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Postfachgrößen begrenzen: praktische Vorgehensweise


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Ich habe in letzter Zeit wiederholt Probleme mit einigen Usern die in Ihren Postfächern ALLES aufheben, und sich standhaft weigern auch nur eine Mail wegzuwerfen, bzw. die Mail von 1998 doch mal zu löschen...

Nun ja. Wie geht ihr da vor? Einfach Grenzwert auf dem Postfachspeicher setzen? Das dumme ist, ich kann in den Speicherrichtlinien nicht mehr als 2GB Postfachgröße definieren bei E2k3 SP2. Was aber bei einigen Usern wieder ganz nett wäre. Ich möchte eben nur diese 4,5 GB großen Postfächer vermeiden, die dann absehbar immer weiter anschwellen, weil sich User einfach weigern, bzw. ignorant genug sind, mal ihren alten Mist wegzuwerfen.

Was inziwschen auch schlimm ist, Mediendateien. Da werden lustig Videos durch die Gegend gemailt, und dann natürlich unbedingt aufgeheben. Ist ja egal Speicherplatz kostet nix.

Wie geht ihr diese "Problem" so an?

Danke für eure Anregungen.

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Moin,

 

ich persönlich versuche Kunden immer klar zu machen, dass Mitarbeiter, die aufgrund zu kleiner Postfächer ständig am Aufräumen sind, teurer sind, als mehr Speicher vorzuhalten. Und wenn bei wichtigen Leuten ständig "Mailbox ist voll"-Meldungen womöglich an externe Kunden rausgehen, sieht das auch nicht so schön aus.

 

Der "mehr Speicher" muss ja nicht zwangsläufig teurere SAN sein - dass kann ab Ex2010 auf deutlich billigerer Speicher sein - oder eine externe Archiv-Lösung.

 

Was in Deiner Firma aber dringend gebraucht wird, ist eine Richtlinie, wie mit privaten Dingen umgegangen wird. Und ein Chef, der das umsetzt und den Mitarbeitern klar macht, dass das Arbeitsmittel der Firma sind, die der Firma gehören. "Ignorante" Mitarbeiter müssen schon extrem gut sein, um sich das leisten zu können.

 

Zusammengefasst: Konkret würde ich bei Dir erst mal die organisatorische Seite angehen - mit dem Management. Danach würde ich ein Konzept auf Basis Ex2010 erarbeitet und eine Vergleichsrechnung mit Alternativen machen (SAN, SATA, Archiv-Software - PST-Dateien sind *keine* Alternative!). Dann muss sich der Chef entscheiden.

 

Mehr als 2 GB kann man bei Ex2003 übrigens auch einstellen, allerdings nur mit Tricks über ADSIEdit. Allerdings wäre ich sehr vorsichtig damit, da sich diese großen Postfächer im Notfall nicht mehr exportieren lassen.

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Du hast das "Problem" schon richtig erfasst. Bei uns (auch bei den GF´s) ist der Umgang sehr locker. Es ist nicht gewollt, daß die Leute eingeschränkt werden. Die EDV wirds schon richten...

Ich hab auch schonmal mit der GF gesprochen über das Thema Nutzungsrichtlinien. Feedback=0. Deswegen versuche ich da grade irgendwie eine Zwischenweg zu finden. Besonders in Bezug auf die Postfächer.

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Moin,

 

ok, aber dann hast Du doch Glück und freie Hand. ;-)

 

Mit Ex2003 wirst Du nicht glücklich, wenn Postfächer größer als 2 GB werden. Dramatisiere das etwas ("da gehen eventuell Daten verloren" - ist noch nicht mal gelogen) und denk Dir ein Konzept mit Exchange 2010 aus:

 

Beispiel 1 - gute Verteilung, keine Redundanz:

1 Multi-Rollen-Server + 1 Archiv-Server

 

Beispiel 2 - gute Verteilung + gute Redundanz:

2 x CAS/HT

2x MBX - produktive Daten - SAS-Platten

2x MBX - Archiv Daten SATA-Platten

 

Anstelle der bei Archiv-MBX kann dann auch ein Archivierungssystem stehen (z.B. GFI, MailStore, etc.).

 

Und zum Geld: Wenn keine Einschränkung gewollt ist und hohe Flexibilität gewünscht, dann kostet das halt ein wenig Geld. Wenn der GF sich einen neuen Dienstwagen baut, weiß er auch, was Deutsche Hersteller für Flexibilität an Geld verlangen. ;-)

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Moin

 

Die erste und wichtigste Frage ist doch, wie groß deine Datenbank ist. Solange ich keine Probleme in der Hinsicht bekomme, ists ja eigentlich relativ egal, wieviele Mails die Benutzer horten.

 

Dei Postfächer in der Größe zu beschränken ist eigentlich immer das letzte Mittel. Wenn es denn wirklich sein muss, habe ich dann gute Erfahrungen damit gemacht, die Grenze für "Senden und Empfangen verbieten" nicht zu definieren, sondern die Grenze für das Senden einzustellen. Dann kommen alle wichtigen Nachrichten nach wie vor beim Benutzer im Postfach an. Allerdings wird der Leidensdruck doch groß, wenn man keine Nachrichten mehr senden kann und die Leute fangen an aufzuräumen.

 

Die Grenze kann per ADSI-Edit auch jenseits der 2GB eingestellt werden.

 

Ein anderer Punkt wäre es, für die gelöschten Objekte der Benutzer einen Postfachverwaltungsvorgang einzustellen. Oft löschen die Mitarbeiter ja die Nachrichten, die liegen dann aber jahrelang im Ordner "Gelöschte Objekte" rum, weil es dort keine aktiven Archivierungseinstellungen gibt.

 

Gruß

 

Hubert

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Moin

 

Die erste und wichtigste Frage ist doch, wie groß deine Datenbank ist. Solange ich keine Probleme in der Hinsicht bekomme, ists ja eigentlich relativ egal, wieviele Mails die Benutzer horten.

 

Mir nicht, da normalerweise auch ein Backup ein Restore in halbwegs normaler Zeit möglich sein muß. Das relativiert sich bei Einsatz von DAG usw. natürlich etwas, trotzdem verlassen sich die wenigsten auf eine reine Redundanz bei Emails.

 

Bye

Norbert

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