ich frage mic gerade, ob ein Hyper-V CLuster auf einem DirectAttachedStorage realisierbar ist.
Das heisst 2 Hyper-V Server 2k8 R2 Hosts greifen auf ein DAS zu (mit 2 Controllern).
Ist es da möglich ein Fail-Over Cluster zu bauen oder brauch man unbedingt ein SAN??
(Bin noch etwas unerfahren im Cluster-Bereich)
Ok nehmen wir an, das DAS kann das, kannst du mir eine Auskunft über die zu erwartende Performance geben?
Nehmen wir einfach an, dass es ok wäre. Nur eben kein Cluster.
Also theoretisch sollte man ja eine ganz gute Performance erreichen, da die Anbindung ja relativ schnell ist.
Das wäre jetzt irgendwie zuviel von "annehmen", "Theorie" und "relativ", oder? Eventuell schreibst du einfach ein paar Fakten, dann kann man auch mit mehr als Glaskugelraten helfen.
wenn nichts den gemeinsamen Zugriff auf ein SCSI-Device koordiniert, darf man das auch nicht einrichten, sonst gibt man das Dateisystem zum Abschuss frei. Genau das wäre die Leistung des Clusterdienstes, aber wie Norbert schon richtig sagt, geht das seit 2008 nicht mehr. (Wozu auch? iSCSI kostet keine nennenswerten Beträge.)
Ok nehmen wir an, das DAS kann das, kannst du mir eine Auskunft über die zu erwartende Performance geben?
Schauen wir uns erstmal die Transferraten an:
SAS = 3 Gigabit
SAS2 = 6 Gigabit
iSCSI = 1 Gigabit oder 10 Gigabit
FC = 2, 4 oder 8 Gigabit
Die langsamste Technologie ist also iSCSI mit Gigabit-Ethernet. Grundsätzlich ist die Bandbreite aber nicht der wichtigste Faktor, sondern die Anzahl der IOPS - letztere sind primär vom Plattensystem abhängig.
Ein "neues" System auf dieser Technik aufzubauen ist i.d.R. weniger sinnvoll, auch wenn es machbar sein mag.
Parallel SCSI ist schon seit einiger Zeit auf dem absteigenden Ast, vor allem weil es einen Nachfolger dafür gibt: SAS, wenn es denn SCSI sein muss. Ansonsten wurden ja schon weitere Alternativen genannt.
Die Arbitration der Shared LUNs im Cluster ist seit 2008 wesentlich robuster, das klappt nicht mehr mit parallel SCSI. Unterstützt werden nur SAS, FC oder iSCSI.