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Tracking im Internet. Denn sie wissen was Du tust...

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Thomas K.

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blog-0730175001424107829.jpgIst es Dir auch schon einmal aufgefallen, dass Du nach etwas bestimmten im Internet gesucht hast und danach immer wieder zu Deiner Suche passende Werbeanzeigen eingeblendet bekommen hast – auch auf anderen Webseiten?
Du suchst nach einem neuen Tablet und plötzlich bekommst Du immer wieder Werbeanzeigen für Tablet Computer angezeigt, egal auf welchen Webseiten Du Dich gerade aufhältst.

Es ist nicht weiter verwunderlich dass so etwas geschieht. Wenn ein Werbetreibender weiß nach was Du suchst, weiß er was Dich interessiert und was Du potentiell auch kaufen würdest. Folglich ist es naheliegend dass er Dir so lange dazu passende Werbung einblendet, bist Du gekauft hast.
Das wird er auf der Seite machen auf der Du Dich nach einem Produkt erkundigt hast und dann weiter auf allen anderen Seiten die Du anschließend besuchst.

Zuerst ist zu sagen, dass dieses Usertracking nicht grundsätzlich schlecht ist. Einer meiner Bekannten meinte einmal, wenn Du Werbung angezeigt bekommst die Dich nicht interessiert, hast Du nur ein zu unscharfes Profil deiner Person im Netz hinterlassen. Je mehr Informationen Werbetreibende und Webseiten über Dich haben umso zielgerichteter wirst Du mit Werbung beschickt. Wenn Du das magst ist es gut, wenn Du das nicht magst kannst Du etwas dagegen unternehmen.

Doch wie funktioniert das und wie kannst du das unterbinden wenn du nicht verfolgt werden willst?

Um Dein Verhalten zu beobachten gibt es mehrere Methoden. Es fängt damit an dass Dein Browser jeder besuchten Internetseite Deine IP Adresse mitteilt. Darüber hinaus verrät er welchen Browser Du benutzt, welche Versionsnummer er hat und welche Bildschirmauflösung Du nutzt. Die Webseite kann sehen welche installierte und genutzte Software auf Deinem Rechner ist, deren Versionen, Dein Betriebssystem, dessen Version und über welchen Provider Du ins Netz gehst.

Das ist schon mal ein guter Anfang um Dich (beziehungsweise Deinen Rechner) recht eindeutig zu identifizieren.
Weiter geht es mit den Cookies. Das sind Dateien die eine Webseite auf Deinem Rechner speichert um Dich bei Deinem nächsten Besuch wieder zu erkennen. Wir bei MCSEboard.de benutzen ein Cookie um Deinen Anmeldestatus über mehrere geöffnete Browsersessions sicherzustellen und um zu sehen, ob Du automatisch angemeldet werden willst oder nicht.

Werbetreibende setzen Cookies ein um Dich webseitenübergreifend zu verfolgen und so zu erfahren für was Du Dich interessierst. So können sie dir auf Facebook Werbung für einen Tablet Computer einblenden nach dem Du vorher auf der Seite des Herstellers nach so einem Gerät gesucht hast.

Facebook kann noch viel mehr damit machen, denn Facebook weiß wer Du bist, wo Du wohnst, wer Deine Freunde sind und über was Du Dich mit ihnen unterhältst.
Genauso Freemailer wie GMail, Yahoo, oder Outlook.com. Sie scannen automatisiert den Inhalt Deiner Mails um so möglichst viel über Dich zu erfahren und dir dann an Deine Interessen angepasste Werbung zu liefern. Egal auf welcher Webseite Du Dich aufhältst.

Weiterhin gibt es diese Webseiten Plug-Ins, welche dir anzeigen welche Deiner Facebook-Freude die gerade besuchte Webseite auch gut finden. Das weiß die Seite weil das Plug-In eine Verbindung zu Facebook aufbaut, Facebook darüber das von ihnen gesetzte Cookie auslesen kann und damit die besuchte Webseite weiß wer Du bist und wer Deine Facebook Freunde sind.

Warum sollte das ein Problem sein?

Du weißt nicht wer genau was über Dich weiß, speichert und wer diese Daten mit welchen anderen teilt und zu einem großen Profil Deiner Internetaktivitäten zusammenfasst. Du weißt auch nicht an wen diese Seitenbetreiber Deine Daten weiterverkaufen, so dass Du plötzlich Werbung von Firmen bekommet mit denen Du noch nie zu tun hattest.

Du kannst auch nicht sicher sein dass die Datensammler Deine Daten so sicher speichern dass dritte nicht an sie ran kommen. Die Hacks von Sony, oder Apple in den letzten Monaten zeigen dass Du hier nicht vorsichtig genug sein kannst.

Was kannst Du dagegen machen?

Zunächst einmal ist das wichtigste so wenig Daten wie möglich zu hinterlassen. Wenn ein Webformular persönliche Daten abfragt nur die Felder ausfüllen die für den Vorgang zwingend notwendig sind. Sind Felder die für den Vorgang nicht zwingend notwendige Informationen abfragen als Pflichtfelder definiert, könne hier auch fehlerhafte Angeben gemacht werden. Damit mein bestelltes Paket bei mri ankommt ist zwar mein Name und meine korrekte Anschrift notwendig, jedoch nicht meine Telefonnummer oder der Name der Firma für die ich arbeite. Wenn dies Pflichtfelder sein zollten empfiehlt es sich hier falsche Angaben zu machen.

Selbiges gilt für Soziale Netzwerke. Es ist nicht weiter verwunderlich dass hier so viele Daten wie möglich abgefragt werden, nur muss Facebook weder wissen auf welche Schule ich gegangen bin, noch wer meine Arbeitgeber waren oder wer mein aktueller Arbeitgeber ist. Etwas andere sieht es bei Netzwerken wie Xing, oder LinkedIn aus. Hier sind solche Angeben sinnvoll.

Die goldene Regel lautet hier: "So viele Angaben wie notwendig, aber so wenig Angaben wie nötig."

Dann erlaubt jeder Browser zu definieren wie mit Cookies umgegangen wird. So kann definiert werden dass Cookies von Drittanbietern (das sind in der Regel Werbenetzwerke wie Adsense von Google, oder Atlas von Facebook) grundsätzlich abgelehnt werden oder dass jeder Webseite grundsätzlich anfragen muss bevor sie ein Cookie auf dem Rechner speichert.
Zudem kann eingestellt werden dass Cookies beim Beenden des Browsers grundsätzlich gelöscht werden. Ebenso sollte der Browsercache beim Beenden des Browsers gelöscht werden.
Die automatische Installation von Browsererweiterungen und AddOns sollte grundsätzlich abgeschaltet sein.
Auf die Verwendung von Browser Toolbars sollte grundsätzlich verzichtet werden. Bei solchen Tools handelt es sich so gut wie ausnahmslos um Spyware, die dazu dient Dein persönliches Surfverhalten aufzuzeichnen und an dritte weiterzugeben.

Mailadressen bei Freemailern kannst Du durch Mailadressen bei Deiner eigenen Domain ersetzen. Eine eigene Domain wie "meinname.de" kostet nur wenige Cent im Monat und Du kannst sicher gehen dass Deine Mails nicht von deinem Mailprovider gelesen und analysiert werden.

Klarstellung:

Wir bei MCSEboard.de tracken Dich nicht um Werbung einzublenden. Wir benutzen keine Werbenetzwerke wie Google Adense oder Atlas von Facebook. Wir vermarkten unseren Werbeplatz selbst und blenden Werbung ein ohne dabei auszuwerten was Du sonst noch so im Internet machst.

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1 Comment


Recommended Comments

Für Facebook benutze ich Chrome als Browser und den dann aber auch für nichts anderes. Irgendwie geht es ganz ohne Facebook nicht, aber so können die so wenig wie möglich sehen, was ich sonst noch machen. ;)

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