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Christoph_A4

2 VMs nutzen eine einzelne Pass-Through Disk

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Hallo,

 

ich habe im www keine zufriedenstellende Aussage gefunden.

Ich sammel Argumente gegen die Nutzung von Pass-Through Disks (fibre chanel) unter HyperV (WS2012r2). Ich will keine Grundsatzdiskussion anfeuern, ich weiß, dass es quasi keine Argumente mehr Pro-Pass-Through gibt. Ich will lediglich die Restzweifel beseitigen. ;-)

 

Es wurde nach der Möglichkeit gefragt eine Ausfallsicherheit zu schaffen, und zwar mit folgender Möglichkeit:

2 VMs greifen auf eine einzige Passthrough-Disk zu. Beschreibungen deuten daraufhin, dass dies per se (sowohl active/passive, als auch active/active) nicht möglich ist. Ist das korrekt?

 

 

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Moin,

 

das kommt darauf an, wie das Storage die Disk bzw. LUN bereitstellt. Theoretisch könnte man die LUN im Storage als Cluster-LUN definieren und dann an zwei Hosts anbinden, um sie von dort aus als Pass-through in VMs weiterzuleiten. Voraussetzung ist dann allerdings, dass die VMs den Zugriff so koordinieren, dass keine gleichzeitigen Schreibzugriffe nötig sind - was in der Praxis bedeutet, dass die VMs einen Cluster bilden müssen (sofern wir von Windows sprechen).

 

In dem Fall wäre es aber nicht sinnvoll, mit Pass-through zu arbeiten - wenn es eine Cluster-LUN im Storage gibt, sollte man die stattdessen über iSCSI oder vFC direkt an die VMs anbinden, statt den (fehlerträchtigen) Umweg über die Hosts zu gehen.

 

Mit lokalen Disks dürfte das überhaupt nicht mögllich sein. Geht es nur um einen Host und lokale Disks, dann bedeutet das Zuweisen einer Pass-through Disk, dass diese exklusiv der betreffenden VM zur Verfügung steht.

 

Jetzt wäre natürlich wichtig zu wissen, was denn die dahinterstehende Anforderung ist ... 

 

Gruß, Nils

 

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Hi,

 

Altaro hat dazu auch einen ganz guten Beitrag: https://www.altaro.com/hyper-v/hyper-v-pass-through-disks/

Je nach Anforderungen könntest du dir noch Shared VHDX angucken. Dann solltest du aber auch ein Update der Hosts auf 2016 in Betracht ziehen, sowie intensiv überlegen, ob, das von Nils angesprochene, iSCSI oder vFC nicht doch die bessere Lösung ist.

 

Gruß

Jan

Edited by testperson

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Hallo Nils,

 

ein MS SQL-Cluster (2 Nodes aus 2x Blech) soll virtualisiert werden. Ich möchte diese Pass-Through-"Möglichkeit" möglichst direkt vom Tisch haben, unser HyperV-Cluster stellt rund 150 VMs zur Verfügung, bei keiner kam es auch nur ansatzweise zu dieser Anforderung, die jetzt zumindest im Raum steht.

 

Verstehe ich das richtig, sofern wir von einer Cluster-LUN ausgehen (was bei uns möglich wäre): Grundsätzlich kann ich zwei VMs gleichzeitig an die Cluster-LUN anbinden?

 

Die "Lösung" die LUN direkt an die VMs durchzureichen, birgt halt auch neues Fehlerpotential.

 

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Moin,

 

du sagst ja, dass dir die Argumente gegen Pass-through Disks bekannt sind. Viel mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Rein technisch geht es, auch in Cluster-Konstrukten. Die Nachteile und Fehlermöglichkeiten sind aber so umfangreich, dass man das nicht machen will.

 

Für Guest-Cluster nutzt man üblicherweise per iSCSI (oder seltener vFC) in die VMs eingebundene LUNs. Oder man setzt auf Shared-VHDX (2012/R2) bzw. VHD Sets - von denen liest man aber leider auch oft, dass sie nicht so zuverlässig sind, wie man das braucht.

 

Wie ist denn das Storage bei dem derzeitigen physischen Cluster angebunden? Wenn es eine LUN aus dem Storage ist, kann man die vielleicht sogar so lassen, wie sie ist, um sie an die VMs durchzureichen.

 

Gruß, Nils

 

Edited by NilsK

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Bei dieser Ausgangssituation würde ich mir manchmal wünschen, dass man derartige Features einfach nicht mehr supportet werden, dann hätte man zumindest Klarheit und führt die Administratoren nicht aufs Glatteis. Aber das ist wiederum ein anderes Thema.

 

Das Storage ist bei beiden SQL-Nodes quasi identisch angebunden, 2 HBA-Controller pro Node, eine LUN. An die VMs durchreichen hätte allerdings auch ähnlich unschöne Nebeneffekte in Hinsicht auf Funktionsumfang und Fehleranfälligkeit richtig?

 

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Moin,

 

wer führt hier wen aufs Glatteis? Microsoft sagt an vielen Stellen sehr deutlich, dass Pass-through Disks nicht empfohlen sind. Den Support dafür einzustellen, hieße aber, dass Kunden, die das nutzen, auf einen Schlag ein Problem haben - kaum angemessen. Zumal die Technik ja nicht irgendwie fehlerhaft ist, sondern die Einschränkungen prinzipieller Natur sind. Genau wie mit RDMs bei VMware.

 

Zu deiner anderen Frage lässt sich  auf diesem Abstraktionsgrad nicht  mehr sagen als "kann sein, muss aber nicht".

 

Gruß, Nils

 

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richtig. RDMS haben durchaus ihre Berechtigung. Übrigens gerade im DB-Umfeld wo es manchmal auf jeden I/O-Vorgang ankommt. Das sind einfach ein paar Layer, caches etc weniger. Man kann HW-Unterstützung nutzen.

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