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sascha

Exotische Inhouseverkabelung?

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Hallo zusammen,

 

ich habe mal eine Frage. Bei einem unserer Kunden habe ich eine sehr merkwürdige Verkabelung entdeckt und ich kann mir keinen Reim daraus machen wieso jemand auf diese Idee gekommen ist.

 

Also erst mal hat man nur ein Kabel benutzt um zwei Netzwerkports zu versorgen. Das ist vielleicht unschön und nicht beonders weit gedacht, zumal es sich um eine CAT6 Verkabelung handelt. Aber da 100MBit Ethernet eh nur 4 Adern benutzt kann man das ja machen. Jedoch benutzt Ethernet die Adern 1-2 und 3-6 aber im Patchfeld und in den Dosen sind 1-2 und 7-8 aufgelegt.

 

Das bedeutet, dass ich jetzt immer Crossover Kabel benutzen muss, sowohl vom Patchfeld zum Switch als auch von der Dose bis zur Arbeitsstation.

 

Gibts irgendeinen praktischen Hintergrund, wieso das so gemacht wurde? Hätte man sich nicht lieber an den Standard halten sollen?

 

Wär schön, wenn mich jemand erleuchten könnte. :)

 

Gruß

Sascha

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wenn du auf jeder seite ein crossover kabel verwendest, kannst du es gleich ganz weglassen ;)

 

warum man sowas macht? höchstens aus falscher sparsamkeit...

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Ne kann ich nicht. Wenn ich jeweils ein 1zu1 Kabel nehme sind nur 1-2 und 7-8 belegt und dann kommt selbstverständlich keine Verbindung zustande.

 

Und ein Kabel für zwei Ports mag sparsam sein, erklärt aber immernoch nicht, wieso es entgegen dem Standard aufgepatch wurde. ;)

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Und ein Kabel für zwei Ports mag sparsam sein, erklärt aber immernoch nicht, wieso es entgegen dem Standard aufgepatch wurde. ;)

 

Die Antwort lieferst Du doch selber. Es ist billig und der Standard ist ein "kann", kein "muss".

 

Ich habe so einen Schrott zigfach gesehen, meistens Installationen aus den 90ern als Cat. 5 aufkam. In die beschränkten Köppe wollte einfach nicht rein dass man an eine Leitung nur einen PC hängen kann, vorher hatten die nämlich 10 Base2, da reichte es, eine Leitung quer durch die Bude zu schmeissen und man konnte alle PCs mit T-Stücken dranhängen.

 

Damals kamen auch etliche proprietäre Split-Systeme auf.

 

Da wollten etliche Elektriker pfiffig sein und haben solche Bastarde empfohlen - und weil unten rechts dann nur noch der halbe Preis stand ist der Geschäftsführer feucht im Schritt geworden und hat beauftragt. Konnte sich ja keiner vorstellen dass jenseits Cat. 5 / 100 MBit noch was kommen könnte, meisten lief das ja weiter auf 10 MBit und man hatte dann noch den Sprung auf 100 MBit als "Reserve".

 

Gerüchteweise soll auch heute noch so verlegt werden weil die Dummen einfach nicht aussterben.

 

Zum brechen. Wieder mal ein Beweis dafür dass der der exzessiv "spart" am Ende oft doppelt zahlt.

 

Gruss

Markus

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Hi.

 

Damals kamen auch etliche proprietäre Split-Systeme auf.

Richtig. Und so weit ich mich erinnern kann, konnte man dann eine Verkabelung dieser Art abnehmen, wenn eigene Patchkabel verwendet wurden, die nicht der Standardbelegung entsprachen.

Und genau dass ist bei dir ja der Fall.

 

LG Günther

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Naja dann hab ich ja jetzt meine antwort. Es ging mir ja nur darum ob es dabei einen speziellen Hintergedanken gegeben haben könnte der sich mir nicht erschossen hat.

 

Denn das Gebäude wurde 1999 erbaut aber möglicherweise war die Firma die das alles verlegt hat nicht ganz helle.

 

Danke! :)

 

Gruß

Sascha

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Für 100MB/s ist diese gesplittete Verkabelung ja durchaus ausreichend. GB-Übertragung werde man nicht brauchen, sagte mir der Architekt damals (2000). Die Ausschreibung war ein wenig schwammig, die Lieblingsfirma des Architekten machte ein ebenso schwammige Angebot und bekam den Zuschlag.

 

Es wurde nur die Hälfte der sonst üblichen Kabelmenge verlegt, auch die Breite der Kanäle im Boden war geringer. An der Hardware wurde einiges gespart, bei der Verlegarbeit auch.

 

Mit dem Angebot konnte man den Zuschlag erhalten.

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Irgendwie kenn ich das, bei uns war es aber mein Vorgänger (seines Zeichens "Systemadministrator", war gelernter Bäcker).

Er ging hin und hat auch gesplittet, allerdings hat er in den Dosen schon die Pin 1, 2, 3 und 6 genommen. Das komische war aber, dass er im Patchpanel dann wieder richtg (Pin 1-8) aufgelegt hat.:suspect: Und ich hab mich am Anfang noch gewundert, warum bei 95% der Dosen nur die eine Seite funktioniert hat, und das auch nur so halblebig.

 

Daher mein Rat: Schliess die Dosen neu an und zwar richtig. Zieh zur Not neue Kabel. Ist zwar ein Aufwand, lohnt sich aber in jedem Fall.

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Ich meine, eine einheitliche Verkabelung nach A oder B am Patchpanel und Dose sollte schon sein. Falls man für WS keine GB-Verbindungen (auch in Zukunft nicht) benötigt, sind zwei Doppeladern (no splitting pair) per Verbindung durchaus auchreichend.

 

Den Vorgänger wird inplizit unterstellt, er hatte keine Ahnung. Nehmen wir das mal so an. Dann stellt sich die Frage, was stimmt da so alles nicht an der Verkabelung, der Verdrillung der zusammenghörigen Adern zur Doppelader? Wie wurden sie aufgelegt? Mit einem Krone-Werkzeug oder einem Schraubendreher?

 

Wurden die Leitungen zertifiziert, mit einem dazu geeigneten Gerät(z.B. Wavetek), durchgeführt von einem Fachmann, gibt es ein (Mess)Protokoll darüber?

 

Mit einem einfachen Testgerät ist meist nur eine ohmsche Messung möglich, eventuell ist noch eine Adernvertauschung feststellbar.

Das Feststellen des Nebensprechens als eine wesentliche Grösse der Übertragung ist mit einem Billiggerät nicht möglich.

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Wobei ein teueres (professionelleres) Gerät manchmal auch nicht hilft. Bei uns kamen z.B. extra mal 2 qualifizierte Leute von der Muttergesellschaft mit "Profi"Meßgräten. Wir haben aber so viele, teils recht wirre Meßfehler gehabt, dass wir es nach 7 Stunden aufgegeben haben. Darum halte ich es bei uns auch so, dass ich so nach und nach das Netzwerk neu strukturiere (wir haben eh noch ein paar andere Probleme damit). Ist im Endeffekt schneller und vor allem sauberer.

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Wobei ein teueres (professionelleres) Gerät manchmal auch nicht hilft. Bei uns kamen z.B. extra mal 2 qualifizierte Leute von der Muttergesellschaft mit "Profi"Meßgräten.
Sowas gibt es natürlich. Aber mit einem Wavetek ist es doch einwandfrei festzustellen, ob ein Kabel geeignet ist oder nicht. Bei zu starken Nebensprechen liegt das Problem entweder am Anschluß oder das Kabel ist geknickt under gequetscht. Dann gibt es noch die Möglichkeit der elektomagnetischen Beeinflussung. Da hatte doch neulich ein Strippenzieher ein Netzwerkkabel in der Produktion an der Lichtbogenerodieranlage entlang gezogen.

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Sowas gibt es natürlich. Aber mit einem Wavetek ist es doch einwandfrei festzustellen, ob ein Kabel geeignet ist oder nicht. Bei zu starken Nebensprechen liegt das Problem entweder am Anschluß oder das Kabel ist geknickt under gequetscht. Dann gibt es noch die Möglichkeit der elektomagnetischen Beeinflussung.
Ich weis nicht mehr genau, was für Geräte das waren, aber die konnten so ziemlich alles außer Kaffeekochen (wobei ich mir da auch nicht so sicher bin). Mit der Qualität der kabel habe ich weniger Probleme, das Kabel ist außnahmsweise sehr hochwertig. Klar, Beschädigungen können nicht ausgeschlossen werden, vor allem da er meist ein paar Mechaniker-Lehrlinge zum Kabelziehen benutzt hat.

 

Da hatte doch neulich ein Strippenzieher ein Netzwerkkabel in der Produktion an der Lichtbogenerodieranlage entlang gezogen.
:D

 

 

Was ich aber damit sagen wollte: Selbst wenn ich ein Gerät habe, mit dem ich die Fehler aufspüren kann, bin ich so lange damit beschäftigt, dass ich gleich alles neu machen kann. Die vorhandenen Kabel werden natürlich so weit es geht wiederverwendet, nur richtig angeschlossen. Und da ich sowieso neue (brauchbare) Switche bekomme und das Netzwerk bisher recht chaotisch verlegt wurde, muss ich sowieso das komplette Netzwerk umkrempeln.

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Falls man da natürlich Müll am Patchpanel und den Dosen hat, die Zeit und Möglichkeit zu einer gründlichen Revison, klar. Ich habe auch schon so manches Wochenende mit solchen Geschichten verbracht. Bei TP ist es ja relativ einfach, ich hatte früher mal Unterrichtsräume mit fliegender Koaxialverkabelung.

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