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Meine IBM-Platte hat vor 2 Wochen den Geist aufgegeben -
glücklicherweise konnte ich die Daten noch sichern. Allerdings
war das Sichern sehr mühsam und zeitaufwendig - zog sich
über eine Woche. Die Platte lief täglich nur ca. 1-2 Minuten,
danach konnte man sie (wieso auch immer) nicht mehr zum
laufen bewegen. Der Motor drehte sich zwar normal, aber
die Köpfe bzw. Controller sprachen dann nicht mehr auf
Befehle an. Es muß sich um ein Lagerschaden oder ein ählichen
Schaden gehandelt haben, da die Platte in bestimmter Position
besser funktionierte als z. B. in er Standard-Position.
Um was für eine Platte handelt es sich genau ? Wenn es eine
IBM Deskstar der IC35L-Serie (oder ähnliches) ist, dann liegt
es nach Auskunft von IBM/Hitachi mit großer Wahrscheinlichkeit
am Controller. Die Controller dieser Platten sind mit einem
dünnen, 4adrigen Flachbandkabel mit der Platte verbunden.
Dann könntest Du dir die gleiche Platte z. B. bei eBay gebraucht
zulegen und den Controller der intakten Platta an die defekte
anschließen. Dabei ist zu beachten, daß es sich nicht nur um
das gleiche Modell (z. B. IC35L040AVER07-0) handel muß, sondern
auch um die gleiche Partnummer (z. B. P/N: 07N6654). Nur dann
ist es fast 100%ig Sicher, daß die Plattencontroller voll kompatibel
sind. Allgemein habe ich von vielen gehört (und auch selbst
festgestellt), daß die defekten Platten besser laufen, wenn sie
auf dem Kopf liegen - dadurch wird die Mechanik entlastet !
Versuch mal, die Platte auf dem Kopf liegend anzuschließen und
laufen zu lassen. Wie verhält sich dann das System ? Schaltet
sich die Platte umgehend wieder aus oder dauert es erst einmal
eine Zeit ? Was für Geräusche macht die Platte ? Kannst Du
entsprechenden Lesegeräusche hören oder ein abnormales
klacken oder so was in der Art ?
Wenn die Platte nicht mehr erkannt wird, dann liegt es wie
bereits gesagt in den meisten Fällen am Controller. Dann ist
ggf. mit der oben beschriebenen Methode möglich, an die
Daten zu kommen - mit relativ geringem finanziellen Aufwand.
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit eine professionelle
Datenrettung bei Ontrack durchführen zu lassen - allerdings ist
der Spaß seeehr (!) teuer und daher nur bei absolut wichtigen
Daten sinnvoll. Alleine die Analyse (ob Rettung möglich und was
dieses Kostet - also Kostenvoranschlag) kostet meines Wissens
95 Euro. Die Datenrettung selbst kann dann durchaus mindestens
ein paar hundert Euro kosten, ja sogar (je nach Aufwand und
Datenmenge) sogar im vierstelligen Bereich liegen !
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