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rziwin

Definition Ausweichserver bei Microsoft

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In den Microsoft Licensing-Produktbenutzungsrechte gibt es folgenden Absatz zu den SQL Servern:

 

Für SQL Server 2005, Workgroup, Standard und Enterprise Edition:

Ausweichserver. Für jede Betriebssystemumgebung, in der Sie Instanzen der Serversoftware ausführen, sind Sie berechtigt, bis zu der gleichen Anzahl von passiven Ausweichinstanzen in einer separaten Betriebssystemumgebung zur vorübergehenden Unterstützung auszuführen. Die Anzahl der in dieser separaten Betriebssystemumgebung verwendeten Prozessoren darf nicht die Anzahl der Prozessoren überschreiten, die in der entsprechenden Betriebssystemumgebung verwendet werden, in der die aktiven Instanzen ausgeführt werden. Sie sind berechtigt, die passiven Ausweichinstanzen auf einem anderen Server als dem lizenzierten Server auszuführen.

 

Gibt es dafür auch eine deutsche Übersetzung?

 

Also bei Oracle z. B. steht in den Lizenzbedingungen exakt drin, dass im Failover-Fall bis zu 10 Tage im Kalenderjahr die Software auf unlizenzierter Hardware betrieben werden darf.

 

Meint Microsoft was ähnliches damit?

 

Hintergrund: wie lizenziert man bitte den SQL Server für einen Failover-Cluster und für einen VMware ESX Cluster bei dem die Software normalerweise auf Knoten1/ESX1 läuft und nur im Ausnahmefall (per HA-Lösung) auf Knoten2/ESX2?

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Laut dem was ich in der Schule gelernt hab ist das deutsch!

 

Die Regel für Ausweichserver ist einfach:

 

Er muss immer ausgeschaöltet sein, ausser zu um ihn selbst zu patchen, in selbst zu maintenancen, oder wenn der lizenzierte Server defekt ist.

 

Der Cold Backup (Ausfall Server) Server, darf dabei nicht in demselben Cluster sein, wie der Produktivserver.

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Die Regel für Ausweichserver ist einfach:

 

Er muss immer ausgeschaöltet sein, ausser zu um ihn selbst zu patchen, in selbst zu maintenancen, oder wenn der lizenzierte Server defekt ist.

 

Der Cold Backup (Ausfall Server) Server, darf dabei nicht in demselben Cluster sein, wie der Produktivserver.

 

Also normaler Cluster-Betrieb ist damit also nicht möglich.

 

Nur was ist mit einem virtuellen SQL Server den ich normalerweise auf ESX1 laufen habe und bei Ausfall des ESX1 auf ESX2 starte? Es handelt sich dabei ja immer um die gleiche im SAN gespeicherte Installation.

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Du darfst beliebig viele Kopien (Images) machen, sie dürfen nur nicht laufen.

 

Also ich glaube um auf der sicheren Seite zu sein kaufen wir besser für jeden ESX die notwendige Anzahl SQL Server 2005 Enterprise per-Prozessor Lizenzen und der Rest ist egal, denn die Enterprise Edition darf man virtuell ja so oft nutzen wie man will. Da wir sowieso parallel drei getrennte virtuelle SQL Server brauchen macht es bei den Lizenzkosten dann sowieso fast nichts mehr aus ob 3 mal SQL Standard für je 2 CPUs oder halt 2 mal SQL Enterprise für je 2 CPUs.

 

Wir wollen das ganze auf einen hochverfügbaren Cluster aus zwei ESX Enterprise Servern machen und im Fehlerfall startet der Cluster halt alle auf dem gleichen SAN gespeicherten virtuellen Server auf der nicht ausgefallenen Hardware.

 

Dieses "Verschieben" kann man halt in den Lizenzbedingungen unter Punkt II) als b) Sie sind berechtigt, eine Softwarelizenz neu zuzuweisen, jedoch nicht auf kurzfristiger Basis (d. H. Nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung). Sie sind berechtigt, eine Softwarelizenz früher neu zuzuweisen, wenn Sie den lizenzierten Server aufgrund eines dauerhaften Hardwarefehlers außer Dienst stellen. Wenn Sie eine Lizenz neu zuweisen, wird der Server, dem Sie die Lizenz neu zuweisen, der neue lizenzierte Server für die entsprechende Lizenz. oder unter obigem Ausweichserver einordnen.

 

 

Warum kann Microsoft eigentlich nicht so klare Aussagen treffen wie Oracle??

 

Failover: Ihre Lizenz für die folgenden Programme, nämlich Oracle Database (Enterprise Edition, Standard Edition oder Standard Edition One), die Optionen für die Oracle Database Enterprise Edition sowie Oracle Internet Application Server (Enterprise Edition, Standard Edition, Standard Edition One oder Java Edition), die Optionen für Oracle Internet Application Server, Business Intelligence Suite Enterprise Edition, Business Intelligence Server Enterprise Edition und Business Intelligence (Standard Edition oder Standard Edition One) beinhaltet das Recht, das/die Lizenzprogramm(e) insgesamt bis zu zehn einzelne Tage eines jeden Kalenderjahres auf einem nicht lizenzierten Ersatzrechner in einer Failover-Umgebung ablaufen zu lassen. Jegliche Nutzung außerhalb des im vorangegangen Satz beschriebenen Nutzungsumfangs muss gesondert lizenziert werden; dabei gilt die gleiche Lizenz-Metrik wie für die Lizenzierung des/der Oracle Programms/Programme.

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Jetzt wird es ganz lustig -> http://download.microsoft.com/download/c/7/2/c727d265-188c-45ae-9ca0-ff5fd19089e8/wp_sql_2005_lizenzierung_de.pdf

 

Im gleichen Kapitel:

 

Failover Clustering. Failover Clustering ist ein Prozess, bei dem das Betriebssystem und der SQL Server 2005 zusammenarbeiten, um im Falle des Ausfalls einer Applikation, von Hardware oder einem Fehler im Betriebssystem die Verfügbarkeit zu gewährleisten. Durch eine Konfiguration, in der die Hardware redundant ausgelegt ist, können geschäfts-kritische Ressourcen von einer ausfallenden Maschine automatisch auf einen gleich konfigurierten Server übertragen werden.

 

Beim Failover Support wird ein Server als passiver Server bestimmt. Der Zweck eines passiven Servers ist, die Daten und Informationen, die auf einem anderen ausgefallenen Server verwaltet werden, aufzunehmen. Ein passiver Server benötigt keine Lizenz, vorausgesetzt, die Anzahl der Prozessoren auf dem passiven Server ist gleich oder weniger groß als die Anzahl der Prozessoren auf dem aktiven Server. Der passive Server kann die Aufgaben des aktiven Servers für 30 Tage übernehmen. Danach muss er entsprechend lizenziert werden.

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In den aktuellen Produktnutzungsrechten findest du folgende Formulierung zum Thema Cold Standby Server als SA Benefit:

 

Wiederherstellungsrechte für „Cold“ Disaster.

Für jede Instanz von berechtigter Serversoftware, die Sie in einer physikalischen oder virtuellen Betriebssystemumgebung auf einem lizenzierten Server ausführen, sind Sie berechtigt, vorübergehend eine Sicherungsinstanz in einer physikalischen oder virtuellen Betriebssystemumgebung auf einem Server auszuführen, der für die Wiederherstellung bei Notfällen bestimmt ist. Die Produktbenutzungsrechte für die Software und die folgenden Beschränkungen gelten für Ihre Verwendung von Software auf einem Server für die Wiederherstellung bei Notfällen.

• Der Server muss abgeschaltet sein, außer (i) zu begrenzten Selbsttests der Software und zur begrenzten Verwaltung von Patches der Software oder (ii) zur Wiederherstellung bei Notfällen.

• Der Server darf sich nicht im gleichen Cluster wie der Produktionsserver befinden.

• Sie dürfen die Sicherungs- und Produktionsinstanzen nur während des Wiederherstellens der Produktionsinstanz bei einem Notfall gleichzeitig ausführen.

 

Das gilt in dem Fall von SA zwar für alle Server Produkte, aber es wird klar worauf MS raus will.

 

Der von dir zitierte Text gilt für Prozessorlizenzen, so steht es in dem von dir gefundenen Dokument.

 

Grundsätzlich geht es darum dass JEDER Server den du installierst eine eigene Lizenz benötigt, egal ob du ihn produktiv nutzt, oder er nur rumsteht und wartet. Die Serverhardware musst du ja auch bezahlen, auch wenn du sie dann nur rumstehen lässt, warum sollte dies also für Lizenzen anders sein.

 

MS ist so freundlich und gewährt dir das Recht auf einen Cold Backup Server, will aber sichergestelt haben dass du ihn nicht heimlich doch (weil er ja eh da ist) produktiv einsetzt (denn warum soll der Server nur rumstehen, wenn er auch arbeiten kann). In dem Fall wäre eine Lizenz notwendig.

 

Da es hier immer Spielraum gibt um die eine uder andere Situation zu verargumentieren, müssen halt so (oftmals seltsame) Regeln und Grenzwerte benannt werden.

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