Der Job eines IT Professionals ist ja nicht Sales zu spielen für die Lösung mit der er sich auskennt, sondern die Business-Probleme seines Arbeitgebers zu lösen.
Es gilt jeweils die Plattform auszuwählen auf denen die Angestellten das nötige Know-How haben, das richtige Preis-Leistungsverhältnis hat, und die Anforderungen der Firma erfüllt. That is all.
Ich halte es allgemein für eine gute Idee wenn man ein bisschen "über" den Horizont blickt, und sich auch als Windows-Admin andere Plattformen anguckt. Letztendlich kann man davon nur profitieren.
Ich bin froh um meine Linux-Erfahrung als ich für einen Webhosting-Provider gearbeitet habe und habe dort vieles gelernt was auch unter Windows nicht gross anders ist.
Was ich bei meinen Lehrlingen gemerkt habe ist dass wenn man nur eine Plattform kennt, das denken "in Konzepten" schwieriger ist, als wenn man mehrere Implementationen des selben Konzepts kennt. Hier hilft es meistens eine zweite Implementation anzuschauen, damit zu arbeiten, damit man nachher versteht was das generelle Konzept dahinter ist.
Das grösste Problem das die Windows-Welt meiner Meinung nach plagt sind Leute die ohne das nötige Wissen vorgehen - also z.B. jemand der einen Exchange installiert, ohne verstanden zu haben wie DNS funktioniert oder wie man eine Mail per telnet verschickt.
Aber da Linux ja immer einfacher zu handhaben wird bleiben die auch nicht von dem Problem verschont
Ich kann weder Linux-Fanatiker noch Windows-Fanatiker verstehen. Aber ich glaube die Motivation hinter ersteren ist das diese bisjetzt noch nie eine Business/Clientinfrastruktur betreut haben, sondern primär Netzwerk/Basisinfrastruktur (Webserver, Routing, MTAs, Hosting, etc. pp.), in welchem Linux ziemlich stark ist. Auf der Seite wo es dann dutzende Clients in einer Firmeninfrastruktur zu verwalten gibt spielt Windows seine Stärken aus.