Mann, mann, mann - ich muß sagen, ich bin doch etwas erstaunt über das teilweise doch recht umfangreiche Feedback.
Und ich merke, daß sich doch schon mancher darüber Gedanken gemacht hat.
Ja, ich mache mir schon lange Gedanken darüber. Auch, weil ich das Gefühl habe, daß es immer schlimmer wird. Vor allem in Foren (allgem., nicht nur hier), Blogs etc., genau wie
Chappy schon schrieb. Was man da manchmal liest...da krempeln sich mir oft regelrecht die Zehennägel um.
Ich habe natürlich auch nicht Germanistik studiert, noch habe ich Deutsch im Leistungskurs gehabt o.ä. .
Und lediglich ein bißchen von dem, was 'frau' so in Deutsch beigebracht bekam, ist bei mir hängen geblieben. Ich bin also auch nicht perfekt und mir geht's auch nicht um Perfektionismus.
Ich schrieb ja auch bereits, daß es mir nicht um die Buchstabenverwechsler geht und hätte es vielleicht noch etwas genauer formulieren sollen, daß darunter (also um die Buchstabenverwechsler) auch andere KLEINE Tipfehler fallen. Diese sorgen ja meist noch für Erheiterung.
Allerdings sehe ich es ähnlich wie
Finanzamt:
Wenn sich die Fehler jeglicher Art
summieren und keine Logik erkennbar ist (außer für den Schreiber selbst vielleicht), dann bekommt man eben das Gefühl des mangelnden Respekts oder -in den seltensten Fällen- evtl. auch des Unvermögens des Schreibers.
Viele (oder doch zumindest einige) von euch sind im Support tätig. Wenn ich nun -sowohl als Supporter als auch als Hilfesuchender- mit jemandem zusammenarbeite, der z.B. Bestellungen einreicht, Anfragen an mich stellt (oder weiß-der-Geier-was) und dabei auf Dauer Fehler an Fehler reiht, bekomme ich nicht nur das Gefühl, daß er/sie evtl. des Deutschen nicht mächtig ist, sondern sich auch keine Mühe gibt, dies zu ändern. Dies hinterläßt dann leicht den Eindruck von Nachlässig- bzw. Schlampigkeit.
Problem dabei: Man geht dann doch meist davon aus, daß diese mangelnde Sorgfalt auch in anderen Bereichen zum Tragen kommt.
Während Schreibfehler ja, solang man sich nur gegenüber steht oder nur miteinander telefoniert, nicht unbedingt mitbekommt

, ist das bei falschem Gebrauch von
mir&mich sowie
als&wie schon anders. Dies fällt dann dennoch auf.
In letzter Zeit ist mir auch vermehrt aufgefallen, daß einige den Imperativ nicht nur falsch schreiben sondern auch falsch aussprechen. Und ich meine damit nicht irgendwelche unabsichtlichen Versprecher, die man ja auch meist selber bemerkt und korrigiert, sondern "absichtliche".
Viele der Leute, die heute im Chefsessel sitzen sind ja doch noch in der Zeit aufgewachsen, als nicht jeder einen Computer aber doch Deutschunterricht hatte.
Somit erwarten diese dann auch, daß jemand der bei ihnen eine Ausbildung o.ä. anfangen möchte, besser Deutsch beherrscht als daß er/sie einen Computer in- und auswendig kennt. Von ITlern natürlich mal abgesehen.
Noch mal: Es geht hier nicht um kleine Tipfehler -bin ja auch nicht frei davon- oder evtl. Versprecher. (Die habe ich lediglich "zur Einleitung" aufgezählt und auch nur mit einem

. Hätte von denen hier '

' vielleicht mehr benutzen sollen...)
So, nun ist der Text viel länger geworden als geplant. Naja und sicher sind auch einige Fehler drin, da ich -wie immer- die Sätze hier und da noch mal umgeschrieben habe.
Und da gebe ich
Dr. Melzer auch recht: auch ich überfliege meinen geschriebenen Text dann nur noch einmal grob und dank der 'Autokorrektur'

meines Hirns, entgeht mir sicher auch manch ein Fehler. (Da kennt wohl noch jemand diesen tollen verwurstelten Text, der mal im www als eMail kursierte...

)
So, ich mach jetzt aber erst einmal Feierabend und wünsche ein schönes We.
Mal schauen, ob und was bis Montag hier noch geschrieben wird.
