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Storage Spaces Server 2012 wie sicher sind diese Speicherpools?


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Schönen Nachmittag,

Windows Server 2012 bringt unzählige Neuerungen mit. Ich  bin nun bei den Storage Spaces hängen geblieben. (Linux LVM lässt grüßen :-) )

 

Es klingt für mich ziemlich verlockend, dass man über die Storage Spaces den zu Verfügung stehenden Plattenplatz (zb. für reine Dateiablage) einfach durch das "dazustecken" einer weiteren Festplatte erweitern kann. (Nie mehr Probleme mit zu geringem Plattenplatz?)

 

Windows Server 2012 bietet in der Verwaltung dieser Pools sogar Sicherheitsfeatures wie Hot-Spare Festplatten und Raid-Funktionalität.

 

Wie sicher ist dieses Feature?

 

Hat man ein Hardware Raid (zb. Raid10) laufen wird man vermutlich sicherer unterwegs sein, ist aber eben auch limitiert, das das Raid10 nicht erweiterbar ist.

 

Ist es denkbar, dass man derartige Speicherpools in Produktivumgebungen einsetzt, ohne gleich einen Scale Out File Server daraus zu "bauen" (Redundanz).

 

Also eine Single Server Lösung mit zb 8 x 2TB Platten, wobei dann 2 der Platten als HotSpare definiert werden?

 

LG

Daniel

Edited by mcdaniels
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Also nen gscheiter Hardware-RAID-Controller lässt sich auch erweitern. Limitierend ist da eher die Anzahl Festplattens-Slots wenn man mit Gehäusen ohne Expander arbeitet. Bei den 'richtigen' Storage-Büchsen gibts dafür Zusatz-Shelfs.

 

 

Die Speicherpools sind extrem robust, Negatives habe ich erst einmal in Verbindung mit einem verschlüsseltem Pool gehört. Allerdings kenne ich da die Umgebung nicht wirklich. Auch wird das Feature wohl von den wenigsten wirklich produktiv genutzt. Ist ja lausiges Software-RAID (Obwohl ich da mittlerweile anders denke). Die Performance ist so gut wie die Anzahl IOPS welche die Platten liefern. Der CPU ist dabei nicht wirklich der limitierende Faktor. Der ist eigentlich unglaublich langweilig, auch bei Rebuilds.

 

Ich selber habe die Funktionen auf Herz und Nieren getestet. Stromausfälle, Plötzliches entfernen von Kabeln, Ausstöpseln von Festplatten, einzelne Sektoren oder ganze Bereich von extern mit Werten überschrieben usw. Gibt hier irgendwo nen Thread dazu. Ich kann dazu nur sagen, ich hatte keine Chance das Filesystem aus der Ruhe zu bringen. Ist ihm schlicht total egal.

- Daten in einem fehlerhafter Datenset (MirrorPartner) der aber noch aktiv ist, wird einfach in neue Festplattenbereiche der selben Platte geschrieben.

- Daten die auf keinem Mirror-Partner mehr 'gut' sind, werden gelöscht und aus dem Filesystem geworfen

- Daten wo Festplatten eines Mirrorpartners ausgefallen sind, werden auf HotSpare-Platten geschrieben

 

Das alles geht vollautomatisch. Damit man es auch mitbekommt empfiehlt es sich einen Trigger für die Ereignisanzeige zu bauen, der einem zbsp. ne Mail schickt.

 

Die grössten Vorteile sehe ich eigentlich darin, dass man

- dafür eigentlich alles hernehmen kann was man will. Eine Lun auf einer SAN, eine lokale Platte usw. Man bekommt zbsp. mit zwei Luns auf zwei verschiedenen Einsteiger-SAN's völlig problemlos ein Cluster über mehre SAN's ohne eine extrem teure Storage. Auf der SAN könnte man zbsp. RAID-Sets vorhalten.

- Zusätzlich kann man für jedes Volume bestimmen, wie performant bzw. wieviele Columns sprich Anzahl Platten pro Datenset - genommen werden sollen. Hat man gscheite Hardware-Büchsen zbsp. per SAS angebunden, kann auch definiert werden, dass die Datasets auf verschiedenen Büchsen landen sollen.

 

Man muss halt etwas genauer Planen und ausführen damit kein Wildwuchs entsteht, aber die Möglichkeiten finde ich schon klasse. Gerade auch für kleine Umgebungen.

 

 

Nachteile sehe ich aktuell noch im Read und Write-Cache. Etwas ReadCache des Ram's gibts zumindest wenn man das ganze über ein Cluster realisiert (Zwei Nodes, zbsp. ein 'dummes' HD-Shelf mit DualExpander per SAS angebunden). Habe ich leider noch nicht ausprobiert sondern erst virtuell auf einem ESXi. Single-Node Lösungen cachen leider nur kleinst-Dateien. Write Cache gibt es wohl noch nix gscheits ausser das, was das OS sowieso macht.

  • Like 1
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Moin,

 

denkbar ist vieles. Bedenke dabei aber, dass du hier erhebliche Freiheitsgrade hast und daher die Zuverlässigkeit des Systems durch sorgfältigen Aufbau selbst gestalten kannst - oder besser: musst. Viele werden auch weiter auf vorkonfigurierte Systeme setzen, wenn sie Zuverlässigkeit brauchen.

 

Die faktische Qualität der dahinterliegenden Software-Technik im Dauerbetrieb muss sich erst noch zeigen, da gibt es bislang nur Laborerfahrungen. Die sind positiv, aber das heißt noch nicht so viel.

 

Gruß, Nils

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  • 9 months later...

Hallo allerseits,

 

ich hoffe, der Thread ist noch nicht so alt, alsdass man hier nicht noch posten dürfte.

 

Wie sind die Erfahrungen bisher mit Storage Spaces? Die Technologie ist nun ja schon älter geworden.

Abgesehen von der Performance - spricht etwas dagegen?

Mir gefällt nicht, dass man nicht auf einfache Weise eine HDD ersetzen kann.

Erst muss man sie auf "Retire" setzen, dann den Pool prüfen, erst dann eine neue einsetzen... und man ist sich nicht sicher, ob man die alte/defekte entfernen kann - so meine Ergebnisse bisher!

 

Bei meinem HP Proliant Gen7 Microserver habe ich es gerade in Verwendung. Aber ich denke, ich sollte auch hier auf ein Raid10 gehen.

 

Hat jemand weitere Erfahrungen?

 

Danke und schönen Gruß!

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