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MST

DHCP - Ausgeschlossene IP's

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Hallo zusammen,

 

folgendes Problem: Ich habe hier Windows 2000 Advanced Server. Darauf läuft der DHCP-Dienst. Der IP-Bereich ist 192.168.0.1 - 192.168.0.99. Da die IP-Adressen 192.168.0.1 - 192.168.0.10 für Maschinen mit fester IP reserviert werden sollen habe ich diesen Bereich im Adresspool als "von der Verteilung ausgeschlossene IP-Adressen" festgelegt.

 

Diese Einstellung zeigt aber keine Wirkung. Ein Client, bei dem ich die IP-Adresse automatisch beziehen lasse, erhält die 192.168.0.3. Die hatte er zwar vor der Umstellung auf DHCP auch als feste IP zugewiesen, aber das sollte ja eigentlich keine Rolle spielen. Einen Eintrag bei den Leases hat die Maschine ebenfalls nicht, Reservierungen sind nicht hinterlegt.

 

Mache ich was falsch?

 

Ach ja, der Client hat Win XP.

 

Gruß

 

MST

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Ist beim DHCP-Server-Snapin keine Lease für diese Adresse angegeben?

Ist der augeschlossene Bereich im DHCP-Server-Snapin angegeben?

 

Wenn keine Lease im DHCP-Server-Snapin für diese Adresse angegeben ist, hat dieser DHCP-Server diese Lease auch nicht erteilt.

 

Gibt es vielleicht irgendwo im Netz noch einen ICS-Server oder etwas ähnliches?

 

Probier mal "ipconfig /release" und dann "ipconfig /renew" auf dem Client aus.

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Danke!

 

Mit ipconfig /release und ipconfig /renew hats dann geklappt, der Client hat jetzt 192.168.0.11, so wies sein soll.

 

Allerdings würde ich das Ganze gerne auch verstehen...

 

Warum hat er über den Weg eine IP aus dem korrekten Bereich erhalten, beim Runter - und Rauffahren (incl. Abschalten) aber nicht? Das würde ich gerne verstehen.

 

Im LAN ist noch ein Router, auf dem ist DHCP aber abgeschaltet. Der Router ist allerdings in den DHCP-Bereichsoptinen als Router, DNS- und WINS .Server eingetragen, das ist doch so korrekt, oder?

 

Gruß

 

MST

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Hallo,

 

ich nehme mal an, dass DER DHCP dem Client diese 192.168.0.3 nicht erteilt hat.

 

Da Du ja gesagt hast, dass Du den Bereicht 1-10 ausgeschlossen hast.

 

Vermutlich hatte der Rechner vorher schon die 3. Durch das Einrichten des DHCP's hat es der Client noch nicht mitbekommen, weil er noch nen Lease hatte. Durch ipconfig /release (verwerfen der aktuellen IP-Konfig) und ipconfig /renew (beziehen einer neuen IP-Konfig) wird er es dann gecheckt haben.

 

Original geschrieben von MST

Der Router ist allerdings in den DHCP-Bereichsoptinen als Router, DNS- und WINS .Server eingetragen, das ist doch so korrekt, oder?

 

Würde in den Bereichsoptionen nicht den Router als WINS angeben, weil er sonst unnötig eine Verbindung aufbaut bei jeder einzelnen NetBIOS Anfrage. Nur so als Tip

 

 

 

Gruß

Roland

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Original geschrieben von Wildi

Würde in den Bereichsoptionen nicht den Router als WINS angeben, weil er sonst unnötig eine Verbindung aufbaut bei jeder einzelnen NetBIOS Anfrage. Nur so als Tip

 

Roland

 

Hallo,

 

stattdessen den DHCP-Server als WINS angeben oder ganz weglassen?

 

Gruß + Danke

 

MST

 

P.S. Macht das Sinn, DNS+Gateway auf den Router, DHCP+WINS auf der anderen Maschine?

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Die Frage ist ob du einen WINS-Server im Netzwerk hast bzw. einen brauchst? Hast du noch alte Clients (W9x WinNT) im Netz?

 

Der Router ist wahrscheinlich kein WINS-Server.

 

Wenn du einen WINS-Server brauchst würde ich eventuell den W2K-Server hierfür verwenden.

 

Warum der Client die alte IP behalten hat verstehe ich auch nicht ganz, wenn er vorher mit statischer IP konfiguriert war. Wenn er auch vorher mit DHCP konfiguriert war, würde ich mich der Meinung von Wildi anschliessen.

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Bin voll einer Meinung mit Ranger.

 

WINS brauchst Du nicht für Internetauflösungen. Kommt darauf an, wie Dein Netz aussieht.

 

Der Router ist ganz sicher kein WINS Server und hinter dem Router wirst Du auch keine NetBIOS Namensauflösung verwenden können, ausser der Router ist RFC 14(schießmichtot) Kompatibel. Nehme mal an das Du den Router für Internetzugang verwendest. Dann kannst auf WINS völlig verzichten.

 

Also, es ist OK, dass Du als Bereichsoptionen im DHCP den Router als Gateway hast (ist auch ein muß), wenn Du intern keinen DNS brauchst ist es auch OK, dass Du den Router als DNS-Server verwendest. Der ist zwar kein richtiger DNS, aber er forwardet die Namensauflösung ins Internet. Passt also auch.

Hast Du ne Active Directory wäre es besser bzw. ja sogar ein muss, dass Du nen eigenen DNS hast.

 

WINS auf keinen Fall als Router angeben. 1. ist der Router kein WINS und 2. braucht man WINS in aller Regel heute eh nimma, ausser bei besagten Gründen von Ranger. Dann aber ein eigener WINS auf dem Server

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Vielen Dank für die aufschlussreichen Informationen.

 

@ranger

 

Ich habe noch 2 Win98 Rechner im LAN. Allerdings liefen die bisher einwandfrei, solange ich als WINS den Router angegeben hatte, obwohl auf dem kein WINS lief. Brauche ich für Win98 jetzt den Dienst noch oder nicht?

 

@Wildi

Ich dachte bisher WINS macht im Prinzip dasselbe wie DNS, nämlich Namen/IP's auflösen. Deswegen bin ich davon ausgegangen, das ich beide Dienste sinnvollerweise an dieselbe Maschine schicke.

 

Vielleicht ein kleiner Ausflug, was ich eigentlich gerade treibe:

 

Ich hatte bisher nur einen Server, auf dem lief alles, also Router, File-Server, Firewall etc.

 

Die Clients hatten alle eine feste IP und der Server war für alle LAN-Dienste (Gateaway, DNS und WINS) eingetragen.

 

Soweit, Sogut.

 

Inzwischen habe ich mir einen zweiten Server hingestellt, der als File-Server laufern soll. Der alte Server soll nur noch als Router/Firewall laufen.

 

In dem Zusammenhang bin ich auch auf DHCP umgestiegen.

 

Und jetzt stellt sich eben die Frage, welcher Dienst wohin, hab ich mich zwar schon quer durchs Netz gelesen und dabei viel über die diversen Dienste gelernt (was auch Sinn der Sache ist), aber wie man das im LAN am Besten organisiert war so nirgends zu finden.

 

Bis ich auf dieses Forum gestossen bin, auf dem Weg nochmal Danke für die bisherige Hilfestellung, geballte Kompetenz hier!

 

Gruß

 

MST

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Die NetBios-Namensauflösungen, die von Win9x-Rechnern benötigt werden können auch über Broadcasts statt über einen WINS-Server erfolgen. Das hat wahrscheinlich auch in deinem Netzwerk stattgefunden, wenn du den Router als WINS-Server angegeben hast. Es sollte dann jedoch auch alles ohne WINS-Server funktionieren, sogar (unmerklich?) schneller da die Rechner gleich den Broadcast benutzen und nicht erst auf die Antwort eines WINS-Servers warten.

 

Probier einfach mal aus ob es irgendwelche Probleme gibt, wenn du keinen WINS-Server angibst.

 

Wichtig ist jedoch auf jeden Fall das NetBios über TCP/IP auf allen Rechnern aktiviert bleibt.

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Moment,

 

also WINS und DNS sind Namensauflösungen. Zu WinNT, 98 Zeiten war es die NetBIOS auflösung, die In war.

 

NetBIOS = Rechnernamen

 

Wenn Du z.B. sagst, ping pc1, bedeutet dass das ein Rechner über NetBIOS aufgelöst wird.

Hast Du keinen WINS, versuchen die Kisten diesen Namen über Broadcast (Rundruf im Netzwerk) aufzulösen. Sind viele Rechner im Netz kann es da zu erheblichen verzögerungen kommen. Stichwort: Broadcaststorm.

Daher ist dann ein WINS-Server von Vorteil. Das wäre dann Unicast.

 

ping pc1 --> in der WINS Datenbank wird nachgeguckt wer pc1 ist --> WINS liefert die IP von pc1 zurück --> der anfragende PC kontaktiert pc1 über die IP. Also keine Broadcasts, sonderen Unicasts (Direktverbindung)

 

@ranger

Das mit Deiner Aussage, dass ein WINS nachteiliger wäre wie die Standard NetBIOS Auflösung (Broadcast) ist so nicht ganz richtig. Egal ob wenige oder viele Kisten, ein WINS lohnt sich immer. Aber bei nur ein paar Kisten im Netz brauchst Du das wirklich nicht einrichten.

 

Weiter im Text:

 

Da im Internet keine NetBIOS Auflösungen stattfinden sondern FQDN (Full Qualified Domain Name), brauchst Du für das Internet DNS.

 

FQDN = z.B. http://www.web.de

 

www = Hostname

web = Organisation

de = Top Level

 

Ein FQDN setzt sich also aus Hostname (NetBIOS) und Domain zusammen.

 

Der DNS ist normalerweise statisch. Um ein dynamisches DNS zu erreichen hatte man daher früher den WINS in die DNS Datenbank eingebaut.

 

z.B. ein eigenes Netz, welches man mit FQDN anspricht:

 

Der WINS sammelt die Rechnernamen

pc1, pc2 ... pc100, server usw. usw

 

Der DNS stellt die Domain her z.B. meinnetz.de

 

Baut man nun den WINS in DNS ein, kann man die Rechner nun auch so ansprechen:

 

pc1.meinnetz.de

pc2.meinnetz.de

...

...

server.meinnetz.de

 

Sowas war gerade dann wichtig, wenn DHCP ins spiel kam.

 

DNS wie gesagt statisch

Hättest Du im DNS gesagt pc1 = 192.168.1.1

Wäre das fix und fest gewesen.

Hätte der DHCP dann irgendwann mal die IP dieses Rechners geändert, hättest keine Verbindung mehr über FQDN zu pc1 erhalten

 

z.B. pc1 hat 192.168.1.1 --> DHCP ändert auf 192.168.1.2

ping pc1.meinnetz.de --> da statischer Eintrag im DNS (pc1= 192.168.1.1) hättest eine Rückmeldung von 192.168.1.1 bekommen aber nicht von 192.168.1.2 (was ja nun der pc1 wäre der durch DHCP geändert wurde.

 

Die Abhilfe ist dann WINS in DNS

WINS samelt die Daten dynamisch. ALso, ändert der DHCP was, bekommt das der WINS mit und reorganisiert seine Datenbank.

 

Neuere Systeme wie 2000, XP ... kommen mit dem reinen dynamischen DNS klar. Das heisst, es ist jetzt möglich, den DNS selbst dynamisch zu machen mit Verzicht auf WINS.

 

Wie Ranger richtig schrieb, brauchst Du heute nur noch nen WINS, wenn Du alte Systeme laufen hast, die mit der neuen dynamischen Art des DNS nicht klar kommen.

 

Da DU aber keine interne Namensauflösung über DNS machst und Deine Kisten (sind ja nur ein paar) auch über Broadcast gefunden werden, kannst wirklich getrost auf die Sache verzichten.

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Wenn Du z.B. sagst, ping pc1, bedeutet dass das ein Rechner über NetBIOS aufgelöst wird.

Im Prinzip ist das absolut richtig, ist ein NetBIOS-Name daher NetBIOS-Namensauflösung, aber in dem genannten Beispiel dennoch nicht richtig.

Die Namensauflösung - DNS-Namensauflösung oder NetBIOS-Namensauflösung, die sich ja unterscheiden - ist u.a. auch abhängig von der Anwendung. Allen voran der ping, ein Tool aus der UNIX-Welt entstammend, geht immer zuerst eine DNS-Namesnauflösung, egal um welchen Namenstyp es sich handelt.

 

grizzly999

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@wildi

Ich meinte nicht das ein WINS-Server nachteilig ist gegenüber Broadcastauflösung. Aber wenn ein nicht existenter WINS-Server vor dem Broadcast abgefragt wird ist das sicherlich unnötig.

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@ranger

 

jo, das stimmt allerdings, weil dann würde er ja erst versagen und dann nen Erfolg haben. Somit wäre das ein Nachteil. Sorry, habe Deinen Beitrag missverstanden

 

@grizzly

schon klar. das sollte auch nur ein beispiel gewesen sein um das ganze ein bissi anschaulich darzustellen. sicher ist da speziell der ping der falsch gewählte befehl. aber rein aus der sicht von NetBIOS auflösungserklärung richtig. wollte es nur einigermassen anschaulich beschreiben. da fiel mir im augenblick nur der ping ein ;)

 

@MST

 

Denk Dir daher statt dem ping eine reine NetBIOS Anwendung

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Wow, vielen Dank für die 1a-Informationen, hier werden Sie geholfen... ;-)

 

OK. Konnte dem Ganzen nach mehrmaliger Lektüre jetzt folgen und habe soweit verstanden, daß ich mir den WINS eigentlich schenken kann. Hab ich auch schon so realisiert, funzt einwandrei. Danke nochmal.

 

Wie beschrieben verweisen die DHCP-Einträge jetzt Gateaway + DNS Anfragen an den Router, der File-Server übernimmt die DHCP-Verwaltung, WINS habe ich komplett rausgenommen.

 

Jetzt habe ich aber doch noch eine Frage:

 

Wenn jetzt der Router mal ausfallen sollte würde damit ja auch der DNS-Verweis ins Leere führen. Wäre es da nicht schlauer, auf dem File-Server DNS einzurichten und bei den Optionen die Weiterleitung auf den Router anzugeben?

 

Dann würden, soweit ich das verstanden habe, alle DNS-Anfragen zunächst vom File-Server intern beantwortet, sollte er die Anfrage nicht auflösen können geht das Ganze weiter an den Router -> INet.

 

Welche Variante ist erfahrungsgemäß die Bessere?

 

Gruß

 

MST

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Wenn jetzt der Router mal ausfallen sollte würde damit ja auch der DNS-Verweis ins Leere führen. Wäre es da nicht schlauer, auf dem File-Server DNS einzurichten und bei den Optionen die Weiterleitung auf den Router anzugeben?

Wenn der Router dein einzgier Zugang zum Internet ist, dann ist es eh' egal, ob der Router oder ein interner Rechner die DNS-Namensauflösung macht, denn der interne kommt bei einem Routerausfall auch nicht raus, bzw. spätestens der Client kommt ja nicht raus. Oder hast du noch einen zweiten Internetzugang parallel dazu?

 

grizzly999

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