Zum Inhalt wechseln


Foto

OEM Server - Verbundene Unternehmen


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
8 Antworten in diesem Thema

#1 LicenseStrategy

LicenseStrategy

    Newbie

  • 5 Beiträge

 

Geschrieben 07. August 2017 - 10:03

Hallo zusammen,

 

folgende Frage zu dem Einsatz vom OEM Lizenzen im Hinblick auf verbundene Unternehmen:

 

Unternehmer A ist 100%er Eigentümer & Geschäftsführer der Firmen FA, FB, FC.

Die Firmen FA, FB, FC sind rechtlich eigenständig (eigener Eintrag im Handelsregister) und teilen untereinander keine Beteiligungsverhältnisse.

Dennoch sind diese Firmen operativ eng mit einander verzahnt (Firma FA kümmert sich um LKW Logistik, Firma FB um die Kommission/Lagerung und Firma FC den Vertrieb).

 

Unternehmer A möchte jetzt eine gemeinsame IT Infrastruktur mit Microsoft Produkten für die Firmen FA, FB, FC schaffen (2 physikalische Server auf den die Firmen FA, FB, FC gemeinsam zugreifen).

Die Server lassen sich dabei nicht klar einer Firma zuordnen und der Zugriff muss zwingend auf eine gemeinsame IT Infrastruktur erfolgen (keine separaten Server pro Firma).

 

Unternehmer A kauft jetzt über die Firma FA OEM-Lizenzen (Windows Server Datacenter 2016) und stellt die Infrastruktur den Firmen FB & FC zur Verfügung.

 

Frage: Ist das lizenzrechtlich so in Ordnung?

 

In Open-Verträgen (Open-Value) findet sich z.B. folgender Passus zu der Verwendung bei verbundenen Unternehmen:

 

"b. Nutzung durch Verbundene Unternehmen. Der Kunde ist berechtigt, seine Lizenzen für Produkte an Verbundene Unternehmen mit Sitz im Definierten Gebiet des Kunden unterzulizenzieren; jede Unterlizenzierung dieser Rechte durch Verbundene Unternehmen ist hingegen unzulässig, und die Nutzung durch Verbundene Unternehmen muss mit den in diesem Vertrag enthaltenen Lizenzbestimmungen übereinstimmen."

 

"„Verbundenes Unternehmen“ ist (1) jede juristische Person, die einer Partei gehört (Tochtergesellschaft), der eine Partei gehört (Muttergesellschaft) oder die dem gleichen Eigentümer gehört wie eine Partei (Schwestergesellschaft),.."

 

In den Microsoft Lizenzbestimmungen für OEM Lizenzen findet sich dieser Passus nicht (https://www.microsof.../de-de/useterms).

 

Frage: Wie verhält es sich mit dem Einsatz von Microsoft OEM Lizenzen (Windows Server Datacenter 2016) im Hinblick auf verbundene Unternehmen (gleicher Eigentümer ohne Beteiligungsverhältnisse)?

 

Danke und schöne Grüße =)


Bearbeitet von LicenseStrategy, 07. August 2017 - 10:08.


#2 Nobbyaushb

Nobbyaushb

    Board Veteran

  • 2.629 Beiträge

 

Geschrieben 07. August 2017 - 10:29

Ich hab mal Lizenzdoc angetriggert.

 

:D


Mfg aus Bremen

 

Norbert (der andere :))

MVP Exchange Server


#3 lizenzdoc

lizenzdoc

    Expert Member

  • 1.519 Beiträge

 

Geschrieben 07. August 2017 - 16:30

Hi,

 

ja, schwieriges Thema.
 

Man könnte jetzt sagen... wenn der Inhaber kauft, darf jeder, der dem Inhaber "gehört" diese Lizenz nutzen, bzw. mitnutzen....

 

Die SoftwareTerms geben darüber keine ausdrückliche Information.

Also sollte man sich daran halten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.

 

Ich kann das mal bei Microsoft direkt anfragen, mal schauen, was die dazu schreiben.

 

VG, Franz


15 Jahre MS-Beratungs-Erfahrung in OPEN,SELECT+EA+BMI (bei 3 LARs)
Expert-Member of MS-BSC, MCP 70-671-3(SAM) zertifizierter Absolvent der MS-SAM-Academy,
u.a. kurzzeitig bei MS direkt als EMEA-Licensing-Specialist "Embedded Server" u. im ISV-Partnerbetreuung tätig,

#4 Dr.Melzer

Dr.Melzer

    Moderator

  • 26.223 Beiträge

 

Geschrieben 07. August 2017 - 17:43

Die Regeln zu verbundenen Unternehmen gelten nur für Volumenlizenzen. OEM Lizenzen dürfen nur von demjenigen der sie gekauft hat so genutzt werden wie sie gekauft wurden. Deswegen gibt es auch keine Klausel zu verbundenen Unternehmen in den OEM Nutzungsrechten.


Never argue with an idíot, they drag you down to their level and beat you with experience!

#5 lefg

lefg

    Expert Member

  • 20.476 Beiträge

 

Geschrieben 07. August 2017 - 19:44

 

Unternehmer A kauft jetzt über die Firma FA OEM-Lizenzen

 

Ich meine, es gibt keinen Erwerb über .... . Die Firma FA kauft also die OEM Lizenzen, bestellt und bezahlt diese, nicht der Unternehmer A. Die Zusammenarbeit der Firmen spielt keine Rolle, auch der Besitz durch Unternehmer A nicht.


Bearbeitet von lefg, 07. August 2017 - 19:53.

Das Messbare messen, das Nichtmessbare messbar machen. Galilei.

 

Diskutiere nicht mit ***en, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung! (Hab ich bei Tom abgeguckt)

 

Koinzidenz begründet keine Korrelation und ist kein Beweis für Kausalität. (Hab ich bei Daniel abgeguckt) https://de.wikipedia...rgo_propter_hoc

 

Absolutistischer“ Geschäftsführungs-Dogmatismus, der jedwede Empirie aus der „Werkstatt“ schlichtweg ignoriert , führt eben zumeist früher als später ….  (Hab ich von Klabautermann)


#6 LicenseStrategy

LicenseStrategy

    Newbie

  • 5 Beiträge

 

Geschrieben 08. August 2017 - 06:14

Danke für eure Antworten! =)

 

Quizfrage: Erfüllt dieses Konstrukt (3 Unternehmen mit dem gleichen Eigentümer / Geschäftsführer ohne Beteiligungsverhältnissen untereinander) die Voraussetzungen für eine SPLA Lizenzierung? Kann Firma FA SPLA-Provider für die Firmen FB / FC werden?

 

Danke =)



#7 testperson

testperson

    Board Veteran

  • 4.510 Beiträge

 

Geschrieben 08. August 2017 - 07:06

Hi,

 

bei Microsoft SPLA darfst du AFAIK die Lizenzen nicht zur Eigennutzung nutzen. Evtl. wäre es möglich eine Firma D zu gründen, der die Hardware gehört und FA, FB, FC bereitstellt / vermietet.

Das solltest du aber vermutlich mit jemanden planen / besprechen der sich auch damit auskennt :)

 

Gruß

Jan


Good morning, that's a nice TNETENNBA!

#8 LicenseStrategy

LicenseStrategy

    Newbie

  • 5 Beiträge

 

Geschrieben 08. August 2017 - 07:24

So nicht ganz richtig - SPLA gewährt auch internal use :)

Auszug aus dem SPLA Vertrag:

 

b. Internal Use

Customer may use Products for its internal use, so long as:

..

(ii) Customers use is less than 50% of the total use of such Products by all of it's End Users (calculated on a procuct-by-product basis) each month; and..

..

 

Demnach wäre internal use auch ok, wenn nicht mehr als 50% der genutzten SPLA Produkte gebraucht werden und die Nutzung abgerechnet wird / die SPURs nix anderes sagen.

 

Grüsse


Bearbeitet von LicenseStrategy, 08. August 2017 - 07:31.


#9 coomooro

coomooro

    Newbie

  • 14 Beiträge

 

Geschrieben 12. August 2017 - 21:01

An der SPLA Lizenzfrage ist meistens am interessantesten wem die Hardware gehört.

Die SPLA Lics kannst du nämlich keiner Hardware deiner Kunden zuweisen. Das sollte man in der Situation nicht vergessen.