDV- Räume im worst Case von einer Woche ist verschmerzbar. Die Schulverwaltung wäre davon auch nicht betroffen. Ich werde das Backup entsprechend Ausrichten, sodass eine schnelle Wiederhertellung möglich ist.

 

@zahni – Coole Sache, kannte ich bis jetzt nicht. Werde ich mir genauer ansehen.

 

 

Fazit:

So wie ich das sehe sieht die Sache also ganz gut aus. Vor allem der Punkt, dass mit DDA die VM meint sie greift selbst auf die GPU zu gefällt mir gut (wenn ich das richtig verstanden habe). Damit brauche ich nur eine GPU die nativ unter Server 2016 unterstütz wird.

Ich denke ich werde das aber überhaupt mal so machen, dass ich mal den Server (2 physiche CPUs mit insgesamt 8-12 Kernen)  128GB – 160GB RAM ausrüsten lasse und dann zu testen beginnen kann. Sollte dann noch eine GPU notwendig sein, kann ich die immer noch nachkaufen.

 

Letzte Frage:

Laut https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/remote/remote-desktop-services/rds-whats-new

kommt in Windows 10 und Server 2016 RDP10 zum Einsatz, welches bessere Codecs zur Videoübertrgung nutzt. Das könnte ein entscheidender Faktor sein.  

Bedeutet das letztendlich, dass ich auf den Clients Windows 10 bzw Windows 10 IOT Enterprise benötige? Oder gibt es Alternativen die RDP in der Verion 10 auch möglich machen? Für RDP 8.1 gibt es ja angeblich 3. Hersteller Produkte.

 

nochmals vielen Dank

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Schulungsräume nutzen ja gerne auch Lern-Videos. Viel von diesem Zeugs basiert auf Flash, Shockwave oder Quicktime. Auch heute noch. All dieser Kram ist unglaublich Single-Core lastig.

Ich bin mir nicht ganz sicher ob da Virtualisierung / RDS wirklich dermassen das Gelbe vom Ei ist.

Server mit Dual CPU's und hoher Taktrate sind richtig teuer. Dann würde ich persönlich eher auf mehrere Single CPU Systeme setzen dafür mit höherem Grundtankt (so ab 3GHZ). Kann mir aber auch gut vorstellen, dass im Endeffekt kleine günstige Clients einfacher und mit weniger Ärger zu betreiben sind, zumal Du bei allen RDS und Virtualisierungslösungen auch Thin Clients brauchst die unterhalten werden müssen. Bei Fat-Clients bleibt dann noch die Frage ob und wie die Clients zurückgstellt werden sollen.

Bei VM's würde ich eher in Richtung ZeroClients (Teradici mit VmWare-VDI und NVIDIA Grid Beschleunigung) gehen. Da lässt sich mit sehr guter Peformance was machen sowie mit VM-Image's die beim Anmelden erstellt werden. Wird aber auch ziemlich aufwendig und die Problematik mit den Kosten pro GHZ bleiben.

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