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Ist mein Backup-Schema praktikabel?


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@Drakon,

Ich habe gerade einen Knoten im Kopf. Entweder macht man ein inkrementelles oder differentielles Backup. Man mischt das nicht.

Diese Backups gehen immer vom letzen Full-Backup aus. Bleiben wir mal bei dem ungeeigneten Archiv-Bit (DOS-Zeiten):

Hier setzt zunächst das Full-Backup alle Archiv-Bits zurück. Der  Unterschied der folgenden inkrementellen oder differentiellen Backups ist: Bei jedem inkrementellen Backup wird das Archiv-Bit gelöscht, beim differentiellen Backup nicht.

Soweit klar? Du kannst Dir nun überlegen, was passiert...

 

Robocopy ist kein Tool zur Datensicherung.

bearbeitet von zahni
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Moin,

 

erstmal ein kräftiges Willkommen on Board hier. ;-) Wie ich sehe bist du ja schon voll angekommen in der Community! 

 

Ich habe auch einige Zeit aufgrund von Budget ect. mit Robocopy Daten gesichert. Du hast im Eröffnungspost ja schon alles genannt was man braucht um eine Sicherung mit Robocopy durchzuführen. Deine Anforderung ist also deine Daten (möglichst schnell) in das Datensilo zu schieben und eine Versionierung über mehrere Tage vorzuhalten. Mich interessieren aber auch noch ein paar andere Dinge an deinem Szenario:

  • Wie ist deine NAS aufgebaut?
    • RAID Level?
    • Kapazität
  • Wie sieht das Backup Szenario aus?
    • Wann soll das Backup ausgeführt werden? (werden zB zu diesem Zeitpunkt Datenverändert)
    • Wie viel Zeit hast du zur Durchführung?
    • Was soll gesichert werden? (nur deine Daten ist eine schlechte Antwort - interessant sind die Formate)
  • Wie sieht das Restore Szenario aus?
    • Wie viel Zeit hast du zur Verfügung?
    • Was soll dir zurück geliefert werden? (nur eine Version, zwei, drei....)

 

So auf den ersten Blick finde ich deinen Plan gut. Die differentiellen würde ich persönlich nicht durchführen und gegen inkrementelle tauschen. Damit ist das Rückspielen deiner Sicherung zeitaufwändiger allerdings sparst du damit (etwas) Platz auf deiner Platte. Ich habe mein Datenbackup mittlerweile etwas anders organisiert. Meine wichtigen Daten liegen mittlerweile alle in einer eigenen (!verschlüsselten!) private Cloud. Diese hat die Möglichkeit mehrere Versionen derselben Datei zu speichern, sodass ich mehrere Arbeitstage zurück springen kann, wenn ich möchte. Ich erstelle jedoch immer noch regelmäßig vor Feierabend ein Tagesbackup über wbadmin von meinem Rechner. (eigentlich paranoid aber ich schlafe so besser ;) ) Damit ist mein System gesichert und ich habe alle wichtigen Dateien über die Cloud plus zusätzliche Sicherheit durch ein Backup in mein Netzwerk. So bin ich schnell wieder einsatzfähig, wenn ich denn muss. 

 

Wenn wir über Robocopy und wbadmin sprechen sind das für mich zwei unterschiedliche Tools mit zwei unterschiedlichen Einsatzszenarien. wbadmin und VEEAM Endpoint Protection sind auch Tools zur Systemwiederherstellung und auch für eine Datensicherung im herkömmlichen Sinne. Eine Datensicherung definiert für mich das Sichern von herkömmlichen Nutzdaten (Word, Excel, Powerpoint oder PDFs ...) nicht jedoch die Sicherung eines vollständigen PCs. Bedeutet also, dass Nutzdaten bzw. deren voran gegangene Versionen über mehrere Tage in die Vergangenheit verfügbar sein sollen. wbadmin und die Endpoint Protection natürlich auch das Wiederherstellen einzelner Dateien versioniert an plus einer vollständigen Systemwiederherstellung.

 

Ich halte in der heutigen Zeit jedoch diese Methode des Backups ebenfalls für nicht mehr zeitgemäß. Die üblichen Backuptools können mittlerweile einfach mehr. Wenn es also die Bordmittel deines Windows sein sollen/müssen, dann nimm bitte wbadmin! Ich würde dich dennoch nicht vom robocopy abhalten, wenn du es umbedingt für eine "klassische" Datensicherung verwenden magst. :)

 

Viele Grüße

Carsten

 

 

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Vielen Dank, PadawanDeluXe, für deine lange und ausführliche Rückmeldung ! !
Auch dir Dank, zahni, für deine Erklärung! Ich kenne natürlich den Unterschied zwischen inkrementellem und differentiellen Backup. Was ich noch nicht wusst - und was auch keiner bereits hier gesagt hat (außer dir) - ist, dass man die beiden nicht vermischt.
Ich will jetzt auf die Fragen von PadawanDeluXe eingehen.

Punkt 1: Wie ist mein NAS aufgebaut?
Genau genommen ist es nicht mein NAS, sondern das meines Vaters. Aber es geht um meine Nutzdaten - und nur um Nutzdaten (darauf gehe ich weiter unten näher ein).
Das NAS nutzt ein RAID-Level 1 (Spiegelung).
Die Nutzkapazität beträgt 2 TB.

Punkt 2: Wie sieht mein Backup-Szenario aus?
Im Prinzip soll das Backup täglich ausgeführt werden. Es soll schnell gehen und das System nicht übermäßig belasten, da ich gleichzeitig mit dem System arbeiten können will. Wenn ich allerdings auf Grund des Backups 10 Minuten gar nicht arbeiten kann, wäre das zu verkraften.
Im Prinzip darf das Backup den ganzen Tag dauern, allerdings müssten dann Unterbrechungen (durch Abschalten des Rechners/Ruhezustand) zulässig sein. Das könnte ein Konfliktpunkt mit Robocopy sein, glaube ich. Allerdings gehe ich davon aus, dass das (tägliche) Backup recht schnell vonstatten geht, sodass die Gefahr eines (totalen) Abbruchs relativ gering ist. Sollte doch einmal ein Backup nicht abgeschlossen werden, wäre das aus meiner Sicht nicht schlimm. Am nächsten Tag gibt es eh wieder ein Backup.
Gesichert werden sollen rein die Nutzdaten:

1. Kleine Dateien:
Office-Dateiformate, komprimierte Dateiformate (ZIP, RAR, 7Z), Audio-Dateien verschiedenster Art, Bild-Dateien verschiedenster Art, Programm- und Internet-Verknüpfungen (INK), Quelltextdateien verschiedener Programmiersprachen, ausführbare Dateien (EXE, MSI), Konfigurationsdateien verschiedenster Art, Spielstände, sonstige Dateiformate (FreeMind, PDF, TXT, GRAPHML, CMD, BAT)

2. Große Dateien:
Datenträger-Image-Dateiformate, Video-Dateien verschiedenster Art

Zusammengefasst: Praktisch alles, was im Laufe der Zeit im Umgang mit dem Computer so an Daten anfällt.

Punkt 3: Wie sieht das Restore-Szenario aus?
Zeit hätte ich prinzipiell unendlich, ich würde es aber gerne an einem Tag schaffen. Da es hierbei lediglich um persönliche Dateien geht, ist das Restore nicht zeitkritisch. Tendenziell würde ich aber ein weniger lange dauerndes Restore vorziehen.
Wiederhaben will ich die letzte Version der Dateien. Es müssen nicht mehrere Versionen vorgehalten werden, wenn dies doch der Fall wäre, wäre das ein Bonus, den ich begrüßen würde.
Systembackups benötige ich keine, da ich vorhabe im Falle eines Falles Windows 10 (und alle benötigten Programm) neuzuinstallieren. Es müssen demnach nur Nutzdaten gesichert werden (s.o). Da die Daten kreuz und quer in der Verzeichnisstruktur verstreut liegen und es kein konsistentes Ordnungssystem gibt, ist es schwer zu ermitteln, welche Datenmenge die kleinen und welche die großen Dateien ausmachen.

Inzwischen habe ich einen Rat eines früheren Antwortenden befolgt und die in Windows eingebaut Sicherung verwendet, erst einmal um einen Teil der Daten (nicht alles) zu sichern. Komischer Weise weist Windows 10 das Sicherungssystem als eines von Windows 7 aus, was ich nicht ganz verstehe.
Mit diesem Sicherungssystem kann ich aber kein "mehrstufiges" Backup (wie im Einganspost beschrieben) einrichten. Es stellt sich die Frage, wie ich testen kann, ob das Backup auch intakt ist! Auf die Sicherung kann ich anscheinend nur zugreifen, wenn ich ein komplette Resore mache. Will ich doch einmal eine ältere Datei einzeln wiederherstellen, suche ich mich in den ZIP-Archiven wahrscheinlich tot.
Für dieses Backup verwende ich eine an den Router angeschlossene externe Festplatte mit einer Kapazität von 500 GB, von denen noch ca. 200 GB frei sind. Das Backup wird täglich 09:00 Uhr ausgeführt.

 

Ich bin mir momentan nicht sicher, ob ich bei der Lösung bleibe (und diese ausbaue).

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Hi,

also halten wir mal folgendes fest:

  • du hast einzelne Dateien die du gerne einzeln zurück sichern wollen willst
  • du willst nicht in der Lage sein deinen Rechner wiederherstellen zu können (Warum eigentlich? Dafür mach ich doch nen Backup?  :schreck: )
  • die Sicherung soll on Demand laufen ohne Arbeitsunterbrechung. 
  • du hast keine Ordnung auf deinem System (....es liegt alles kreuz und quer verstreut)

 

Okay. Bevor du dir Gedanken über ein Backup mit Robocopy machst solltest du mal dringend aufräumen und dir ansehen welche Systemvariablen es denn so gibt. Das würde die Sache vll auch noch einmal einfacher machen..... Ordnung ist das halbe Leben usw. Ich fand das auch nie wirklich gut, aber es hilft.  :wink2: Okay. Jetzt hast du aber genau ein großes Problem: so wirklich eigenen Speicherplatz hast du nicht dafür, oder?  ;)

 

Also: Robocopy ist nix für deinen Anwendungsfall, weil du immer wieder dein Script reorganisieren musst. Einfach mal zum kennen lernen und wissen wie so ein automatisierter Kopiervorgang auf der cmd abläuft fand ich diesen Thread hier super, aber bitte bitte wenn dir deine Daten was Wert sind und du es einfach haben willst nimm VEEAM oder wbadmin. Um's mal ganz deutlich zu sagen: VEEAM schenkt dir alle Features die du für deine Workstation jemals brauchen wirst.  :cool:  :thumb1:  

 

In deinem Fall heißt der größte Vorteil übrigens Datendeduplikation, weil: Speicher ist teuer.  :) Somit nimm bitte VEEAM und alles wird gut. 

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Ich würde aus den bisher genannten Gründen auch Abstand von deiner Robocopy Idee nehmen.

 

Empfehlungen sind ja auch schon einige dabei.

 

Ich selber nutze ein 3rd Party Tool welches ich nach definiertem Zeitplan über die wichtigsten Rechner laufen lasse.

 

Aber was man sichern will muss ja auch jeder für sich selbst entscheiden.

 

Viel Erfolg dir

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In einem meiner 1ten Post habe ich auf kostenlose Software hingewiesen.

 

Wenn man das nicht verwenden will, gut.

 

Bin weg.

Für deine Empfehlung danke ich dir ja! Ich habe nur geschrieben, dass ich noch überlege und mich noch nicht festlegen will. Ich hoffe, du bist nicht beleidigt. ;)

 

  • du hast einzelne Dateien die du gerne einzeln zurück sichern wollen willst
  • du willst nicht in der Lage sein deinen Rechner wiederherstellen zu können (Warum eigentlich? Dafür mach ich doch nen Backup?  :schreck: )
  • die Sicherung soll on Demand laufen ohne Arbeitsunterbrechung. 
  • du hast keine Ordnung auf deinem System (....es liegt alles kreuz und quer verstreut)

 

Okay. Bevor du dir Gedanken über ein Backup mit Robocopy machst solltest du mal dringend aufräumen und dir ansehen welche Systemvariablen es denn so gibt. Das würde die Sache vll auch noch einmal einfacher machen..... Ordnung ist das halbe Leben usw. Ich fand das auch nie wirklich gut, aber es hilft.  :wink2: Okay. Jetzt hast du aber genau ein großes Problem: so wirklich eigenen Speicherplatz hast du nicht dafür, oder?  ;)

 

VEEAM schenkt dir alle Features die du für deine Workstation jemals brauchen wirst.  :cool:  :thumb1:

Gut zusammengefasst. Sicher muss ich mal Ordnung machen, mit meinen Daten. Vielen Dank auch dir, für deine Programm-Empfehlung.

 

Ich würde aus den bisher genannten Gründen auch Abstand von deiner Robocopy Idee nehmen.

 

Empfehlungen sind ja auch schon einige dabei.

 

Ich selber nutze ein 3rd Party Tool welches ich nach definiertem Zeitplan über die wichtigsten Rechner laufen lasse.

 

Aber was man sichern will muss ja auch jeder für sich selbst entscheiden.

Kk. Danke für den Kommentar!

 

Ich werde noch ein wenig brüten und schließlich hier noch posten, wie ich es dann gemacht habe. Bis bald!

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