Hallo Kerstin,
irgendwie haben einige Schreiber die falsche Herangehensweise.
1. Frag dich doch mal, warum du dem Praktikum zugestimmt hast. Was erwartest/erhoffst du dir denn für deine Firma durch das Praktikum?
2. Was meinst du erwartet der Praktikant vom Praktikum und von deiner Firma?
Ich muss da saracs beipflichten:
Ich würde als Praktikant erwarten, dass ich einen umfassenden Einblick in die Berufsbilder und in die Arbeitsabläufe der Praktikumsfirma bekomme. Die oben angesprochene Beschäftigungstherapie "Inventur", "CD´s katalogisieren" oder das berüchtigte "Schrauben zählen und sortieren" erfüllen weder die Erwartungen einer Praktikumsfirma noch die Erwartungen des Praktikanten an diese Firma.
Wenn du das Firmeninteresse im Blickfeld behältst, ist es sicher interessant ob der Praktikant die Erwartungen erfüllt, die du an einen zukünftigen Azubi stellst. Kann er im Team arbeiten? Hat er technisches Verständnis? Wie steht´s um Motivation und Sorgfalt? Das hilft später auch dabei, eine aussagekräftige Beurteilung zu schreiben, mit der der Praktikant was anfangen kann.
Danach würde ich meine Aufgaben ausrichten. Die angesprochenen Aufgaben "Server aufsetzen und konfigurieren" und "Image vom selbst erstellten System ziehen" von Scorpion, Sebastian und lefg sind ein netter Anfang. Kommt aber immer darauf an, wofür der Praktikant sich interessiert und wo der Aufgabenschwerpunkt in eurer Firma liegt (Handel, Administration, Development).
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Ich würde eine Aufgabe aus dem aktuellen Firmengeschehen herauspicken. Dann hat die Firma gleich einen Nutzen und der Praktikant das Gefühl, ernst genommen zu werden. Zusätzlich schafft das auch einen gewissen Erfolgsdruck für den Praktikanten.
Damit würde ich ihn erstmal allein "werkeln" lassen mit der Auflage, täglich einen kurzen, mündlichen Fortschrittsbericht abzugeben. Für Fragen muss immer jemand da sein. Dann kannst du sehen bis wohin das vorhandene Wissen geht und wie lange er selbst versucht ein Problem zu lösen bzw. ob er beurteilen kann, ab welchem Punkt es sinnvoll ist, auf den Praktikumsbetreuer zuzugehen und um Hilfe zu bitten.
Bei mir war das damals folgende Aufgabe:
1. Konfigurieren Sie ein PC-System aus der im Lager vorhandenen Hardware.
2. Installieren Sie Windows Server 2003 (damals als Beta)
3. Konfigurieren Sie die Netzwerkkomponenten und binden Sie den Server an den Internetzugang an.
4. Erarbeiten Sie ein Nutzungskonzept für diesen Server (Welche Rollen sollte dieser Server für die Verwaltung eines Netzwerkes ausführen?) und präsentieren Sie dies mit geeigneten Mitteln.
5. Konfigurieren Sie den Server für die genehmigten Anforderungen.
6. Konfigurieren Sie ein Notebook für die Zusammenarbeit mit diesem Server.
7. Testen Sie die Funklionen des Servers in Zusammenarbeit mit dem Client-Notebook.
Legen Sie bei allen Arbeitsschritten wert auf Datenschutz- und Datensicherheit!
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Da ging es bei der Auswahl der Hardware schon los.
- großes Lager, zig Mainboards, x verschiedene Speicher, Laufwerke, HDD´s, CPU´s
- Hardwareanforderungen für den Server herausfinden, dabei schon Gedanken machen über die spätere Nutzung
- Backuplösung einplanen
- Arbeitsschritte dokumentieren
etc etc pp
Damit war ich zwei Wochen beschäftigt. (inkl. Dokumentation und Testprotokoll)
Zu Beginn meiner anschließenden Ausbildung (hab nämlich prompt einen Ausbildungsplatz in der Firma bekommen) hab ich dann den alten 2k Server auf den neuen 2k3 Server migrieren müssen. So war das. Lang lang ist´s her.
Also so oder so ähnlich gehen wir hier an die Praktikantengeschichte heran. Und auch wenn wir gerade keinen Azubi suchen, ist es immer sinnvoll, fähige Anwärter auf der Liste zu haben. Außerdem sehen wir das als unsere soziale Verantwortung, wenn wir schon einen Praktikanten nehmen, diesem dann auch etwas mit auf den Weg zu geben.
MfG CyberDoc