Habe am Freitagabend eine Sendung gesehen über Arbeitslosigkeit inkl. Gespräch mit Betroffenen.
Einer der Gesprächsteilnehmer war im IT-Bereich tätig, ging aber leider weder auf seine Tätigkeit noch auf sein betriebliches Umfeld genauer ein.
Ein ebenfalls anwesender Stellenvermittler äusserte ein paar Sätze wie z.b. :
"in den 90ern wurde jeder, der wusste, wie man einen PC einschaltet, als Informatiker eingestellt. Viele davon, die sich in dieser Zeit nicht wirklich entsprechend aus- und/oder weitergebildet haben "faulen" nun raus.
Den Stellenvermittlern (auch Sklavenhändler genannt ) ist ihre Euphorie natürlich vergangen, wo sie ja nun keine Gans mehr haben, die goldene Eier legt (hat jemand mehr als bloss eine Ahnung, wieviel die bei einer Vermittlung kassieren??? Ich habe da gehört von einem bereich von 12-18% vom Jahressalär!?). Aber dass sie gleich mit so dummen Sprüchen aus dem Rahmen fallen müssen?
Gerade Leute wie er haben in den 90er ja auch (übermässig) am IT-Boom mitprofitiert.
Original geschrieben von deubi hat jemand mehr als bloss eine Ahnung, wieviel die bei einer Vermittlung kassieren??? Ich habe da gehört von einem bereich von 12-18% vom Jahressalär
Ich weiß nicht, wie es bei Euch in der Schweiz läuft, in D sind es bis zu 3 Monatsgehälter, also sogar 25%, was sie verlangen dürfen. Ob die´s heutzutage auch noch kassieren können, wag ich zu bezweifeln.
Das ist nicht "nur" in Deutschland so, schaut mal über den Tellerrand.
Aber wenn wir nun den Irak fleissig "zusammenbomben" , können wir den ja wieder aufbauen, das gibt dann eine Menge Arbeit...wenn's dann auch noch so konsequent gemacht wird wie im Fall "Afghanistan"
Gerade wir Deutschen können eines ganz besonders gut: Jammern und Nörgeln!
Mir geht es ja auch nicht besonders gut, aber ich sehe durchaus positiv in die Zukunft!
Ich bin der Meinung, dass man gerade mit einer positiven Ausstrahlung bei einem Vorstellungsgespräch die "pessimistischen" Mitbewerber ausstechen kann. Arbeitgeber sehen Menschen, die ein halbvolles Glas eher als halb leer bezeichnen, nicht besonders gerne...
@ deubi:
Stimme Dir zu, gerade in letzter Zeit wurden vor Allem in der "älteren" Generation wieder Stimmen laut nach dem Motto: Es gab schon zu lange keinen Krieg in Deutschland. Erstens gibt es nichts aufzubauen, wir leben ja im Überfluß und zweitens wissen die Leute gar nicht mehr, was echte Not und Angst bedeutet....
Danke, ich verzichte! Ich bin froh, dass (noch) Frieden ist!
Was das Jammern betrifft: das können Andere, auch wir Schweizer, genau so gut.
Man muss den Deutschen aber trotzdem eins lassen: wie sie nach dem WKII das Land in verhältnismässig kurzer Zeit wieder auf Vordermann gebracht haben (schaut Euch mal die Bilder der 1945 sinnlos zusammengebombten Städte an!)... Alle Achtung!
Die Flutkatastrophe im letzten Jahr hat diese Fähigkeit aus meiner Sicht wieder bestätigt. Die Deutschen krempeln die Ärmel hoch und packen an. Die meisten andern jammern bloss: "hätte...wäre...wenn", und rufen um Hilfe, dass "jemand anders" was tun sollte.
"Wer in dieser Welt, in der alles klagt, nicht klagt, gilt als jemand, der etwas zu Unrecht bekommen hat und das wieder hergeben muß. "
Manfred Rommel (*1928), deutscher CDU-Politiker, Präsident des Deutschen Städtetages (77-83) und ehemaliger Stuttgarter Oberbürgermeister
Ich kann Deine Situation gut verstehen, aber die schlechte Wirtschaftslage ist kein deutsches Problem, sondern eins der westlichen Industrienationen insgesamt.
Da kann kein auch noch so guter Bundeskanzler was dran ändern. Einer einzelnen Regierung die Schuld geben ist einfach und billig (wer die CDU/CSU besser findet: schaut Euch mal an, wie sich Merkel zur Amerika-Irakkrise äussert! Wollt Ihr lieber DIE als Kanzler/in?)