kurz reingeschneit und mal einen kleinen Wutanfall rauslassen. Dann kann ich mit dem Händler auch wieder sachlich reden ohne irgendwelche Vermutungen über die Herkunft seiner Eltern machen zu müssen.
Ich hab 2 Server gekauft. FSC Econel200 und FSC Primergy RX300.
Gerade der RX ist _sauteuer_.
Ich wunder mich noch, wieso die watt sagen von wegen "wir bauen den noch zusammen".
Heute schalte ich den Econel ein und stelle fest: Ups... nicht signierter Speicherbaustein.
Ich versuche, Windows-Setup dazu zu kriegen, die Festplatten im Raid zu erkennen: Nüscht ist.
Ich schraube auf: Samsung-Festplatten, auch keine FSC.
Ich kriege hier einen mittleren Wutanfall. Ich kauf doch keine schweineteuren Server von einem Hersteller um hinterher was selbst zusammengeschraubtes zu haben.
Zitat Händler:
"Hätten wir den Originalspeicher genommen, hätten wir den Preis nicht halten können. Und warum teuren Speicher wenns der billige auch tut"
Ich komme mir, nett ausgedrückt, *etwas* verschaukelt vor. Mein Wortschatz ist derzeit auch nicht wirklich druckreif.
Wie würdet ihr in dem Fall handeln? Übrigens ist die VOL im Spiel, das ganze war eine öffentliche Ausschreibung.
ich kann natürlich rechtlich nix dazu sagen, jedoch würde ich als erstes mit dem Serverhersteller Kontakt aufnehmen, um zu klären ob durch diese Änderungen nicht die Herstellergarantie gefährdet ist.
2. würde ich mich sofort rechtlich erkundigen (beim anwalt deines vertrauens) ob du das gerät zurückgeben kannst.
3. melde wenn der verkäufer sich quer legt den sachverhalt bei FSC. Die werden das wahrscheinlich auch gerne geklärt haben.
Also ich würde sagen: dumm gelaufen!
Meiner Meinung nach wurdest du zwar schon "verschaukelt", aber nicht betrogen oder so...
"wir bauen den noch zusammen" - Da hättest du mal genauer nach fragen sollen und es nicht einfach so hinnehmen...
Stand denn in dieser öffentlichen Ausschreibung irgendwas von den Komponenten???
Wenn ein Hersteller ein Angebot macht, dann sollte man es sich sehr genau durchlesen.
Angenommen dir wurde etwas geliefert, das nicht im Kaufvertrag steht(Mängel, fehlende Teile...), dann kannst du dagegen angehen, ansonsten sehe ich da nicht wirklich gute Aussichten...
FSC Econel 200 inkl. 48-Monate-vor-Ort-Garantie.
Und halt der RX300 von FSC.
Das ich nicht explizit "Herstellersupport" geschrieben hab, ärgert mich jetzt noch.
Aber dass da andere Bausteine reinsollen oder dürfen - davon hab ich nix getippt. Ich guck mir die Leistungsbeschreibung morgen nochmal _sehr_ gut an, aber im Angebot stand definitiv NIX von Fremdbausteinen. Das wär für mich ein Killgrund gewesen - ich hätt das Angebot nicht berücksichtigt.
ist natürlich ne üble Geschichte!
Hast Du ein Angebot von der Firma bekommen in dem explizit die Bauteile mit Bezeichnung aufgeführt ist? Wenn ja, dann steht ja genau drin WAS verbaut werden muss. Gibt es da eine Diskrepanz, dann kannste einen Tausch gegen Originalteile verlangen!
Andernfalls sieht es wohl eher mau aus! Es sei denn, dass der "Originalzustand" verändert wurde, z.B. der FSC hat stadardmäßig 1 Modul mit 512MB Markenspeicher, dieser wurde gegen ein Modul mit Billigspeicher ausgetauscht!
Dann kommt es auch darauf an, wie es in Sachen Kompatibilität aussieht. Hast Du z.B. das System als XP kompatibel/zertifiziert bestellt und ist dies mit diesem Modul nicht mehr der Fall (nach HCL) dann kannst Du das ändern lassen...
Desweiteren kommt es auch darauf an ob Du die Server als Privatperson oder als Firma gekauft hast und ob der Server nach Kundenwunsch angefertigt wurde...
Abhängig von dem hast Du verschiedene Möglichkeiten!
Wenn da etwas anders drin ist, als normalerweise, dann gegen an! Das ist doch öffentlicher Dienst, Behörde, Gemeinde, Kreis oder so. Ihr habt doch eine Rechtsabteilung oder nicht?
Der Verkäufer ist verpflichtet, Dir die Sache frei von Rechts- und Sachmängeln zu verschaffen. Ist die Kaufsache mit einem Mangel behaftet, finden die gesetzlichen Gewährleistungsregeln Anwendung.
Ein Mangel der Kaufsache liegt vor, wenn ihr tatsächlicher Zustand zum Zeitpunkt der Übergabe von der Beschaffenheit abweicht, die der Händler und Ihr bei Abschluss des Kaufvertrages vereinbat habt, bzw. die den üblichen Werwendungszwecken entspricht. Als vereinbart gelten regelmäßig auch alle Eigenschaften der Sache, die sich aus Werbeaussagen oder Produktbeschreibungen ergeben.
Ähm, das soll hier kein rechtsberatung sein. Wir hatten nur gerade einen ähnlichen Fall.
Ich würde denen auf jeden Fall mal "freundlich" auf die Füße treten. Das ist auf jeden Fall ein dicker Hund! Es können (und dürfen) nicht einfach Komponenten augetauscht werden. Bei Auto's wäre das ja sonst auch eine feine SAche! Ein Ferrari mit Opel -Motor!
Wie lefg Dir auch schon geraten hat. Vielleicht erst ein ordentliches Gespräch (vielleicht merken Die ja, das sie auf dem Holzweg sind) und wenn das nichts bringt ab damit zur Rechtsabteilung!
Ich würde mit deiner Aussage doch einwenig vorsichtig sein,
denn man muss doch den genauen Ausschreibungstext
und auch das genau Angebot kennen.
Denn in diesem Fall kommt es auf das kleinste Wort an.
Ich persönlich würde den Fall an die Rechtsabteilung geben ?
ich finde, der spruch "sonst hätten wir den preis nicht halten können" sagt einiges aus! es war eine ausschreibung an die sich zu halten ist. ein elektriker kann auch nicht eine ausschreibung für ein einfamilienhaus "gewinnen" und dann nur den keller installieren weil er sonst nicht auf den preis kommt. sowas hat man vorher zu kalkulieren!