mir ist persönlich aufgefallen, dass es auch in der IT mittlerweile einen gewissen Leistungsdruck gibt. Sicherlich gibt es von Unternhemen zu Unternehmen Unterschiede, doch gerade wenn man Dienstlsieter ist, sollte es an erster Stelle stehen den Kunden schnellst möglich zu bedienen, da man vielleicht sonst Gefahr läuft dass er sich einen anderen Dienstleister sucht.
Wie ist das bei euch und wie geht ihr mit dem Druck um? Wie handelt ihr, wenn euch ein Geschäftsführer droht "Wenn das nicht in 2 Std. wieder läuft, dann können Sie sich ihre Kündigung abholen!". Oder wie handelt ihr, wenn bei einem großen Kunden (oder Unternehmensntern) ein großes Softwareupdate ansteht, doch der Kunde nicht bereit ist seine Arbeit unter der Woche für einige Stunden einzustellen und darauf besteht, dass die Arbeiten am Wochenende ausgeführt werden? Hinzukommt vielelicht noch, dass der Kunde sich auch noch auf einen Wartungsvertrag beruft und deswegen keine Mehrkosten für das Update am Wochenende zahlen will.
Bin gespannt auf eure Meinungen.
Sicherlich gibt es von Unternhemen zu Unternehmen Unterschiede, doch gerade wenn man Dienstlsieter ist, sollte es an erster Stelle stehen den Kunden schnellst möglich zu bedienen, da man vielleicht sonst Gefahr läuft dass er sich einen anderen Dienstleister sucht.
ich denke, nicht schnell sondern kompetent sollte ihm geholfen werden.
Zitat von snake99
Wie ist das bei euch und wie geht ihr mit dem Druck um?
Ich habe mit der Zeit die notwendige Coolness gelernt. Zügig arbeiten, aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, denn dadurch macht man nur Fehler.
Zitat von snake99
Wie handelt ihr, wenn euch ein Geschäftsführer droht "Wenn das nicht in 2 Std. wieder läuft, dann können Sie sich ihre Kündigung abholen!".
Ich würde ihm die Adresse meines Anwalts geben und ihm sagen, er solle die Kündigung dorthin schicken. Das meine ich im Übrigen toternst. Ein Chef, der mit solchen Drohungen um die Ecke kommt, ist es nicht Wert , dass man sich deshalb noch mehr Druck macht und noch mehr Fehler einbaut, was unterm Strich noch mehr Zeit kostet.
Zitat von snake99
Oder wie handelt ihr, wenn bei einem großen Kunden (oder Unternehmensntern) ein großes Softwareupdate ansteht, doch der Kunde nicht bereit ist seine Arbeit unter der Woche für einige Stunden einzustellen und darauf besteht, dass die Arbeiten am Wochenende ausgeführt werden?
Wäre für mich kein Problem, wenn er es zahlt. Man muss das aber sicherlich auch aus Sicht des Auftraggebers sehen. Der gesamte Ausfall der EDV innerhalb der Woche kostet sicherlich mehr Geld, als die Wochenendzuschläge der Dienstleister.
Zitat von snake99
Hinzukommt vielelicht vielelicht noch, dass der Kunde sich auch noch auf einen Wartungsvertrag beruft und deswegen keine Mehrkosten für das Update am Wochenende zahlen will.
Das ist dann ja eine Sache des Wartungsvertrags. Wenn dieser entsprechend ausgestaltet ist, dass Du dazu "genötigt" werden kannst ... dann ist das halt so und Du must in den sauren Apfel beißen. Einen Wartungsvertrag, der sinngemäß beinhaltet "hier das Geld und gearbeitet wird wann ich (Kunde) es sage" ist da schon ziemlich *****. Die Klausel "während der normalen Geschäftszeiten" gehört da schon rein.
Ich denke, man lernt mit den Jahren mit dem Druck fertig zu werden und kann auch beurteilen, ob da nicht etwas heißer gekocht wird, als es gegessen wird. Aber das ist ein Lernprozess, dem einen keiner abnehmen kann.
Ich wundere mich gerade über diese Feststellung. Ich dachte das ist in der IT Alltag. Ich zumindest kenne es nicht anders. Die IT ist und bleibt in den Augen der Geschäftsführer nur ein Kostenfaktor, der kein Geld einbringt, sondern nur Geld kostet und wenn etwas mal nicht funktioniert ist man sofort der Buhmann.
Gruß
Krosteppi
... Ich dachte das ist in der IT Alltag. Ich zumindest kenne es nicht anders ...
Ich kenn noch die Zeiten, wo die IT'ler recht viel Mitspracherecht in einem Unernehmmen hatten. Wenn die IT gesagt hat, das geht so nicht, dann wurde auf sie gehört und Diskussionen kamen erst gar nicht auf. Oder wenn die IT gesagt hat, die Systeme laufen frühstens wieder in 2 Std., dann war das so und die User haben sich entsprechend drauf eingestellt.
Heute jedoch, wo jeder zu Haue einen PC stehen hat, wollen mir z.B.schon junge Azubis sagen wie ich meinen Job zu erledigen habe. Von Geschäftsführern ganz zu schweigen. Uns das alles nur, weil ja jeder meint die große Ahgnung von unserem Job und der IT zu haben.
Bin selbst bei einem Dienstleister angestellt und an einen Kunden verkauft. Hier lautet die Devise, dass die Gründlichkeit vor geht! Natürlich kann man sich keine 8 Stunden Zeit nehmen um eine GPO zu erstellen, das ist klar, aber man hat die Zeit um gründlich zu arbeiten.
In einem Hochverfügbarkeitsnetzwerk gibt es nun mal Dinge, die man nur abends oder an einem Wochenende machen kann. Das ist nun mal das Los eines Systembetreuers und gehört einfach zum Beruf dazu...
Heute jedoch, wo jeder zu Haue einen PC stehen hat, wollen mir z.B.schon junge Azubis sagen wie ich meinen Job zu erledigen habe. Von Geschäftsführern ganz zu schweigen. Uns das alles nur, weil ja jeder meint die große Ahgnung von unserem Job und der IT zu haben.
In so einer Situation sag ich immer: "Pass mal auf mein Freund, ich erzähl Dir nicht, wie Du Deinen Job zu machen hast, und Du hörst auf mir zu sagen, wie ich meinen zu machen habe."
Kein Witz, das sage ich auch beim Kunden. Ich hasse DAU-Besserwisser.
Streß ist etwas für Menschen, die nicht belastbar sind - so sehe ich das, sorry.
In jedem Berufszweig sieht man sich mit irgendeiner Form von Druck konfrontiert, also
ist es garnicht die Frage, ob man Druck hat, oder nicht - sondern eher wie man damit
umgeht.
Die Ironie der IT ist, dass sie versucht sich selbst "wegzurationalisieren" und somit
bleiben zwangsläufig viele Jobs auf der Strecke. Da ist es dann eine Frage der klugen
Wahl seines Betätigungsfeldes.
Aus eigener Erfahrung und ständigem Einsatz als Projektschlampe wurde ich mit
vielen Maßnahmen konfrontiert, wie sich Entwickler und Administratoren versucht haben
im Rahmen von Jobsicherungsmaßnahmen unentbehrlich zu machen.
Angefangen bei völlig unlesbarem Code, bis hin zu ganz verwegenen Netzwerk-Konstruktionen
mit Subnetmasken, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Ich bin eine Fachkraft und das mache ich auch jedem in meiner Umgebung klar. Ich
muß niemandem meine Zertifikate unter die Nase reiben, denn ich versuche durch
Leistung zu überzeugen und nicht durch aufgeblasenes Gehabe.
Alle meine Entscheidungen begründe ich sachlich und fachlich fundiert und wenn ich ein
zeitliches Problem bekomme, so weiß ich auch das wahrheitsgemäß und fachlich fundiert
zu begründen.
Also alles eine Frage der Art, wie man mit Druck umgeht.