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Multihomed-Problem: Zwei Rechner mit 1Gigabit/s und 100Mbit/s


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Hallo, da in letzter Zeit die Gigabit-Ethernet Karten recht billig geworden sind, habe ich jetzt folgendes Szenario:

Zwei Produktionsrechner unter Windows XP Professional, zwischen denen große Datenmengen ausgetauscht werden, sollen über 100Mbit/S mit dem LAN und über 1Gbit/s untereinander vernetzt werden.

 

Beide Rechner hängen über die 100Mbit-Schnittstelle an einem LAN-Switch und gehen über einen externen Router ins Internet.

Beide Rechner haben außerdem eine Gigabit-Schnittstelle, die über ein Crosspatchkabel verbunden sind.

 

Wie muss das Ganze konfiguriert werden, damit

 

- Die Rechner über die 100Mbit-Schnittstelle mit den anderen Rechnern in der Arbeitsgruppe kommunizieren und ins Internet gehen.

 

- Die Rechner z.B. bei Netzwerkfreigaben untereinander ausschließlich über die Gigabit-Schnittstelle kommunizieren.

 

Die Rechner sind in einer Arbeitsgruppe (insgesamt sind nur 8 Rechner ohne dedizierten Server im LAN)

 

Meine Versuche mit einer Netzwerkbrücke schlugen fehl, die Kommunikation erfolgte außschließlich über die 100Mbit-schnittstelle. Auch die Konfiguration der hosts-Datei (Ein Eintrag für den Hostnamen des jeweils anderen Rechners mit der IP von dessen Gigabit-Schnittstelle) brachte nichts. Wie war noch die Reihenfolge bei der Namensauflösung in einer Arbeitsgruppe (Knotentyp ist "unbekannt")

 

Weiß jemand eine Standard-Lösung?

 

Gruß, JoeSan

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Original geschrieben von klausk

Sind die beiden Netzwerkkarten in einem eigenen Netzwerkbereich?

 

Jo, es handelt sich um unterschiedliche Subnetze:

 

Das LAN hat die Netzwerkadresse 192.168.0./24

Hier ist der Router als Stdt.-Gateway und als DNS-Server eingetragen, da er als auch als DNS-Forwarder fungiert.

 

Das Gigabit-Subnetz hat die 10.0.0/24. Hier ist sonst nichts weiter eingetragen.

 

 

Gruß, JoeSan

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@klausk:

Erstell auf den beiden GB-PCs einen Routing-Eintrag zum jeweils anderen PC, Routing muß dazu nicht aktiviert werden.

Das sollte eigentlich nicht notwendig sein, da die beiden PCs die Route schon kennen, sie haben ja eine direkte Verbindung zum 10er Netz.

 

Du musst nur dafür sorgen, dass die 10er Route die bevorzute Route zwischen den beiden PCs ist. Dazu musst Du der 10er Adresse eine bessere Metric geben als der 192er Adresse.

 

z.B.:

route delete 192.168.0.0

(um die 192er Route zu löschen)

dann

route -p add 192.168.0.0 mask 255.255.255.0 192.168.0.X metric 2

(fügt die Route wieder hinzu, aber mit einer schlechteren Metric). Das ganze auf beiden Rechnern machen und das "X" dann noch durch die jeweilige Rechneradresse austauschen.

 

Die beiden PCs sollten jetzt immer die bessere Route wählen wenn sie die Wahl haben. Da die 10er Adresse immer noch eine Metric von 1 hat, ist im Zweifelsfall diese Route die bessere.

 

RS

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Hm,

 

scheint doch ein kniffliges Problem zu werden...

 

Routing bringt mich da wohl nicht viel weiter, denn es gibt hier erstmal keine Remote-Subnetze, deshalb auch kein Gateway auf dem Gigabit-Subnetz, denn alle Subnetzte für die lokale Kommunikation, um die es hier geht, sind eben: lokal

Kann man eine solche Route überhaupt mit route del löschen?

 

Werde es bald mal ausprobieren...

 

Ich will mein Ziel nochmal etwas genauer formulieren:

 

Das Ziel ist die optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bandbreiten.

 

Wenn RechnerA (192.168.0.1; 10.0.0.1) z.B. mit RechnerB (192.168.0.2; 10.0.0.2) eine Session aufbauen will, dann soll er dies immer nur mit der IP 10.0.0.2 tun, also die Gigabit-Ethernet Schnittstelle verwenden.

 

Ich bin schon seit einigen Jahren im Geschäft, aber mir will derzeit einfach nicht einfallen, auf welcher Ebene da anzusetzen wäre.

Vielleicht auf Anwendungsebene , z.B. mit "net use" eine Verbindung direkt mit der IP der Gigabit-Schnittstelle des anderen Rechners herstellen?

 

Ich habe eine ähnliche Konfiguration schonmal mit einem Netzwerk gemacht, wo ein multihomed Client mit der IP eines SQL-Servers auf der exklusiven Gigabit-Verbindung kommuniziert, weil es da möglich war, den Client so zu konfigurieren, dass er eben nur gezielt eine Verbindung mit einer IP (bzw mit dem Socket IP:Port) herstellt, und nicht mit dem Rechnernamen.

 

Hm komme im Moment gedanklich da nicht weiter...

 

Gruß, JoeSan

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Wenn RechnerA (192.168.0.1; 10.0.0.1) z.B. mit RechnerB (192.168.0.2; 10.0.0.2) eine Session aufbauen will, dann soll er dies immer nur mit der IP 10.0.0.2 tun, also die Gigabit-Ethernet Schnittstelle verwenden.

Das ist der korrekte Ansatz für dein "Problem". Damit die Kommunikation nur zwischen den zwei Rechnern auf die GBit-Karte gezwungen wird, musst du sie zwingen, die 10er-Adresse zu benutzen, den Rest erledigt die interne Routenwahl auf den Rechnern. Das heißt aber, konsequent Verbindungen über die 10er IP initialisieren (z.B. mit net use) oder wenn man den Namen doch benutzen will, oder ein aus Versehen benutzen abfangen will, den Namen des anderen Rechners mit nur der 10er IP in die HOSTS und mit dem #PRE in die LMHOSTS eintragen ;)

 

grizzly999

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Hm, habe das jetzt alles mal ausprobiert:

 

Das mit dem Initialisieren der Verbindung mit "net use" über die IP funktioniert leider nicht (Systemfehler 53), komischerweise aber über den Netzwerkverbindungsassistenten: Nachteil: wenn die Verbindung bei einem Neustart nicht da ist, braucht der Rechner sehr lange Zeit zum booten, wohl weil er den Timeout für die Verbindungsherstellung abwartet.

 

Da muss ich noch etwas tunen....

 

Das mit den Metriken funktioniert definitiv nicht, sobald ich ein Standard-Gateway auf dem Gigabit-Subnetz eintrage, kommt der Rechner (über die anderen Schnittstelle) nicht mehr ins Internet, egal welche Metrik, eine Namensauflösung findet sogar noch statt, aber offenbar findet z.B. der Browser die Route über das Internet-Gateway dann nicht mehr.

 

ich werde das Ganze wohl doch eine Weile austesten müssen,

 

Danke für Eure Postings,

 

JoeSan

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