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Hyper-V Server Cluster


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55 Antworten in diesem Thema

#16 Lian

Lian

    Moderator

  • 19.990 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 07:41

Es gibt kein SAN. Nun wäre die "Best Practice" interessant, Ausfallsicherheit ist natürlich nie schlecht.

Vorweg: Nein, der Kunde will kein SAN, auch wenn es besser für ihn ist. :rolleyes:

Dann ist das mit Live Migration sowieso nicht möglich, CSV ebenso nicht.
–––
Microsoft MVP [Cloud and Datacenter Management - High Availability]

#17 dermario2

dermario2

    Board Veteran

  • 1.421 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 07:46

Dann ist das mit Live Migration sowieso nicht möglich, CSV ebenso nicht.


Ja, das war mir klar. Wir werden es jeweils lokal lösen. Hat ja nicht nur Nachteile. Wenn ein Server defekt wird, steckt man die HDDs um, (fast) fertig.

Ich brauche einen DL380G6 schon für einen SBS...

Bei 8 Kernen der 55xx Serie, 32GB RAM u. 4 NICs in Zeiten von Hyper-V wohl eine deutliche Ressourcenverschwendung. Letztendlich ist es allerdings immer eine Budgetfrage.

Dank euch!

#18 Lian

Lian

    Moderator

  • 19.990 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 08:06

Bei 8 Kernen der 55xx Serie, 32GB RAM u. 4 NICs in Zeiten von Hyper-V wohl eine deutliche Ressourcenverschwendung.

Das würde ich nicht so sehen, das hört sich nach einer ordentlichen Maschine an um viele viele VMs zu hosten.

Was hast Du oder der Kunde denn vor, was soll hochverfügbar gehalten werden?
Welche Dienste oder welche Applikation. Ein Failover Cluster braucht nicht zwingend eine Shared Storage und damit eine SAN. Manche Features sind aber nur in Verbindung mit einer SAN möglich oder sinnvoll.
–––
Microsoft MVP [Cloud and Datacenter Management - High Availability]

#19 dermario2

dermario2

    Board Veteran

  • 1.421 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 08:33

Was hast Du oder der Kunde denn vor, was soll hochverfügbar gehalten werden?
Welche Dienste oder welche Applikation. Ein Failover Cluster braucht nicht zwingend eine Shared Storage und damit eine SAN. Manche Features sind aber nur in Verbindung mit einer SAN möglich oder sinnvoll.


Nun sind wir schon inmitten der Beantwortung einer neuen Frage, die von der ursprünglichen "Unklarheit" abweicht. Ich hoffe, das ist für die anderen kein Problem!

Nun, ich weiß nicht, welche anderen Möglichkeiten noch existieren. Der Kunde hat weder Enterprise Versionen, die Windows Cluster erlauben, noch sind Dienstreplikationen, wie zB. Exchange Continous Replication oder SQL Mirroring, geplant.

Es soll EBS + 1x Terminal Server 2003, aufgeteilt auf beide Geräte laufen. Ich habe mir das so überlegt: Der Hyper-V Parent teilt sich, wenn nötig, mit einer VM mit geringem HDD-Leistungshunger ein RAID1, die VMs mit hohem HDD-Leistungshunger ein RAID10. Im konkreten Fall wäre das Exchange-DB auf Server1 u. SQL auf Server 2.

Die VMs werden wöchentlich auf den jeweils anderen Host gesichert. Die Geschäftsdaten + -datenbanken werden täglich auf Band gesichert.

Fällt ein Server aus, werden die nötigen VMs aus der Sicherung auf den jeweils anderen Server wiederhergestellt.

#20 Ramius

Ramius

    Member

  • 293 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 09:29

Auch wenn es Offtopic ist, möchte ich trotzdem kurz auf die technologischen Hintergründe bei Live Migration und CSV eingehen.

Wie soll das dann funktionieren?
Live Migration setzt ja auf ein (!) Cluster Shared Volume auf. Oder nennt man den Speicherort (=LUN), auf den alle Nodes Zugriff haben, anders?


Noch mal, nein, Live Migration setzt NICHT Cluster Shared Volume voraus. Es ist empfohlen dies gemeinsam zu nutzen. Technolgisch ist Live Migration (ähnlich wie vMotion) "nur" das kopieren von Arbeitspeicherinhalte. Am Ende wird dann der Storagezugriff "umgehängt".

Die beiden Techniken sind eng verzahnt und ergänzen sich gegenseitig, CSV zu nutzen ist kein Aufwand und sollte von vornherein aktiviert werden, um Live Migration optimal nutzen zu können.


Der Vorteil den CSV bietet ist, dass sich mehrere Konten eine LUN mit mehreren VMs teilen können, daher wird der Aufwand zur Pflege von "vielen" LUNs geringer. Bisher, also bei WS2008, muss/sollte pro VM eine LUN verwendet werden und dies kann ggf. eine große Anzahl von LUNs und dem dazugehörigen Management nach sich ziehen.

Zurück zum Topic :-)

Gruß
Ramius

#21 dermario2

dermario2

    Board Veteran

  • 1.421 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 09:36

Am Ende wird dann der Storagezugriff "umgehängt".


Danke Ramius!

Welche Szenarien gibt es für Live Migration denn noch?

Dank u. Gruß

#22 Ramius

Ramius

    Member

  • 293 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 09:42

Zu den Szenarien gibt es ein sehr gutes Whitepaper von MS und das findest Du hier:
Download details: Hyper-V Live Migration Overview & Architecture

Gruß
Ramius

#23 Lian

Lian

    Moderator

  • 19.990 Beiträge

 

Geschrieben 15. September 2009 - 12:50

@Ramus: Technisch zwar korrekt, bleibt die Frage, was man sich durch das Enablen von CSV einspart.

Und nicht zu vergessen:

Es gibt kein SAN.


–––
Microsoft MVP [Cloud and Datacenter Management - High Availability]

#24 Heros

Heros

    Board Veteran

  • 517 Beiträge

 

Geschrieben 16. September 2009 - 12:47

Ohne SAN ist das Thema sowieso egal.
Trotzdem sollte man sich auch im Thema Live Migration noch einmal VMware anschauen. In den Produkten wird VMotion auch entsprechend genutzt. Hyper-V ist noch immer dabei alles manuell machen zu müssen. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Kein Admin geht zu einem Server und verschiebt eine VM von A nach B. Es müssen automatisierte Prozesse vorhanden sein.

VMware kostet aber die Kosten lohnen sich 10x...
Think Enterprise

#25 dermario2

dermario2

    Board Veteran

  • 1.421 Beiträge

 

Geschrieben 16. September 2009 - 13:16

lt. Webcast kann die Verschiebung über Gruppenrichtlinien gesteuert werden, zB. nach Auslastung bzw. Ressourcenbedarf. Genaueres weiß ich allerdings nicht.

In Anbetracht des Preises u. des Leistungsumfanges, den Hyper-V seit Beginn zugelegt hat, kann ich mir eine rasche Weiterentwicklung gut vorstellen. Man überlege sich einmal, was allein im letzten Jahr alles passiert ist. Außerdem ist das Gefühl nicht ganz so gut, wenn man weiß, dass VMWare performancetechnisch XEN u. HYPER-V mit - angeblich - großem Abstand hinterher tuckert.

Aber wer Geld hat u. auf ein Produkt mit jahrelangem Erfahrungswert zurückgreifen möchte, kommt um VMWare nicht herum. - zumindest hört u. liest man das überall. ;-)

#26 Lian

Lian

    Moderator

  • 19.990 Beiträge

 

Geschrieben 16. September 2009 - 13:41

Unterschätzt nicht die neuen Möglichkeiten der R2: SAN I/O Redirection und Live Migration ohne Spezial-Filesystem ist nicht zu verachten.

Natürlich muss man einräumen, daß VMWare einen Vorsprung hat - aber die Alternativen sind mittlerweile auch nicht von schlechten Eltern.

@dermario2: Du siehst das schon richtig, Live Migration läuft automatisch und kann zB. in Verbindung mit System Center recht gut automatisiert/konfiguriert werden.
Die Powershell bietet in der R2 super Schnittstellen dafür an, um eigene Automatismen zu hinterlegen.
–––
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#27 Stephan Betken

Stephan Betken

    Expert Member

  • 4.661 Beiträge

 

Geschrieben 16. September 2009 - 14:56

Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Kein Admin geht zu einem Server und verschiebt eine VM von A nach B. Es müssen automatisierte Prozesse vorhanden sein.

VMware kostet aber die Kosten lohnen sich 10x...

Okay, aber bei den kostenpflichtigen Lösungen hat ebenfalls jeder Hersteller was im Angebot.

Man darf ja nicht vergessen, dass man bereits vor Hyper-V R2 noch einige Möglichkeiten mittels SCVMM und Citrix Essentials for Hyper-V nachrüsten konnte.
Citrix Systems Essentials for Hyper-V Editions (Wenn das entsprechende Storage da ist, dann auf jeden Fall mal die Express Edition anschauen!)

Ich selbst (als CSA) tendiere ja aktuell schon fast dazu, nicht mehr XenServer, sondern Hyper-V-R2 als bevorzugtes Virtualisierungsprodukt einzusetzen, denn HA als kostenloses Feature ist ein Argument, dass man einfach nicht totschweigen kann.
So lange VMware und Citrix keine entsprechenden Produkte platzieren, die ebenfalls HA kostenlos anbieten, wird zumindest dort, wo man gerade mit der Virtualisierung anfängt, zukünftig Hyper-V eingesetzt werden, um sich zumindest diese kostenlose Option offen zu halten. Bei Projekten, in denen es konkret um Workload Balancing geht, sieht die Geschichte anders aus, da VMware nunmal am Längsten dabei ist.

Just my 2 cents.
Frag nicht, wenn Dir die Antwort nicht passt. ;)

Beste Grüße
Stephan Betken



In Memory of LukasB

#28 Ramius

Ramius

    Member

  • 293 Beiträge

 

Geschrieben 16. September 2009 - 19:40

Ohne SAN ist das Thema sowieso egal.


Da gebe ich Dir Recht, ohne SAN ist die Diskussion eh nicht egal. Trotzdem finde ich den Thread spannend.

Hyper-V ist noch immer dabei alles manuell machen zu müssen. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Kein Admin geht zu einem Server und verschiebt eine VM von A nach B. Es müssen automatisierte Prozesse vorhanden sein.


Bei Hyper-V wie auch beim entsprechenden Management über SCVMM kann ich alles per Script Stichwort PowerShell automatisieren.
Zum Thema automatisches Verschieben von VMs bietet meines Wissens MS die Option mit dem SCVMM/SCOM welcher entweder auf Basis von Performance, Hardwarestatus oder Anwendungsstatus eine (oder mehrere) VMs verschieben kann. Entweder manuell oder automatisch. Die Funktion nennt sich Performance and Resource Optimierung (PRO).

Bei Projekten, in denen es konkret um Workload Balancing geht, sieht die Geschichte anders aus, da VMware nunmal am Längsten dabei ist.


Persönlich glaube ich was ich bisher gesehen habe, dass Hyper-V in Verbindung mit SCVMM/SCOM hier sogar Vorteile gegenüber VMware hat.

Gruß
Ramius

#29 dermario2

dermario2

    Board Veteran

  • 1.421 Beiträge

 

Geschrieben 16. September 2009 - 20:15

jaaaaaah, VMWare wird durch Microsoft ausgestochen. Lasset die Spiele beginnen!
:)

Ich bin schon neugierig, was in einem Jahr alles kostenlos sein wird - bei sämtlichen Herstellern.

#30 =BT=Viper

=BT=Viper

    Board Veteran

  • 665 Beiträge

 

Geschrieben 18. September 2009 - 12:55

Ich häng mich an das Thema mal hinten ran denn auch ich plane in naher Zukunft bei einem Kunden auf Virtualisierung umzustellen. Unter Umständen werden dort dann 10 Installationen in einer virtuellen Umgebung laufen. Daher ist die Ausfallsicherheit imens wichtig.
Wenn ich das hier richtig verstehe funktioniert das Failover wirklich nicht so, daß wenn ein Host System ausfällt, daß 2te automatisch übernimmt? Auch nicht mir der R2?

Ich hatte mir das bisher immer so vorgestellt:
2 Server und auf beiden liegen die VMs und diese replizieren sich.

Ich seh schon, ich muss mich da noch um ein vielfaches schlauer machen. Über hilfreiche Links wäre ich dankbar.