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Alles zum Thema Microsoft SQL Server — Q & A zu Microsoft SQL Server 2000 / 2005 / 2008 Architektur, Konfiguration, Troubleshooting


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Alt 11.12.2009, 12:51   #1
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SQL Server 2008 Cluster

Hallo zusammen,
wie schon aus einer vorherigen Lizenzfrage ersichtlich sind wir in der Planung eines SQL Server. Aus Gründen der Hochverfügbarkeit ist nun ein Cluster mit SAN im Gespräch.

Gibt der SQL Server 2008 mit Windows Server 2008 eigentlich mehr Clusterfunktionalität als nur ein Failover Clustering?

Kann ich bei einem SQL Server 2008 Cluster eine Datenbank Instanz auf dem 1 Knoten laufen lassen und 1 Datenbank Instanz auf dem anderen Knoten oder ist der Komplette Clusterdienst die geclusterte Ressource die zur gleichen Zeit nur auf 1 Knoten laufen kann?

Danke für Eure Hilfe im Voraus.

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Alt 11.12.2009, 13:17   #2
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Hallo,

Windows Cluster gibt es in zwei Ausführungen: HPC (High Performance Computing) mit dem Windows HPC Server, ehemals Compute Cluster Server: Windows HPC: Home Page
Und WSFC (Windows Server Failover Cluster), ehemals MSCS, mit dem Windows Server in den Enterprise Editionen.
Zitat von LangerSN Beitrag anzeigen
Gibt der SQL Server 2008 mit Windows Server 2008 eigentlich mehr Clusterfunktionalität als nur ein Failover Clustering?
Gerade bei Windows Server 2008 hat sich beim Clustering viel getan, welche Funktionalität fehlt Dir denn?

Du sprichst den Aktiv/Passiv-Betrieb an. Aktiv/Aktiv ist generell nicht sonderlich empfehlenswert, da im Fehlerfall der dann aktive Node zwei Lastern schultern muss.
Bei Mehr-Node Clustern kann man problemlos Aktiv/Aktiv/(...)/Passiv Setups realisieren, solange man an die Hardware-Ressourcen denkt.

Zu dem Thema SQL Clustering kann ich folgende Tipps empfehlen:
Cluadmin.de: Top Tips for SQL Server Clustering
Cluadmin.de: Clustered SQL Server do’s, don’ts, and basic warnings

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Alt 11.12.2009, 14:37   #3
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Mir fehlt eigentlich nichts. Ich bin gerade dabei die Gedanken zu sammeln wie so ein SQL Cluster bei uns laufen könnte. Geplant sind 2 Knoten mit SQL Server 2008 Standard als 1 Prozessor Lizenz. Nun stellt sich nachher für uns die Frage ob wie den SQL Cluster im Aktiv/Passiv Betrieb betreiben oder den SQL Cluster mit Aktiv/Aktiv Betrieb. Ich gehe jetzt mal davon aus das im Aktiv/Aktiv Betrieb der eine Server eine Datenbankinstanz hat und der andere Server eine andere Datenbank Instanz aber jeder für sich separat arbeitet. Oder sehe ich das falsch. Im Falle von einem Failover würde die eine Datenbank vom anderen Knoten mit übernommen werden und dann dort sozusagen laufen bis der andere Knoten seinen Betrieb wieder aufnimmt. Ist das so korrekt oder nicht realisierbar.

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Alt 11.12.2009, 14:55   #4
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Moin,

evtl. ist auch das Database Mirroring interessant für euch. Potenziell kommt es ohne SAN aus und erlaub kürzere Umschaltzeiten als ein Cluster. Allerdings sind einige Bedingungen in der Umgebung nötig und einige Einschränkungen zu beachten.

Deine zuletzt genannten Überlegungen treffen zu, allerdings wäre in einem Aktiv/Aktiv-Szenario neben der Last im Failover-Fall einiges zu beachten. Daher rät man im Allgemeinen eher davon ab.

Wichtig ist, dass ihr genau eure Anforderungen definiert und erst danach eine Lösung entwerft, ggf. mit einem erfahrenen Berater. Zu den Anforderungen gehören tolerierbare Ausfallzeit/Wiederanlaufzeit, tolerierbarer Datenverlust, tolerierbare Einschränkungen im Notbetrieb (z.B. längere Antwortzeiten, nicht alle Arbeitsplätze voll arbeitsfähig usw.), Budget.

Wichtig ist ebenfalls die Frage, gegen welche Schäden ihr euch denn absichern wollt, denn ein Cluster hilft euch nur bei einer kleinen Teilmenge typischer Schadensfälle. Ihr braucht also auch ein passendes Recovery-Konzept. Und die technisch-organisatorische Umgebung muss stimmen (z.B. ausreichende Redundanz in angrenzenden Bereichen, Notfallkonzepte, Wiederanlaufplan).

Gruß, Nils

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Alt 11.12.2009, 14:57   #5
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Zitat von LangerSN Beitrag anzeigen
Ich gehe jetzt mal davon aus das im Aktiv/Aktiv Betrieb der eine Server eine Datenbankinstanz hat und der andere Server eine andere Datenbank Instanz aber jeder für sich separat arbeitet.
Korrekt

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Alt 11.12.2009, 15:36   #6
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Das ist mir schon klar das der Cluster mir nur im Failover weiter hilft. Welche Technologien setzt man denn noch weiterhin ein um zum Beispiel den Arbeitsspeicher zu kopieren. Im Falle eines Ausfalls von einem Knoten und noch nicht zu Ende geführten Transaktionen würden ja Daten verloren gehen. Wären dies zusätzliche Technologien die ich bei einem MSSQL Server abdecken kann?

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Alt 11.12.2009, 15:40   #7
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Zitat von LangerSN Beitrag anzeigen
Im Falle eines Ausfalls von einem Knoten und noch nicht zu Ende geführten Transaktionen würden ja Daten verloren gehen. Wären dies zusätzliche Technologien die ich bei einem MSSQL Server abdecken kann?
Nicht wirklich, bei TSQL ist eine Transaktionssicherheit gewährleistet, es ist dann Sache der Applikation sauber und durchweg TSQL Kommandos zu verwenden für schreibende Zugriffe auf die DB.
Natürlich kann es dennoch zu einem Disasterfall kommen, bei dem ein Datenverlust auftritt...

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Alt 11.12.2009, 15:50   #8
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Tsql?

Wofür steht denn nun wieder TSQL? Kann das auch mit einem MSSQL Server verwendet werden?

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Alt 11.12.2009, 15:55   #9
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Das 'T' steht für "Transact"-SQL: MSDN: Transact-SQL-Referenz (Datenbankmodul)

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Alt 12.12.2009, 22:33   #10
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Moin,

das ist so auch nicht ganz richtig.

Den Arbeitsspeicher kannst du nicht synchronisieren. Das wäre bei einem System, das für Höchstleistung geeignet ist (wie SQL Server) auch kaum sinnvoll machbar.

Das Transaktionsproblem besteht aber nicht. Jede Transaktion, die an SQL Server gesendet wird, wird im Transaction Log protokolliert, bevor SQL Server sie ausführt. Nach einem Server-Ausfall werden alle abgeschlossenen Transaktionen, deren Daten noch nicht in der Datenbank stehen, in diese kopiert (Rollforward) und alle nicht abgeschlossenen Transaktionen gelöscht (Rollback). Da letztere aber auch gegenüber dem Client nicht bestätigt wurden, gibt es auf diese Weise keinen Datenverlust.* Erst nach diesem Vorgang geht die Datenbank online. (Das ist auch der Grund für einen evtl- längeren Failover-Vorgang; zu kontrollieren im Eventlog.)

Mit T-SQL (als Sprache) hat das recht wenig zu tun. Applikationen können sich nicht an der Transaktionssteuerung vorbeimogeln, egal ob sie T-SQL sprechen (was fast alle tun) oder per .NET mit dem Server kommunizieren (was in den meisten Fällen auch auf eine T-SQL-Ansprache hinausläuft).

* Es sei denn, der Ausfall betrifft auch das Storage-System und beschädigt geschriebene Daten. (Das ist einer der Fälle, die Lian meinte.)

Ein paar Hintergründe findest du hier:
http://www.faq-o-matic.net/2009/03/2...nsistent-sein/

Und noch einmal die eindringliche Warnung: Die Fragen, die du stellst, sind nachvollziehbar und okay, aber sie deuten darauf hin, dass ihr bei dem Aufbau eines Hochverfügbarkeitssystems für SQL Server Unterstützung braucht. Klärt eure Anforderungen auf der geschäftlichen Ebene, bevor ihr Systementscheidungen trefft!

Gruß, Nils

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