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Proxmox oder Hyper-V / ZFS oder Intel V-ROC


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Hallo!

 

Ich stehe für meinen Dell-Server, der verschiedene Windows- und Linux-VMs virtualisiert betreiben soll, derzeit vor der Frage, ob ich Hyper V als Hypervisor oder Proxmox nutzen soll. Mit Hyper V habe ich Erfahrung, mit Proxmox bislang nur sehr wenig, was aber ja kein Hinderungsgrund sein soll.

 

In dem Server steht Intel V-Roc als Raid zur Verfügung, das sich zumindest bei Hyper V als Hypervisor anbieten sollte. Ersten Recherchen nach hier im Forum scheint das ganz tauglich zu sein. Hat jemand von Euch damit aktuelle Erfahrungen für virtuelle Umgebungen?

 

Im Falle von Hyper V wäre mein Plan folgender:

 

2 x Intel DC-SSDs kommen als Raid 1 in den Server (Raid über Intel V-Roc) - auf diesem Raid liegen die VM-Gäste.

 

Man könnte (!) nun auf dieses Raid natürlich auch den Hypervisor installieren, ist aber halt definitiv nicht empfohlen oder gar best practise. Deshalb mein Plan, aus zwei normalen 1 TB-HDDs ein weiteres Raid 1 zu bauen, ggf. ebenfalls via Intel V-ROC und darauf den Hypervisor (in dem Fall Hyper V) zu betreiben. Ich konnte zumindest nix Gegenteiliges finden, dass Intel V Roc mit dieser 2 x 2 -Konstellation nicht klarkäme.

 

Was meint ihr? Vielen Dank!

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Moin,

ich würde niemals SSD und HSS auf einem Storage-Controller mischen. Nennt mich altmodisch, aber in meiner Welt gibt es damit nur Ärger. Einzige Ausnahme: reiner Pass-Through-Betrieb ohne jegliches RAID oder Controller-Cache, wie z.B. in S2D-Szenarien.

Und warum sollte man ausgerechnet für das Betriebssystem langsame HDDs nehmen?

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vor 50 Minuten schrieb cj_berlin:

Und warum sollte man ausgerechnet für das Betriebssystem langsame HDDs nehmen?

Danke für Deine Antwort. Aber seit wann ist die Speicherart für den Hypervisor bei Hyper V relevant? Ich meine nicht die VM-Gäste, aber für die sind ja die SSDs vorgesehen.

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...weil Hyper-V, anders als z.B. ESXi, nicht im RAM läuft, und die Performance der System-HDD deswegen durchaus für die Gesamt-Performance relevant ist.

 

Insofern, um Deine Frage exakt zu beantworten: schon immer.

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Ich würde keine drehenden Platten mehr einbauen. Nicht nur wegen der Performance, sondern auch wegen Stromverbrauch und Lebensdauer. In einem so verhältnismässig kleinem System sollte es keine Probleme geben, alles auf einem RAID zu haben, zumal dieses ein SSD-RAID ist. Da gelten die "alten Weisheiten" nicht mehr zwingend.

 

Proxmox kenne ich nur im Zusammenhang mit Linux, insofern würde ich eher zu Hyper-V raten. Wenn Du USB-Geräte an VMs verbinden willst, wäre Proxmox natürlich im Vorteil. Oder Du nimmst VirtualBox (headless).

 

Wenn Du den Hypervisor definitiv nicht auf dem gleichen RAID wie die VMs haben willst, wäre ESXi eine Alternative. Der lässt sich auf einen USB-Stick installieren. Der Nachteil ist, dass Backupsoftware wie Veeam nicht mit der Gratisversion läuft. Womit wir wieder bei Hyper-V wären... :-)

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Danke Euch für die Hilfe.

 

War dann wohl gut gemeint von mir, für den Hypervisor selbst eigene Platten (bzw. ein eigenes Raid) aufzubauen, aber wäre dann wohl eine Verschlimmbesserung.

 

Es spricht also aus Eurer Sicht erstmal nichts dagegen, Windows Server 2019 mit Hyper-V-Rolle auf das SSD-Raid zu installieren und dort ebenfalls die virtuellen Maschinen abzulegen? Getrennte Partitionen oder ist das einerlei?

 

Bezüglich der USB-Geräte: beziehst Du Dich auf mein anderes Thema? Das löse ich anderweitig, weil ich jetzt nicht die Hypervisor-Entscheidung vom USB-Kram abhängig machen will .. gibt ja verschiedene Lösungen.

 

Proxmox funktioniert einwandfrei mit Windows-Gästen, ich möchte aber aus anderen Gründen lieber Hyper-V einsetzen ... sind jetzt leider schon ein paar Punkte, die zumindest in meiner Konstellation hier gegen Proxmox sprechen. Und das Fehlen dortigen Vorteile wie z.B. LXC-Container für Linux kann ich verschmerzen - wird eben Linux in einer eigenständigen VM betrieben - das hat auch Vorteile ...

 

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vor 13 Minuten schrieb Ja_Nosch:

Getrennte Partitionen oder ist das einerlei?

Ich trenne das System immer von den Daten (VMs). Macht es bei Problemen mit dem Host-OS einfacher, dieses zu restoren oder neu zu installieren.

vor 14 Minuten schrieb Ja_Nosch:

Bezüglich der USB-Geräte: beziehst Du Dich auf mein anderes Thema? Das löse ich anderweitig, weil ich jetzt nicht die Hypervisor-Entscheidung vom USB-Kram abhängig machen will .. gibt ja verschiedene Lösungen.

Ja. :-) Finde es auch besser, das über einen Netzwerk-USB-Hub zu machen.

vor 18 Minuten schrieb Ja_Nosch:

Und das Fehlen dortigen Vorteile wie z.B. LXC-Container für Linux kann ich verschmerzen - wird eben Linux in einer eigenständigen VM betrieben - das hat auch Vorteile ...

Linux läuft problemlos unter Hyper-V. Anstelle LXC könntest Du vielleicht Docker nehmen. (Ist schon nicht das Gleiche, aber ich habe mit Docker die Anzahl Linux-VMs massiv reduzieren können.) Docker läuft auch unter Windows (und nutzt im Hintergrund die Virtualisierung von Hyper-V).

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Vielen Dank :)

 

Ich sehe im Moment eigentlich 3 Möglichkeiten; der Einsatz von Intel V-Roc scheint ja gesetzt (außer in Variante 3) und von Euch auch für in Ordnung befunden zu sein:

  • RAID 1 aus 2 x HDD für Windows Server 2019 mit Hyper V-Rolle + RAID 1 aus 2 x Intel-SSDs für VM-Gäste --> hiervon wurde mir ja von Euch eher abgeraten, weil ich mit den beiden HDDs wohl einen Flaschenhals einbauen würde (ich denke, man darf auch die zusätzliche Belastung des Intel V-Roc nicht übersehen, der ja nun zwei RAID 1 verwalten muss)
  • RAID 1 aus 2 x Intel-SSDs für Windows Server 2019 mit Hyper V-Rolle und VM-Gäste (nur durch Partitionen unterteilt) --> von Euch wegen SSD für okay befunden, widerstrebt mir innerlich noch bissel, weil man es eigentlich nicht machen sollte ;-)
  • komplett ohne RAID arbeiten und auf eine SSD den Windows Server 2009 mit Hyper V-Rolle und auf die andere SSD die Gäste --> natürlich völlig ohne RAID-Schutz, auf der anderen Seite habe ich auch nur ein Netzteil etc., also wäre der Nutzen von RAID in Bezug auf Ausfallsicherheit sowieso nur im Hinblick auf die SSDs selbst vorhanden ...
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Posted (edited)

Produktiv für 1-3 User. Ja, Backupkonzept (auch über 2 Standorte) mit Synology-NAS ist gegeben.

 

Und ja, als letzte Variante käme natürlich noch in Betracht: 2 x 240 GB-Intel-SSDs zusätzlich kaufen, die dann nur den Hypervisor beherbergen ...

 

Wo genau befürchtet ihr den Flaschenhals, wenn ich den Hypervisor auf 2 HDDs (7200 RPM) laufen lassen würde? Ansonsten kann man das ja auch mal testen.

 

Update: bei den jetzigen SSDs handelt es sich übrigens um Intel DC-S4600 (je 480 GB), also natürlich kein Consumer-Zeugs.

Edited by Ja_Nosch
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vor 14 Minuten schrieb Ja_Nosch:

Produktiv für 1-3 User. Ja, Backupkonzept (auch über 2 Standorte) mit Synology-NAS ist gegeben.

Wichtig ist allerdings eher das Restore-Konzept ;-) 

vor 15 Minuten schrieb Ja_Nosch:

Und ja, als letzte Variante käme natürlich noch in Betracht: 2 x 240 GB-Intel-SSDs zusätzlich kaufen, die dann nur den Hypervisor beherbergen ...

Na endlich. Wäre auch das, was ich machen würde.

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vor 5 Minuten schrieb cj_berlin:

Wichtig ist allerdings eher das Restore-Konzept ;-) 

Na endlich. Wäre auch das, was ich machen würde.

:-)

 

Wobei ich da anmerken möchte, dass die 240 GB-Version z.B. der Intel DC S4610 bei den sequenziellen Schreibzugriffen nur  320 MB/s ausweist, während es bei der 480 GB-Version 510 MB/s sind.

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Gerade eben schrieb Ja_Nosch:

:-)

 

Wobei ich da anmerken möchte, dass die 240 GB-Version z.B. der Intel DC S4610 bei den sequenziellen Schreibzugriffen nur  320 MB/s ausweist, während es bei der 480 GB-Version 510 MB/s sind.

Do wolltest für den Zweck ne HDD einbauen. Was schafft die?

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vor 1 Minute schrieb cj_berlin:

Do wolltest für den Zweck ne HDD einbauen. Was schafft die?

Ich wusste, dass das kommt ;D War eher im Vergleich zu Variante 2 gemeint (Hypervisor und VMs auf das selbe RAID 1, bestehend aus zwei SSDs) ;-)

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