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SQL2005 Vorgehen/Performance Spiegelung/Cluster/Protokollversand


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Hallo zusammen,

ich habe hier derzeit einen SQL2005 Standard auf W2K3 mit 2DBs (Produktiv und Test) für die ich die Redundanz und ggf. die Performance erhöhen möchte. Die Datenbank wird für ein branchenspezifisches ERP genutzt und ist nicht gerade schnell (Anwendung greift über ODBC zu). Die Wiederherstellung sollte im Fehlerfall natürlich zügig erfolgen, aber es reicht ggf. auch innerhalb 2-3h. Jetzt stellt sich erst einmal grundsätzlich die Frage welcher Weg am sinnvollsten ist. Ich sehe derzeit drei Möglichkeiten:

 

Variante A: Einen Server (W2k8) aufsetzen, SQL 2005 drauf, Vorhandenen SQL Server als Prinzipal, Neuen Server als Mirror, einen anderen Server mit SQL-Standard oder Express als Zeugen. Notwendig:neuer Server, W2k8 Lizenz, vorhandener Rechner

 

Variante B: Einen Server (W2K8) aufsetzen, SQL 2005 drauf, Einrichten eines Clusters mit beiden Servern Notwendig: Notwendig:neuer Server, W2k8 Lizenz, vorhandener Rechner, SQL2008 Lizenz (2005 gibts ja nicht mehr). (Hier bin ich noch nicht ganz im Thema) edit: Upps, da brauche ich wohl erst mal die Enterprise-Server (peinlich)

 

Variante C: analog zu Variante A nur das hier die Absicherung über Protokollversand läuft und kein Zeuge genutzt wird.

 

Nun zu den Fragen:

Zu Variante A:

Wie wirkt sich eine Spiegelung auf die DB-Performance aus?

Welchen Einfluß hat die neue Hardware auf die Performance?

 

Zu Variante B:

Kann ein Clustering mit 2 verschiedenen BSs ( 2K3 und 2K8) und 2 DB-Versionen 2005/2008 funktionieren?

Brauche ich tatsächlich die Enterprise Edition der Server um ein Clustering überhaupt durchzuführen?

 

Was würdet ihr bevorzugen?

 

Bitte helft mir, da ich zwar viel gelesen habe, aber zum Beispiel bezgl. Dimensionierung nichts sinnvolles gefunden habe.

 

cu Rentemplem

 

Quellen:

http://technet.microsoft.com/de-de/sqlserver/bb892242#EWIAG

http://www.itrain.de/knowhow/sql/2005/admin/mirror.asp

bearbeitet von rentemplem
Fehlerbehebung
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Hallo rentemplem

 

Wie wirkt sich eine Spiegelung auf die DB-Performance aus?

Pauschalurteile kann man schlecht abgeben, das ist immer auch von der Datenbankstruktur und den Datenmengen abhängig. Aber alles was ich bisher gesehen habe, war mehr mess- als fühlbar. Von daher recht entspannt.

Welchen Einfluß hat die neue Hardware auf die Performance?

Neue Hardware sollte mehr Leistung besitzen als deine derzeitige Bestandssoftware. Daher sollte ein Performancezuwachs verzeichenbar sein. Aber auch hier kann ein schlechtes Datenbankdesign den schnellsten Servern alt aussehen lassen.

 

Kann ein Clustering mit 2 verschiedenen BSs ( 2K3 und 2K8) und 2 DB-Versionen 2005/2008 funktionieren?

Nein. Für das Clustering brauchst du definitiv die gleiche OS-Version und die gleiche SQL Server Version.

 

Was würdet ihr bevorzugen?

Ganz klar die Variante Cluster.

 

aber zum Beispiel bezgl. Dimensionierung nichts sinnvolles gefunden habe.

Dazu anbei ein guter Blog-Post von Steffen Krause mit diversen Links zu herstellerspezifischen Sizing-Papers: SQL Server Sizing - Steffen über SQL, SharePoint und HPC - Site Home - TechNet Blogs

 

Und wenn du weitere Fragen hast, weißt du ja, wohin du dich wenden kannst. :-)

 

In dem Sinne, schönen Tag wünscht

Carsten

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Hallo Carsten,

erst mal Dank für deine schnelle Antwort.

 

Das mit dem Clustering hat sich vermeintlich erledigt, da das vielleicht doch zu aufwendig ist :(

Wenn ich das richtig sehe, brauche ich dafür dann:2xW2k8 Enterprise, 2xSQl 2008/2011, müsste sinnvollerweise die vorhandenen DBs auf 2008 migrieren (Statement vom ERP-Hersteller steht noch aus) und dann wie folgt:

1. Aufsetzen neuer Server

2. Installation SQL 2008/2011 auf neuem Server

3. Restore der DB

4. Umstellung Anwendung auf neuen Server

5. Neuinstallation der alten Hardware unter W2k8 Enterprise

6. Installation SQL 2008/2011 auf alter Hardware

7. Einrichten Clustering ( geht das mit einem W2k3 Standard-DC ?)

 

Ist ja nicht so ganz ohne :confused:

 

btw: der alte DB-Server ist derzeit in W2k3 Standard mit SQL-2005 Standard, 2 Wege Quadcore Xeon 3GHz, 4GB Ram (50%frei), 5-10% Prozessorlast, 2x HW Raid (scheinbar mirror auf 4x15k Platten) und 3 Volumes, wobei System und temp auf dem ersten und die DBs auf dem zweiten Raid liegen.

 

Ich bin für Tipps echt dankbar, da ich nicht weiß, wie ich am schlauesten weiter machen soll.

 

Danke Rentemplem

bearbeitet von rentemplem
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Hallo zusammen,

ich halte euch mal über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden und bin für Kommentare dankbar :)

Stand ist derzeit der, dass ich irgendwie die Clustergeschichte schon abgehakt habe, da diese vielleicht doch über Ziel und Budget hinausschiesst.

 

Insofern also wohl Spiegelung. Diese dann als Safety Full mit Zeugen und synchronized. Hierdurch hätte ich prinzipiell ein automatisches Failover.

 

Da die ERP-Anwendung über ODBC-Zugreift :shock:, muss ich dann im Fehlerfall noch Konfigdateien auf den Terminalservern austauschen, und die Leute können weiter arbeiten (Ich hoffe ich bekomme vom ERP-Anbieter noch ein Statement, wie dieses ggf. automatisch abgefangen werden kann, so das die Server im Failover automatisch getauscht werden können). Ansonsten muss ich mir eine Möglichkeit suchen, dass die Dateien ggf. automatisch getauscht werden.

Zu Testzwecken für die Spiegelung installiere ich gerade einmal SQL2005 auf einem Testrechner und will versuchen eine Testdatenbank zu spiegeln und alles durchzutesten.

 

Wenn das klappt und mir der Weg klar ist, geht's an das Bestellen der neuen Hardware.

 

Ich habe eine HP DL380G7 mit einem P410i/1GB Controller angeboten bekommen und bin gerade dabei mir die Plattenkonfiguration zu überlegen.

 

Da ich vermeiden will, dass es an der Plattenperformance hängt, denke ich an 2x Raid 10. RaidA für BS und Logfiles und RaidB für die DBs.

 

Macht das Sinn?

 

Wie gesagt , bin dankbar für jeden Tipp ;-)

 

cu Rentemplem

bearbeitet von rentemplem
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Moin,

 

mal ganz abgesehen davon, dass die Diskussion hier viel zu schnell an konkreten Lösungen ist, ohne dass die Anforderung ausreichend geklärt ist, ist Database Mirroring durchaus eine sinnvolle und leistungsfähige Option, die dem Clustering in bestimmten Situationen durchaus überlegen sein kann.

 

Aber das kann man nur beurteilen, wenn man die Gesamtheit sieht. Das Wort "Wiederherstellung im Fehlerfall", das du verwendest, hat jedenfalls erstmal weder mit Clustering noch mit Mirroring zu tun, sondern vor allem mit Recovery ...

 

Gruß, Nils

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Hallo Nils,

 

ok, ich habe da durchaus Dinge gemischt, die ich möglichst gleichzeitig erschlagen will.

 

Die erste Priorität hat es die Redundanz zu erhöhen (Hardwareausfall, Brand im Serverraum o.ä.). Daher 2ter Server in anderem Brandbereich.

 

Als 2tes wäre es nicht schlimm, wenn die ERP vielleicht etwas fixer wird bzw. sicherzustellen, das die Hardware nicht an der "Langsamkeit" schuldig ist. Daher wäre es praktisch, wenn man gleichzeitig (wenn alles läuft) die Funktion auf schnellere Hardware umzieht.

 

Als 3tes hätte man so neuere Hardware im Einsatz, was auch nett wäre, weil die Platten nun auch schon ein paar Umdrehungen auf dem Buckel haben.

 

Häte ich nun also einen 2ten Server wie beschrieben, sollte ich doch alles erschlagen haben... Oder ?

 

cu Rentemplem

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Ich schon wieder:D

Jetzt wollte ich auf einem Testrechner die Testdatenbank mal spiegeln um zu schauen, ob ich das soweit verstanden habe und muss zu meinem Erschrecken feststellen, dass die Datenbanken im Wiederherstellungsmodell "einfach" laufen:eek: Daher werde ich die wohl auf "vollständig" umstellen müssen. Beim ERP-Anbieter habe ich schon angefragt, ob er dort Problem sieht /(Abgesehen vom Umstellen der DaSi).

 

Ich würde so Vorgehen: Am Wochenende eine Extra Sicherung laufen lassen, Datenbank Überprüfen, umstellen auf "vollständig" und Sicherung konfigurieren.

Gibt es aus eurer Sicht Gefahren dabei ?

Danke Für Tipps,

euer Rentemplem

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Ich würde so Vorgehen: Am Wochenende eine Extra Sicherung laufen lassen, Datenbank Überprüfen, umstellen auf "vollständig" und Sicherung konfigurieren.

Gibt es aus eurer Sicht Gefahren dabei ?

Eigentlich nicht. Solange du die Backups für Datenbank und Transaktionslog sowie die Wartungspläne sauber konfigurierst und dir dabei die Platten nicht volllaufen, gibts da keine Gefahren.

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