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switchkil

SQL 2008 Lizenzierung in virtueller Umgebung

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Hallo!

 

Ich habe ein Frage an die Lizenzexperten.

Auf einer MS Lizenzschulung wurde vorgertragen, dass ein SQL 2008 Server in virtuellen Umgebungen auch alternativ nach folgendem Schema lizensiert werden kann:

 

"Für das Bestimmen der erforderlichen Anzahl an Prozessorlizenzen für SQL Server in virtuellen Umgebungen sind 3 Kriterien relevant:

A. Anzahl der virtuellen Prozessoren, die die virtuelle BU verwendet

B. Anzahl Cores pro physischen Prozessor (falls HT off) oder

Anzahl Threads pro physischen Prozessor (falls HT on)

C. Anzahl der physischen Prozessoren.

Berechnugsmethoden:

1. nach Anzahl physischer Prozessoren (nur für Enterprise Edition)

2. nach Ergebnis Divivsion A. : B. (wird auf 1 aufgerundet).

--> Beispiel für 2. Eine virtuelle Maschine mit einer CPU. Host hat 2 Quadcore Prozessoren. Ergebnis= 1 : 4 (1 vrituelle CPU durch 4, da CPU eine Quadcore ist)."

 

Nun meine Fragen:

1. Ich konnte diese alternative Berechnungsmethode nicht in den aktuellen PUR (Oktober 09) finden. Weder im englischen noch im deutschen. Wo könnte der Passus stehen?

2. Gibt es einen logischen (kaufmännisch oder technischen) Grund, warum nur die Cores oder Threads eines einzelnen Prozessors für die Berechnung herangezogen wird? Warum wird im oben genannten Beispiel also durch 4 (weil Quadcore Prozessoren) und nicht durch 8 (weil 2 Prozessoren mit jeweils 4 Kernen) geteilt?

Oder ist das einfach so, weil von Microsoft so vorgegeben. Dann ist die Formulierung "B. Anzahl Cores pro physischen Prozessor ..." etwas ungünstig gewählt.

 

Ich bin für Eure Hinweise dankbar!!

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Ich hab dir hier mal den relevanten Passus aus den aktuellen Produktnutzungsrechten 10.2009 rausgesucht (für deine virtuellen Instanzen ist primär Punkt iiB relevant):

 

a) Bestimmen der erforderlichen Anzahl von Lizenzen.

 

Die Anzahl der erforderlichen Lizenzen richtet sich entweder nach der Gesamtanzahl der physischen Prozessoren auf dem Server (wie in Option (i) unten beschrieben) oder nach der Anzahl der verwendeten virtuellen und physischen Prozessoren (wie in Option (ii) unten beschrieben). Bei den Enterprise-Editionen der Software können Sie sich für eine dieser Optionen entscheiden. Bei allen anderen Editionen der Software müssen Sie sich nach der zweiten Option richten.

 

i) Unlimited Virtualization.

 

Bei dieser Option entspricht die Anzahl der für einen Server erforderlichen Softwarelizenzen der Gesamtanzahl der physischen Prozessoren auf diesem Server. Die Berechnung und Zuweisung von Lizenzen auf der Grundlage dieser Option erlaubt Ihnen, die Serversoftware in einer physischen und einer unbegrenzten Anzahl von virtuellen Betriebssystemumgebungen ungeachtet der Anzahl der verwendeten physischen und virtuellen Prozessoren auszuführen. Diese Option ist nur bei den Enterprise-Editionen der Software verfügbar.

 

ii) Lizenzierung nach verwendeten Prozessoren.

 

Bei dieser Option entspricht die Gesamtanzahl der für einen Server erforderlichen Softwarelizenzen der Summe der unter den nachfolgenden Ziffern (A) und (B) erforderlichen Softwarelizenzen. Bei anderen Editionen als der Enterprise Edition ist dies die einzige Option.

 

(A) Zum Ausführen von Instanzen der Serversoftware in der physischen Betriebssystemumgebung auf einem Server benötigen Sie eine Softwarelizenz für jeden physischen Prozessor, den die physische Betriebssystemumgebung verwendet.

 

(B) Zum Ausführen von Instanzen der Serversoftware in virtuellen Betriebssystemumgebungen auf einem Server benötigen Sie eine Softwarelizenz für jeden virtuellen Prozessor, den jede dieser virtuellen Betriebssystemumgebungen verwendet. Wenn eine virtuelle Betriebssystemumgebung einen Teil eines virtuellen Prozessors verwendet, zählt der Teil als vollständiger virtueller Prozessor.

 

"Für das Bestimmen der erforderlichen Anzahl an Prozessorlizenzen für SQL Server in virtuellen Umgebungen sind 3 Kriterien relevant:

A. Anzahl der virtuellen Prozessoren, die die virtuelle BU verwendet

B. Anzahl Cores pro physischen Prozessor (falls HT off) oder

Anzahl Threads pro physischen Prozessor (falls HT on)

C. Anzahl der physischen Prozessoren.

Berechnugsmethoden:

1. nach Anzahl physischer Prozessoren (nur für Enterprise Edition)

2. nach Ergebnis Divivsion A. : B. (wird auf 1 aufgerundet).

--> Beispiel für 2. Eine virtuelle Maschine mit einer CPU. Host hat 2 Quadcore Prozessoren. Ergebnis= 1 : 4 (1 vrituelle CPU durch 4, da CPU eine Quadcore ist)."

 

 

Mir ist unklar wie derjenige der euch diese "Formel" gegeben hat darauf kommt dass die Anzahl der Threads bei HT Prozessoren ausschlaggebend ist.

Ich finde in den Regeln keinen Punkt der HT relevant werden lässt und es war bisher immer so dass auch bei HT Prozessoren immer nur die Zahl der physischen Prozessoren ausschlaggebend war aber nie die der Threads.

 

In physikalischen Umgebungen zählt die Anzahl der physikalischen Prozessoren und in virtuellen Umgebungen (analog dazu) die Anzahl der virtuellen Prozessoren. Da brauchst du keine so verschwurbelte Formell sondern musst nur die Zahl der Prozessoren abzählen können.

 

Wer hat denn diese Schulung gehalten?

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1. Ich konnte diese alternative Berechnungsmethode nicht in den aktuellen PUR (Oktober 09) finden. Weder im englischen noch im deutschen. Wo könnte der Passus stehen?

 

Diese "alternative Berechnungsmethode" findet sich nirgends in den PURs da sie vollkommen unsinnig ist...

 

2. Gibt es einen logischen (kaufmännisch oder technischen) Grund, warum nur die Cores oder Threads eines einzelnen Prozessors für die Berechnung herangezogen wird?

 

Nein gibt es nicht, weshalb so auch nicht berechnet wird, sondern nur die Zahl der physikalischen, oder virtuellen Prozessoren gezählt wird, aber nicht die Zahl der Kerne, oder Threads.

 

Warum wird im oben genannten Beispiel also durch 4 (weil Quadcore Prozessoren) und nicht durch 8 (weil 2 Prozessoren mit jeweils 4 Kernen) geteilt?

 

Wel der Kerl der sich diese seltsame Formel ausgedacht hat entweder nichts von der Lizenzierung der Prozessorlizenzen versteht, oder in der zweiten Klasse (als die Addition durchgenommen wurde) nicht aufgepasst hat...

 

Oder ist das einfach so, weil von Microsoft so vorgegeben. Dann ist die Formulierung "B. Anzahl Cores pro physischen Prozessor ..." etwas ungünstig gewählt.

 

Das ist einfach falsch was du da vermittelt bekommen hast (oder du hast es falsch verstanden.

 

Frag den Menschen von dem du diese Formel bekommen hast doch auf welchen Passus in den Nutzungsrechte er sich da bezieht, dann wirst du schnel sehen was die Formel wert ist...

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Hallo!

 

Danke erstmal für die Antwort.

Die von dir zu erst zitierten abschnitte hatte ich selber gefunden, die beantworten aber nicht meine Frage.

 

Da ich es Schwarz auf weiß habe (PPT), schließe ich erstmal aus, dass ich es falsch verstanden habe. Die Veranstaltung wurde im Namen von Microsoft abgehalten, und die Folien waren von Microsoft authorisiert.

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Da ich es Schwarz auf weiß habe (PPT), schließe ich erstmal aus, dass ich es falsch verstanden habe. Die Veranstaltung wurde im Namen von Microsoft abgehalten, und die Folien waren von Microsoft authorisiert.

 

Was heisst "im Namen von Microsoft" und was war das für eine Veranstaltung. Du kannst mir ja mal per PN den Namen desjenigen nennen der diese Aussage getroffen hat.

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was hier geschildert wurde, ist in den re-organisierten MLP Trainingsunterlagen ab Oktober 2009 implementiert worden.

Und wer diese macht, ist ja bekannt @ Dr. Melzer

 

:-)

 

weitere Informationen sind auch im SQL Server Licensing Guide zu finden:

http://download.microsoft.com/download/6/F/8/6F84A9FE-1E5C-44CC-87BB-C236BFCBA4DF/SQLServer2008_LicensingGuide.pdf

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was hier geschildert wurde, ist in den re-organisierten MLP Trainingsunterlagen ab Oktober 2009 implementiert worden.

 

weitere Informationen sind auch im SQL Server Licensing Guide zu finden:

http://download.microsoft.com/download/6/F/8/6F84A9FE-1E5C-44CC-87BB-C236BFCBA4DF/SQLServer2008_LicensingGuide.pdf

 

Danke für den Link. Wo genau in dem verlinkten Dokument hast du den relevanten Passus gefunden, der Grundlage für die oben genannet Formel ist?

 

Und wer diese macht, ist ja bekannt

 

Ich kennen die Leute nicht persönlich die diesen Guide geschrieben haben, aber ich bin lange genug in dem Geschäft um zu wissen dass sich auch Autoren von Büchern und Licensing Guides (ich selbst nehme mich da nicht aus) irren können.

 

Der Guide ist nicht rechtsverbindlich (Auf Seite 2 des Gudes steht ganz klar: This document is for informational purposes only. MICROSOFT MAKES NO WARRANTIES, EXPRESS OR IMPLIED, IN THIS SUMMARY.)

 

Rechtsverbindlich sind nur die Verträge, die Product List und die Produktnutzungsrechte (aber als Licensing Trainer weisst du das ja) .

Was dort steht entspricht nicht dem was der fragliche Dozenz erzählt hat.

 

P.S.

ich hab das Dokument gerade durchgelesen und da steht je tatsächlich diese (wie ich finde abenteuerliche) Formel drinnen...

 

Ich werde das mal bei den Lizenzspezialisten bei Microsoft intern anfragen...

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Wenn ich das recht verstehe gehts MS also darum, dass man innerhalb der Virtualisierung eben nur einen physischen oder beide physischen CPUs lizenzieren muß. INsofern ist die Formel durchaus zu verstehen.

 

Bye

Norbert

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Wenn ich das recht verstehe gehts MS also darum, dass man innerhalb der Virtualisierung eben nur einen physischen oder beide physischen CPUs lizenzieren muß.

 

Wie bringst du das mit der Regel aus den Produktnutzungsrechten zusammen?:

 

Zum Ausführen von Instanzen der Serversoftware in virtuellen Betriebssystemumgebungen auf einem Server benötigen Sie eine Softwarelizenz für jeden virtuellen Prozessor, den jede dieser virtuellen Betriebssystemumgebungen verwendet.

Wenn eine virtuelle Betriebssystemumgebung einen Teil eines virtuellen Prozessors verwendet, zählt der Teil als vollständiger virtueller Prozessor.

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Eben. Wenn ich also zwei CPUs mit 2 Kernen habe, dann brauche ich für 4 Virtuelle CPUs zwei CPU Lizenzen. Wenn ich aber nur 2 Virtuelle CPUs in der VM nutze, dann will ich auch nur 1 physische CPU lizenzieren müssen.

Ich kann zumindest unter Hyper-v ja maximal 4 virtuelle CPUs pro VM nutzen. Und ob die sich jetzt aus 2 oder 1er physischen zusammensetzen ist halt am Preis einer SQL CPU Lizenz zu messen. ;)

 

Ich warte einfach mal ab, was deine Rückfrage ergibt.

 

Bye

Norbert

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Na ja, jede Regel hat halt ihre Ausnahmen. ;)

Auch, wenn es sich nur auf Serverfarmen (laut Definition in den PUR) bezieht:

Seite 75/76

C. Lizenzmobilität innerhalb von Serverfarmen (anwendbar auf Produkte mit LM in der Liste vor den Allgemeinen Lizenzbestimmungen).

Bestimmen der erforderlichen Anzahl von Lizenzen.

...

Ungeachtet anders lautender Bestimmungen in den Allgemeinen Lizenzbestimmungen hinsichtlich der Berechnung von virtuellen und physischen Prozessoren benötigen Sie die Anzahl von Lizenzen, die jeweils der Anzahl der physischen Prozessoren auf den lizenzierten Servern innerhalb einer Serverfarm, die Betriebssystemumgebungen, in denen Instanzen der Software ausgeführt werden, unterstützen oder von diesen verwendet werden, entspricht oder diese übersteigt.

...

Alternative Berechnungsmethode. Anstatt die Anzahl der physischen Prozessoren zu berechnen, die virtuelle Betriebssystemumgebungen unterstützen, können Sie die Anzahl der virtuellen Prozessoren berechnen, die von virtuellen Betriebssystemumgebungen, in denen Instanzen ausgeführt werden, verwendetet werden. Für die Zwecke dieser Berechnungsmethode können Sie die Aussage in den Universellen Lizenzbestimmungen außer Acht lassen, nach der ein virtueller Prozessor als die Anzahl von Threads und Cores aufweisend betrachtet wird, die jeder zugrunde liegende physische Prozessor aufweist. Sie sind verpflichtet, eine Anzahl von Lizenzen zuzuweisen, die der Summe der Höchstanzahl von Folgendem entspricht:

• virtuelle Prozessoren, die jeweils von virtuellen Betriebssystemumgebungen, in denen Instanzen der Software ausgeführt werden, verwendet werden, und

• physische Prozessoren, die jeweils von physischen Betriebssystemumgebungen, in denen Instanzen der Software ausgeführt werden, verwendet werden.

 

Falls keine Serverfarm vorhanden ist, ist vielleicht folgendes interessant:

i) Unlimited Virtualization. Bei dieser Option entspricht die Anzahl der für einen Server erforderlichen Softwarelizenzen der Gesamtanzahl der physischen Prozessoren auf diesem Server. Die Berechnung und Zuweisung von Lizenzen auf der Grundlage dieser Option erlaubt Ihnen, die Serversoftware in einer physischen und einer unbegrenzten Anzahl von virtuellen Betriebssystemumgebungen ungeachtet der Anzahl der verwendeten physischen und virtuellen Prozessoren auszuführen. Diese Option ist nur bei den Enterprise-Editionen der Software verfügbar.

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Falls keine Serverfarm vorhanden ist, ist vielleicht folgendes interessant:

 

Wobei dieser Passus in dem obigen pdf auch drinsteht. ;)

 

Bye

Norbert

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Danke für den Link. Wo genau in dem verlinkten Dokument hast du den relevanten Passus gefunden, der Grundlage für die oben genannet Formel ist?

 

 

 

Ich kennen die Leute nicht persönlich die diesen Guide geschrieben haben, aber ich bin lange genug in dem Geschäft um zu wissen dass sich auch Autoren von Büchern und Licensing Guides (ich selbst nehme mich da nicht aus) irren können.

 

Der Guide ist nicht rechtsverbindlich (Auf Seite 2 des Gudes steht ganz klar: This document is for informational purposes only. MICROSOFT MAKES NO WARRANTIES, EXPRESS OR IMPLIED, IN THIS SUMMARY.)

 

Rechtsverbindlich sind nur die Verträge, die Product List und die Produktnutzungsrechte (aber als Licensing Trainer weisst du das ja) .

Was dort steht entspricht nicht dem was der fragliche Dozenz erzählt hat.

 

P.S.

ich hab das Dokument gerade durchgelesen und da steht je tatsächlich diese (wie ich finde abenteuerliche) Formel drinnen...

 

Ich werde das mal bei den Lizenzspezialisten bei Microsoft intern anfragen...

 

Hi Dr.

 

es ging mir nicht um die Leute, die den Guide geschrieben haben.

Es geht mir darum wer die MLP Unterlagen erstellt.

Und ja, ich als Licensing Trainer bin mir dessen sehr wohl bewusst,

welche Aussagekraft die PUR`s und was Guides haben.

 

Das ändert jedoch nichts daran, das die Partner/Trainer die fertigen MLP Unterlagen bekommen - in denen sind 2-3 Seiten zu genau diesem Thema enthalten, also wird der Referent dieses auch so präsentiert haben.

Seite 76/77/78 aus dem PPT- " 1009 MS-Produktlizenzierung SAM-Partner TRAINER ".

 

Ich hatte nicht vor, mit meinem Beitrag über den Sinn oder Unsinn dieser Folien zu sprechen, wollte lediglich den Userbeitrag unterstützen, sowie erwähnen das diese Thematik wirklich in den MS Licensing Unterlagen so beschrieben ist.

 

Gruß

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