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Suche Backupkonzept


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Hallo zusammen,

 

ich bin auf der Suche nach einem Backupkonzept für einen Kunden und hoffe hier auf ein paar Anregungen.

 

Folgendes Szenario:

 

Gesichert werden sollen am besten tagesaktuell ca. 400 GB Daten und ein Exchange-Server mit einem Volumen von ca. 20 GB.

Das alles ist in einem SBS 2003 Server (eine physikalische Maschine).

 

Der Kunde hat Angst vor 2 Dingen, erstens vor Feuer und zweitens vor Backupmedien mit "beweglichen" Teilen.

 

Was würdet ihr hier empfehlen?

 

Mein erster Gedanke war ein Online-Backup, der Kunde hat aber "nur" 1MBit Upstream.

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Ich weiß zwar nicht, was sein Problem mit "beweglichen" Teilen ist. Selbst wenn nur die Bänder damit gemeint sind, ist es irrsinnig. Dann würden die meisten Firmen wohl was falsch machen.

 

Zum Thema Brand. Ich würde vorschlagen, dass ihr einen Backup-Server in einem anderen Brandabschnitt oder sogar einem anderen Gebäude auslagert.

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Die 400 + 20 sind komplett, und mit beweglichen Teilen meint er Festplatten.

Er vertritt die Auffassung, Band geht gerade noch, am liebsten wären ihm CDs/DVDs.

Aber das sieht er wenigstens ein, dass das nicht geht.

 

Glücklicherweise ist das Büro auf zwei Gebäude verteilt, verbunden sind die beiden Gebäude mit einer 1 GBit-Kupferleitung.

 

Mein erster Gedanke war nun ein NAS im 2. Gebäudeteil, worauf der Server seine Backups legen kann. Es stellt sich halt die Frage, um das alleine sinnvoll ist oder noch zusätzlich Bänder o.Ä. verwendet werden sollten?

In meinen Augen reicht das Backup aufs NAS.

Ich meine sowohl Server als auch NAS arbeiten im RAID5 Modus, es würde ein täglicher Abgleich stattfinden und wenns in beiden Gebäuden brennt, haben die ganz andere Probleme, denke ich.

Aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

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Die Gebäude sind durch eine Fugängerpassage getrennt, sprich ungefähr 5 Meter.

Aufbewahrt müssen die Daten bis zu 10 Jahren.

Vielleicht muß ich anders formulieren:

a) das Backup muß tagesaktuell sein und sofort wieder einspielbar

b) die Daten (also die Archivierung der Daten) müssen 10 Jahre vorgehalten werden

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Persönlich würde ich einen 2. Backup Server ins 2. Gebäude stellen mit einer belibigen und von der Backupsoftware unterstützten Storage.

 

Für die Langzeitarchivierung biete sich dann an diesem Server ein Bandlaufwerk an mit externer Auslagerung der Bänder in eine Band z.B.

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Die 400 + 20 sind komplett, und mit beweglichen Teilen meint er Festplatten.

Er vertritt die Auffassung, Band geht gerade noch, am liebsten wären ihm CDs/DVDs.

Das widerspricht sich. :suspect: Gerade CDs/DVDs sind sehr unzuverlässig, was Backup angeht. Das mag ja für den Hausgebrauch in Ordnung sein, aber für den produktiven Bereich würde ich die Finger davon lassen.

 

Wenn ihr die Daten schnell restoren wollt, solltet ihr euch Gedanken über ein Backup-to-Disk-to-Tape-Konzept machen. Sprich die tägliche Sicherung auf Platte (ja, Festplatte) vorhalten, z.B. täglich ein inkremental und am Ende der Woche ein Fullbackup, wenn's nicht so viel Daten sind oder ihr genügend Plattenplatz habt, wegen mir auch täglich Fullbackup. Dann das wöchentliche oder auch monatliche Fullbackup auf Band ziehen und sicher (Einbruch und Feuer) wegschliessen (entweder Tresor oder außer Haus).

 

Wenn ihr partout keine Platten nutzen wollt, müsst ihr halt immer direkt auf Tape sichern. Geht auch, kostet nur mehr und dauert länger.

 

Ich wiederhole mich. aber wegen dem Brandabschnitt empfiehlt es sich auf jeden Fall, das andere Gebäude zu nutzen, wenn ihr schon die Möglichkeit habt.

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@SeriousKilla

 

Wird derzeit gar nicht gesichert?

 

Bezogen auf das, was du bisher geschrieben hast, würde ich ein LTO-4/5 Laufwerk empfehlen und tägliche differentielle sowie wöchentliche Vollsicherungen machen und die jeweiligen Bänder am nächsten Werktag in einen feuerfesten Tresor auslagern. Durch LTO-4/5 hast du sehr hohe Geschwindigkeiten und u.a. die Möglichkeit herstellerunabhängige Hardwareverschlüsselung sowie WORM Medien zur revisionssicheren Archivierung, z.B. im Rahmen von Jahressicherungen, zu verwenden.

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Moin,

 

kann es sein, dass ihr das Pferd von hinten aufzäumt?

 

Am Anfang der Planung kann nur die Frage stehen, was in welcher Situation und in welcher Qualität wiederherstellbar sein soll. Das dafür nötige Backup-Konzept ergibt sich dann daraus.

 

Backup gibt es nicht von der Stange.

 

Gruß, Nils

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Prinzipiell scheint ein Disk2Disk2Tape der beste Ansatz.

 

Er vertritt die Auffassung, Band geht gerade noch, am liebsten wären ihm CDs/DVDs

Paranoide Leien und Geschäftsführer sind die schlechteste Grundlage für eine seriöse Planung.

Besser planen lässt es sich mit konkreten Anforderungen:

- welche Datenarten (Betriebssysteme, Officedokumente, Datenbanken etc.) sind vorhanden?

- was muss in welcher Zeit wiederherstellbar sein?

- welche Dienste bedürfen einer besonderen Sicherung? Stichwort: konsistente Snapshots (z.B. Exchange, SQL)

- welches Budget steht dafür zur Verfügung oder wo ist die "Schmerzgrenze"?

- welche Aufbewahrungszeiten gelten für die unterschiedlichen Datentypen bzw. sind gewünscht?

- wer ist für das Backup verantwortlich (Bänder wechseln, regelmäßige Recovery-Tests)

 

- die räumliche Situation schein bereits geklärt

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