Mhhh, naja, ist kein Geschäftsgeheimnis: habe seit dem 28.08. scheinbar eine rabenschwarze Woche und tief in das Schexxxe-Fass gegriffen. Beim Kunden CPU-Lüfterwechsel, übersehe die Silber-Wärmeleitpaste auf dem Athlon, schließe die Widerstände damit kurz und semmel beim erneuten abheben des Lüfters mit dem Schraubenzieher ins Mainboard. Geplanter Gewinn ca. 15 Euro, entstandener Schaden ca. 110 Euro plus viel Lauferei und einem Knöllchen beim Neukauf im Laden um die Ecke.
Mit nicht abrechenbarem Zeitaufwand, bislang dreifacher Fahrerei und Material kommen so schnell rund 180 Euro zusammen. Vom Imageverlust mal ganz abgesehen.
Das werde ich selber bezahlen, denn das ist selber schuld.
na, 180 Euro zaubere ich bei den aktuell dünnen Zeiten nicht aus der Portokasse. Ich bin zwar selbständig, habe aber durchaus kein fettes Einkommen. Jeder Angestellte dürfte am Monatsende mehr auf seinem Konto haben. Aktuell liege ich nach Steuern knapp im vierstelligen Bereich (von unten gesehen!). Das reicht weder zum Überleben noch zum Verhungern.
zu Frage1: vielleicht sollte ich mich da wirklich mal endlich schlau machen
zu Frage 2: das darf mir als Profi nicht passieren! Doppelte Sicherungen sind Pflicht.
Hallo. Wenn Du eine sinnvolle Versicherung finden solltest kannst mir mal bescheid geben.
Was machst man aber wenn keine Bänder oder sonstiges vorhanden sind? Wenn Du nicht sichern kannst...
Ich meine die Kunden haben ja viel an GB gespeichert. Sicherst Du dann z.B. 10 Bänder? Das dauert ja alles seine Zeit und kann mir auch nicht immer vorstellen , das der Kunde für ein Patch/Update 5 oder mehr Arbeitsstunden bezahlen soll(für Sicherung)
wenn der Kunde etwas haben will, muss er dafür bezahlen (so ist das meistens). Wenn er dann eine mangelhafte IT-Infrastruktur hat und z. B. 80 GB Daten aber nur ein 8 GB Streamer, zeigt mir das, dass er am falschen Ende gespart hat oder einen grottenschlechten Berater hat(te).
Warum sollte ich mich in die Gefahr begeben, für den möglichen Schaden (Daten weg ohne Backup) aufzukommen, wenn ich es nicht zu verantworten habe? Da wäre ich doch absolut **** und könnte mir genauso gut einen Strick nehmen!
Also stelle ich den Kunden vor die Wahl:
- neuen, größeren Streamer und dann sichern,
- er sichert selber,
- er befreit mich von möglichen Forderungen nach einem Datenverlust, (wenn er das tut, ist er so klug wie eine keimende Kartoffel)
- ich sichere 10 Stunden lang seine Daten und lasse es mir bezahlen.
Die Diskrepanz zwischen Dummheit (oder Unwissenheit) der Kunden bzgl. fehlender Backups und dem Risiko der Schadensersatzforderung gegen mich nach einem Datenverlust kann kein Grund sein, für ein paar Euro fuffzig möglichem Gewinn das Risiko einzugehen. Schließlich ist allgemein bekannt, dass ein IT-Berater, der für die inhaltliche Korrektheit des Backups verantwortlich ist oder sich nicht vorab über die physikalische und inhaltliche Funktionalität eines Restores absichert, mit mindestens einem Bein im Gefängnis steht (kein Witz).
Wer also ohne Backup arbeitet, ist noch dümmer, als Microsoft erlaubt. Ich entzöge mir damit (krass gesprochen) meine Arbeits- und damit letztendlich meine Lebensberechtigung.
Beispiel eines Arbeitskollegen:
Er liefert neuen Server mit Streamer, richtet Sicherung ein, testet durch Sichern und Zurückspielen und geht. Ein halbes Jahr später crasht der Server. Prima denken alle, "Wir haben ja ein Backup", und spielen das ein.
Ergebnis: Die Verzeichnisse und Dateieinträge im Directory wurden zurückgespielt, jedoch war der Sicherungsvorgang vom ersten Tag an defekt!!! Es wurden **keine** Dateiinhalte (also Daten) gesichert, nur die Directory-Einträge.
Folgerung: 14 Tage Produktionsausfall, alle Mitarbeiter haben die Daten der letzten 180 Tage neu eingeben müssen!!! Gaaaanz üble Sache das.
Der Kollege hatte sich glücklicherweise vorher schriftlich zusichern lassen, dass er nicht für Backup/Restore verantwortlich ist.
Nun ja aber um auf Nummer sicher zu gehen müsste man dann doch ca 1x Monat dort vorbeikommen und schaune ob die Sicherung geht. Die Frage ist ob der Kunde es bazahlt...
Aber vielen Dank für die Antwort denn mich interessiert es schon ein bischen wie es in der Praxis aussieht.
Machst Du eigentlichnur Hardware oder auch Security?
Würde mich interessieren wie es da ist:
Du richtest dem Kunden am Montag Vireschutz ein und am Donnerstg kommt ein Virus und macht den rechner komplett platt.
Sofern ich die Software empfohlen habe, komme ich sicherlich in Erklärungsnotstand. Andererseits hat der Kunde dann nachzuweisen, dass er alle Sicherheitspatches eingespielt hat.
Aber im Normalfall (wenn der Kunde einen Funken Verstand hat) kann man sich sicherlich auf einen Mittelweg einigen. Außerdem habe ich ja ein Image, mit dem ich den Rechner innerhalb von 60 Minuten wieder flott bekomme.
such mal hier im Board - gab es schon viele beitrage zu image-soft ....oder aber sonst würd ich empfehlen: Acronis True Image (war auch ne empfehlung vom board)