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Dirk-HH-83

gibt es im Exchange eine statische Liste über ausgehende Emails?

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vor 2 Stunden schrieb Hunze:

Hallo, dass stimmt so nicht. Das Hoheitsgebiet des Empfängers beginnt immer beim ersten empfangenden Server also dem Server welcher im MX Record definiert wurde.

Ist das so? 

Gerade in größeren Gebilden kann ich mir andere Konstrukte vorstellen. 

Unser MX z. B. liegt bei einem Dienstleister, der Filtert. Erst danach kommen unser eigenen Mailserver. 

 

Ich kann mir durchaus Konstrukte mit Subdomains vorstellen, bei denen der MX zentral für alle Subdomains ist. 

 

Wie ist das 'Hoheitsgebiet' genau definiert? 

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naja ... ob das jetzt fatal ist, sei mal dahin gestellt - wie auch immer, eine Email ist nun mal kein Einschreiben mit Rückschein oder ein Fax mit Sendebeleg ...

 

nebenbei ... bei uns ist es auch wie bei @magheinz - MX liegt beim Dienstleister und wir haben keinen direkten Einfluß auf die Systeme dort. Sollte eine Email als Virus oder  Maleware klassifiziert werden ist sie für uns "verloren", da diese nicht in Quarantäne landet.

Edited by Squire

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Hallo, jetzt macht ihr euch das aber etwas zu einfach. Verantwortung bestimmt sich nicht durch die Location des Dienstes. Auch wenn ihr Spam Filter in der Cloud habt entbindet das nicht von der Verantwortung. Man kann Tätigkeiten auslagern aber nicht die Verantwortung.

 

Einschlägige Urteile wie LG Bonn, Urt. v. 10.1.2014 – 15 O 189/13 stellen das klar.

https://www.cr-online.de/media/ITRB_6_2014_LGBonn_Anm_Bergt.pdf

 

Ihr müsst mal die Position des Versenders einnehmen und nicht von Viren und Malware ausgehen. 

 

Wie wäre es mit diesem Szenario: Du kündigst eine Bestellung/Vertrag etc. und deine Mail wird vom MX Record des Empfängers angenommen. Ich als Versender bekomme keine NDR Nachricht und muss daher davon ausgehen das meine Mail zugestellt wurde.

Der Server des Unternehmens hat mir dies mit 250 und Queue ID quittiert. 

 

Meine Mail schlummert aber in eine globale Quarantäne als false positive. Was nun? Meiner Meinung nach ganz klar. Die Verantwortung beginnt mit der Annahme der Mail.

 

Das Wort fatal habe ich genutzt, da dies natürlich im Hinblick auf Archivierung, DSGVO, etc. Design beeinflussend sein kann wenn ich das so umsetzen muss oder es eben nicht.

 

Ich kann euch diesen Artikel (incl Kommentare empfehlen) Dort ist das in den Kommentaren gut anhand von Beispielen erklärt.

 

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Jein, 

 

Ich denke hier kann nur ein Jurist helfen. 

Es wäre zu klären, wo der Einflussbereich wirklich beginnt und ab wann eine E-Mail als angenommen gilt.

Fakt ist jedenfalls, der nächste Server nach dem Absenden kann es nicht sein. 

Der MX ist naheliegend, aber es gibt eventuell Konstruktionen wo auch das nicht gilt. 

 

Ich vermute das du grundlegend recht hast und man hier zwischen dem Innen- und dem Aussenverhältnis unterscheiden muss.

 

In unserer Dienstvereinbarung mit dem Mailfiltetbetreiber steht auch drinn, dass wird selber nichts mehr ablehnen dürfen. 

Was der MX annimmt wird auch zugestellt.

 

Was bei einem technischen Defekt gilt, könnte aber durchaus spannend sein. 

 

Edited by magheinz

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@Hunze

Und wo im SMTP Protokoll steht, dass eine Mail nur direkt zwischen 2 Absendern zu versenden ist? Dieses würde ich gerne sehen und da wir das ganze auch schon mehrmals erklärt haben (auch vor Gericht), bin ich immer noch der Meinung, ein 250 OK kann erst als Anschein gewertet werden, wenn dieser im Hoheitsgebiet des Empfängers steht.

Auch ist es viel zu leicht Mailverläufe so zu verfälschen, dass niemals in den Headern ersichtlich ist, dass die Mail das Ziel nicht erreicht hat, im Zweifel setze ich einfach einen Postfix auf und schaue einmal, wie sich der Original Server meldet, gebe ihm in einem entsprechend vorbereiteten Netz die passende IP und den richtigen Hostnamen und schicke alles ab ...

 

So hast du deinen 250 OK, ich habe aber die Mail nie bekommen und es ist auch kein False Positive.... Wenn ich als Empfänger allerdings so dämlich bin und dem Absender sage, du ich habe die Mail nicht zur Kenntnis genommen, weil Sie in Quarantäne lag, dann bin ich selber schuld.

 

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vor 20 Minuten schrieb MrCocktail:

@Hunze

Und wo im SMTP Protokoll steht, dass eine Mail nur direkt zwischen 2 Absendern zu versenden ist? Dieses würde ich gerne sehen und da wir das ganze auch schon mehrmals erklärt haben (auch vor Gericht), bin ich immer noch der Meinung, ein 250 OK kann erst als Anschein gewertet werden, wenn dieser im Hoheitsgebiet des Empfängers steht.

Auch ist es viel zu leicht Mailverläufe so zu verfälschen, dass niemals in den Headern ersichtlich ist, dass die Mail das Ziel nicht erreicht hat, im Zweifel setze ich einfach einen Postfix auf und schaue einmal, wie sich der Original Server meldet, gebe ihm in einem entsprechend vorbereiteten Netz die passende IP und den richtigen Hostnamen und schicke alles ab ...

 

So hast du deinen 250 OK, ich habe aber die Mail nie bekommen und es ist auch kein False Positive.... Wenn ich als Empfänger allerdings so dämlich bin und dem Absender sage, du ich habe die Mail nicht zur Kenntnis genommen, weil Sie in Quarantäne lag, dann bin ich selber schuld.

 

Da hast du vollkommen recht. Löse dich mal von SMTP und der gesamten Technik. Es geht im Kern darum wo und wie ich mein Geschäft als Unternehmen betreibe. Konstruiere doch nicht irgend ein Konstrukt sondern so nimm doch mal das normale Tagesgeschäft. Auch bei anderen Medien wie Briefen, Faxen etc bekommst du ähnliche Fälschungen hin aber darum geht es doch nicht. Wenn ich eine Mail versende, dann bin ich solange dafür zuständig bis es sie meinen Verantwortungsbereich verlassen hat. Egal ob ich onprem eine Server habe oder einen Smart host beim Provider. Der versendet ja auch nur die Mail in meinem Auftrag. Genauso verhält es sich beim Mail Empfang .Irgenwie habe ich das Gefühl ich bin hier bei der Anti Mail Fraktion gelandet :-) . 

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@Hunze

Anti Mail ... Hm, ne eher nicht, aber ich spiele bei den großen Jungs und nein, dass da oben sind keine Konstrurierten Fälle, sondern Taktiken auch einem Richter zu zeigen, wie schnell es geht, so etwas zu fälschen und damit Beweisführungen zu zerlegen und damit Erfolg zu haben.

Da es um Wirtschaftsfälle geht, darf ich die Urteile (oder gerade die Fälle, die dann nicht weiter verhandelt wurden) hier leider nicht nennen.

 

 

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