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Alt 24.05.2006, 19:35   #1
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Beiträge: 7
Freiwilliger Stellenwechsel in Probezeit: wie verargumentieren?

Hallo.

Ich bin bei meinem jetzigen AG ca. zwei Monate (betriebsbedingte Kündigung beim vorigen AG), aber:
- die Bezahlung ist schlecht, ca. 100 EUR netto unter meinen Anforderungen
- Chef und Chef's Chef streiten, z.B. ob ich ein Diensthandy bekomm (einer sagt Hü, der andere Hott, mir ists egal)
- Existenz eines behinderten Mitarbeiters in der Abteilung wurde verschwiegen (erst nach Unterschrift gemerkt, dass da noch ein Kerl täglich kommt).

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich schau mich parallel nach anderen Jobs um. Heute hab ich ne Einladung bekommen

Was soll ich denen erzählen?
- ich könnte lügen "ich bin arbeitslos". Ich bin aber ein schlechter Lügner, außerdem kann es sein (evtl.), dass der aktuelle AG auf Kündigungsfrist besteht.
- ich könnte die Wahrheit erzählen, aber das kommt vsl. nicht gut an?
- interessantere Aufgabe bei zukünftigen AG --> erzeugt Eindruck von mangelndem Durchhalten

Wart ihrt schon mal in so einer Situation?

CU
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Alt 24.05.2006, 20:26   #2
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Benutzerbild von WSUSPraxis
 
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Also ich weiß nicht was Lügen bringt ?

Oder willst du dein Lebenslauf auch fälschen ???

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Arnd Rößner

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Alt 24.05.2006, 20:27   #3
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Hi,

während der Probezeit ist die Kündigung problemlos für beide Seiten möglich (ohne große Fristen). Guck Dir Deinen Arbeitsvertrag an und bemüh mal ein bisserl Google.

Rechtsberatung ist hier nicht

Ich würd die Karten offen auf den Tisch legen. Wenn das Angebot besser ist ... warum denn nicht. Allerdings würd ich an Deiner Stelle mal die Aussage bezüglich des behinderten Mitarbeiters gründlich überdenken! Was hast Du denn für 'ne Einstellung!

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"Every once in a while, declare peace. It confuses the hell out of your enemies"

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Alt 24.05.2006, 21:04   #4
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Ort: München
Beiträge: 7
Zitat von Squire
Allerdings würd ich an Deiner Stelle mal die Aussage bezüglich des behinderten Mitarbeiters gründlich überdenken! Was hast Du denn für 'ne Einstellung!
Ich bin unzufrieden, weil die Existenz mir vorab verschwiegen wurde. Das erzeugt kein (langfristiges) Vertrauen in Chef's. Was wurde mir noch alles verschwiegen?
Mit Behinderten kann ich halbwegs umgehen. Manche brauchen halt länger, oder können manche sachen gar nicht, oder kriegen (z.B.) nicht mit, wann ihre Kleidung nicht komplett passt. Damit kann ich umgehen. Manche angeborenen Behinderungen (Sauerstoffmangel, was-weiß-ich) hätten ebensogut mich treffen können und morgen kann mich ein besoffener Kerl zusammenfahren.
Zitat von Der Schwabe
Also ich weiß nicht was Lügen bringt ? Oder willst du dein Lebenslauf auch fälschen ???
Mei, Arnd, ich will gar nicht lügen.
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Alt 24.05.2006, 21:42   #5
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Benutzerbild von Finanzamt
 
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Hallo Fisi,
Alles, was Du denkst und machst kriegen Deine Mitmenschen irgendwie mit. Nicht, daß die das Wort für Wort wüßten, nein, die haben es nur "im Urin". Sag die Wahrheit, ohne ins Detail zu gehen. Wenn Du lügst und den Job bekommst, wird der nicht von langer Dauer sein. Die "Neuen" riechen es nämlich auch!
Für a l l e Konfliktfälle gibt es die ultima ratio aus der Bibel [Mt.7. 12a, sinngemäß:] "Behandle Deinen Mitmenschen so, wie Du selbst behandelt werden möchtest." In diesem Sinne wünsche ich Dir Mut zu Deinem Tun und vor allem einen glatten Bauch.
Gegrüßt!

PS.: In der Überschrift hat Du einen klassischen Freudianer (Google "freudsche Fehlleistung"): wie "ver"argumentieren ...

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Die vollkommene sprachliche Form ist klar und zugleich nicht banal.
Die sprachliche Form ist am klarsten, wenn sie aus lauter üblichen Wörtern besteht;
aber dann ist sie banal

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Alt 24.05.2006, 21:49   #6
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Registriert seit: 05-2006
Ort: München
Beiträge: 7
Zitat von Finanzamt
ultima ratio
Ultima ratio (lat.), äußerstes Mittel, letztmögl. Weg, wenn nichts anderes Aussicht auf Erfolg hat.
siehe www.infobitte.de/free/lex/allgLex0/u/ultimaRatio.htm

Bist Du sicher, dass Du nicht eher den "kategorischen imperativ", siehe http://goldene_regel.know-library.net/ meinst?
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Alt 24.05.2006, 22:17   #7
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Benutzerbild von Finanzamt
 
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Ort: Middle Of NowHere
Beiträge: 1.116
Hi!
Ich meine schon die goldene Regel, und zwar so, wie sie am Ende der Bergpredigt auch als Zusammenfassung verstanden werden kann. Und ultima ratio habe ich dem Sinne gebraucht, daß es den Endpunkt aller ethischen Fragestellungen darstellt. Insofern kann meine Formulierung gewisse Affinitäten zu "weißer Schimmel" nicht leugnen. Verstehe es bitte als Betonung.
Mit Kant habe ich mich weniger beschäftigt; da sind mir nur ein paar Grundzüge bekannt. Daß auch er von der goldenen Regel beeinflußt wurde, ist bei mir hängen geblieben. Insofern schlösse sich der Kreis.
Gergrüßt!

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Alt 24.05.2006, 22:46   #8
PAT
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Bahnhof?

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Viele Grüße
Patrick

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Alt 24.05.2006, 22:48   #9
PAT
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Registriert seit: 07-2003
Beiträge: 2.556
@fisi2002mue
Ich will ja nichts sagen, aber bei den Argumenten, die Du bis jetzt gegen Deinen momentantn Job vorbringst, kommt bei mir irgendwie kein Verständnis für Deine "schlimme" Lage auf. Wenn Dich nur das stört, denkst Du, woanders ist es besser? Ich denke jeder Job hat auch seine "schlechten" Seiten.

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Viele Grüße
Patrick

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Alt 25.05.2006, 00:01   #10
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Beiträge: 6.664
Zitat von fisi2002mue

- Existenz eines behinderten Mitarbeiters in der Abteilung wurde verschwiegen (erst nach Unterschrift gemerkt, dass da noch ein Kerl täglich kommt).
vielleicht erkennt dein jetziger Chef ja deine Einstellung gegenüber dem behinderten Kollegen und beendet von sich aus das Arbeitsverhältnis spätestens mit Ende der Probezeit.
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