Also in einer solche Umgebung lebt die Firma von ihrem SQL Server !
Da würde ich dem Chef mal vorrechnen was ein Ausfall kosten kann (Worst Case)
Da wird er gaaanz schnell etliches an Kohle Locker machen.
Bei uns musste der Gau leider erst eintreten aber dann gab es auch die erforderlichen Mittel
Es ist bedauerlich, das Nichttechniker den Bedenken von Technikern selten Glauben schenken und nach dem Motto "Es läuft doch alles" reagieren. Problem: Wenn es einmal nicht läuft, wird der Chef sicher nicht sagen "Meine Schuld, hätte sollen doch Geld locker machen" sondern eher "Sie sind der Techniker und müssen sicherstellen das es läuft."
Was sind also deine Möglichkeiten?
1. Du setzt dich mit deinem Chef zusammen, ihr diskutiert sachlich den Worst-Case-Fall und seht, ob sich die Anschaffung eines zweiten Systems rechnet. Wenn sich das für deinen Chef nicht rechnet, weil er der Meinung ist, das alles läuft, dann mach ihn auf das Risiko aufmerksam und lass dir die Entscheidung schriftlich geben, damit du im Fall der Fälle was in der Hand hast.
2. Lass dich und deinen Chef von einem Externen über die Risiken bei diesem System beraten, das kommt immer besser.
3. Teste wieder und wieder deine Backup- und Recoverystrategie, um Möglichkeiten für die Optimierung zu finden.
Wenn ihr 30 DB's mit 250 GB laufen habt, dann wird da schon ein ordentliches Blech drunter hängen. Und dann dürfte es kein Problem sein, als Ausfalllösung eine etwas schwächere Maschine daneben zu stellen, die einfach nur für den Fall der Fälle da ist.
Ich wünsche dir aus kollegialer Sicht nicht, das du den Recoveryplan je aus dem Schreibtisch holen musst.